Robert Markotic im Portrait

Aufgrund großer Verletzungssorgen im rechen Rückraum, wurde Robert Markotić im Laufe der vergangenen Saison nachverpflichtet. Im Juni wurde der ehemalige Jugendnationalspieler Kroatiens in Stuttgart verabschiedet. Aufgrund des kurzfristigen Wechsels von Stefan Salger zu den Eulen Ludwigshafen, durften wir Robert zur Sommervorbereitung erneut beim TVB begrüßen.

 

Hallo Robert, wir beginnen mit einer ganz einfachen Frage: Warum bist du Handballer geworden?

Das war im Grunde genommen vorprogrammiert. Ich komme aus einer kleinen Stadt, in der Handball die Sportart Nummer 1 war. Mit elf Jahren nahm mich mich mein Vater mit in die Halle zum Handball schauen. Dieser Moment hat mich geprägt und kurze Zeit später bin ich meinem ersten Verein beigetreten.

 

Schule, Handball, Abendessen – war das dein typischer Tagesablauf?

Ganz so streng war es bei mir nicht, ich habe auch oft etwas mit Freunden unternommen. Aber natürlich habe ich manche Dinge dem Handball untergeordnet. Seit der Geburt meiner Kinder hat sich mein Tagesablauf aber geändert: ich starte mit einem Kaffee in den Tag, helfe meiner Frau mit den Kindern und fahre dann ins Training. Nach dem Training wird erstmal gegessen und ausgeruht, bevor es dann zur zweiten Trainingseinheit geht. Die Zeit nach dem Training verbringe ich dann wieder am liebsten mit der Familie.

 

Wann war dir klar, dass du Handballprofi werden möchtest?

Richtig klar wurde mir das in dem Moment, als ich einen Anruf vom Nationaltrainer erhielt, der mich für die Jugendnationalmannschaft berief. Dieses Erlebnis werde ich nie vergessen und war rückblickend ein riesiger Motivationsschub für meine persönliche handballerische Zukunft.

 

Hast du je daran gezweifelt, dass es nicht klappen könnte?

Ja, da gab es eine Zeit in der ich mich an der linken Schulter verletzt hatte. Ich spielte mit dem Gedanken das Handballspielen zu beenden und mich anderen Dingen zu widmen, aber dann traf ich meine Frau. Sie unterstütze mich in der schwierigsten Phase meiner Karriere und ist der Grund warum ich noch immer Handball spiele.

 

Am Ende hat es dann funktioniert. Wie waren die ersten Erfahrungen in einer Profi-Mannschaft?

Wenn du irgendwo neu dazu kommst, steht man immer etwas unter Druck – man möchte jedem beweisen, dass man es sich verdient hat, im Team zu sein. Ähnlich war es bei mir. Ich war hochmotiviert und hatte gute Teamkollegen – vor allem die älteren Spieler im Team haben mir unheimlich geholfen, meine ersten Schritte im Profihandball zu gehen.

 

Im Laufe deiner Karriere hast du auch im Ausland gespielt. Wie wertvoll waren diese Erfahrungen?

Im Laufe meiner Karriere habe ich in Weißrussland, Frankreich, Norwegen, Israel und Slowenien gespielt. Jedes dieser Länder hat unterschiedliche Kulturen und Menschen. Natürlich gab es für mich persönlich in jedem dieser Länder gute und auch schlechte Zeiten. Rückblickend erinnere ich mich jedoch gerne an die jeweiligen Länder zurück, denn diese Erfahrungen waren für mich unheimlich lehrreich und haben mich als Menschen vorangebracht.

 

Gewöhnt man sich eigentlich daran in volle Hallen einzulaufen und vor tausenden Menschen Handball zu spielen?

Für mich ist es nach wie vor etwas Besonderes vor so vielen Menschen Handball spielen zu dürfen. Der Support der Zuschauer motiviert mich und hilft mir bei meinem Spiel. Bei einigen meiner vorherigen Stationen waren die Hallen nicht immer gut besucht. Seit meiner Zeit in Deutschland ist es mittlerweile jedoch zur „Routine“ geworden, dass besonders viele Menschen in die Hallen kommen und diese fast bei jedem Spiel ausverkauft sind.

 

Was war dein bisheriger Lieblingsmoment mit dem TVB Stuttgart?

Da könnte ich nun Einige aufführen, wie z.B. die Siege aus der vergangenen Rückrunde. Mein persönlicher Lieblingsmoment mit dem TVB ist einer der härtesten, aber zugleich auch einer der witzigsten Momente – das Sommertrainingslager in Südtirol. Neben den harten Einheiten hatte ich die Möglichkeit die Mannschaft und die mitgereisten Sponsoren näher und vor allem aus einem anderen Blickwinkel kennenzulernen. Ich denke die Zeit im Trainingslager hat uns als Team untereinander noch näher zusammengebracht und das wird sich im Laufe der Saison auszahlen!

 

Traum7:

TW: Thierry Omeyer

KM: Christian Schwarzer

RL: Nicola Karabatic

LA: Lars Christiansen

RR: Kim Andersson

RA: Luc Abalo

RM: Ivano Balic

 

Robert Privat:

Hobbies: Das Geschehen in der NBA verfolgen und PlayStation spielen

Bester Mitspieler: Da gibt es keinen bestimmten. Jeder hat seine besonderen Stärken.

Lieblingsessen: Dry Steak 350g

Motivationsmusik: Ich habe keine bestimmte Motivationsmusik und höre viele verschiedene Musikarten

Lieblingssportart neben dem Handball: Ganz klar Basketball!

Träume für die sportliche Zukunft: Weitere Titel gewinnen

Pläne nach der Karriere: Nach der Karriere sehe ich mich als Handballtrainer

Größter sportlicher Erfolg: Weltmeisterschaft mit der kroatischen U-19 Nationalmannschaft