Die Saison erfolgreich beenden

Die Vorentscheidung in der Meisterschaft ist gefallen. Zugunsten der SG Flensburg-Handewitt, die sich nach dem Aus in der Champions-League in der höchsten deutschen Spielklasse keinen Ausrutscher mehr erlaubte und somit die Rhein-Neckar Löwen im Kampf um den Titel noch abfangen konnte.

Denn wer geht schon davon aus, dass die Flensburger sich im letzten Heimspiel gegen Frisch Auf Göppingen die Butter noch vom Brot nehmen lassen. Eine weitere Entscheidung ist am vorletzten Spieltag im Kampf um den Klassenerhalt gefallen. Der Altmeister VfL Gummersbach, der in Hüttenberg mit 23:22 gewann, bleibt dank der Glanzparaden von Torhüter Carsten Lichtlein dem Handball Oberhaus erhalten. Zittern müssen hingegen nach wie vor der TuS-N Lübbecke, der sein Heimspiel gegen Meisterschaftsfavorit Flensburg mit 24:27 verlor, die Ludwigshafener Eulen, die im Lokalderby dem Tabellenzweiten Rhein-Neckar Löwen mit 26:34 unterlagen und der mittelhessische Traditionsverein TV Hüttenberg. Vom Papier her die leichteste Aufgabe haben am letzten Spieltag die Pfälzer aus Ludwigshafen, die ein Heimspiel gegen Erlangen austragen werden. Im Ostwestfalen-Derby zwischen Lemgo und TuS-N Lübbecke hingegen fällt eine Prognose schwer. Derbys haben bekanntlich immer ihre eigenen Gesetze. Am schwersten dürfte es für den TV Hüttenberg werden, den Abstieg noch zu vermeiden. Das Team muss in die deutsche Hauptstadt zu den Berliner Füchsen.

Zum Glück ist dieser Kelch des Abstiegskampfs in den letzten Partien dieser Saison am TVB 1898 Stuttgart vorübergegangen. Das Team holte bis jetzt 20 Zähler und war bereits nach dem Auswärtssieg bei GWD Minden auf der sicheren Seite. So tat auch die 25:31 in der Kieler Sparkassen Arena nicht mehr weh. Dennoch waren die WILD BOYS bis zur 45. Spielminute ebenbürtig und führten sogar mit 18:17. Danach nahm aber der Favorit von der Förde das Spiel in die Hand und kam zu einem letztendlich ungefährdeten Erfolg im letzten Heimspiel der Saison. “Meine Mannschaft hat gut gekämpft und Jonas Maier hat mit einigen Paraden die Kieler in Schach gehalten“, lobte TVB 1898 Stuttgart Trainer und Geschäftsführer Jürgen Schweikardt.

Am Sonntag steht mit dem Heimspiel gegen die HSG Wetzlar der Schlussakkord der Saison 2017/18 auf dem Programm. Erneut schafften die WILD BOYS den Klassenerhalt und gehen ab August in ihre vierte Spielzeit in der höchsten deutschen Spielklasse. Zurück liegen wieder spannende Wochen, in denen der TVB 1898 Stuttgart erneut im Abstiegskampf steckte. Jürgen Schweikardt brachte das Team wieder in die Spur und mit den Auswärtssiegen in Erlangen, Gummersbach und Ludwigshafen auch wieder auf Kurs. Das Sahnehäubchen war das 26:26 Unentschieden in der Porsche-Arena gegen den aktuellen EHF-Pokalsieger Füchse Berlin.

Beim letzten Heimspiel heißt es auch Abschied nehmen von einigen Spielern, die in der letzten Saison noch das blau-weiße Trikot trugen. Marian Orlowski wird nach Lübbecke wechseln, Finn Kretschmar geht zurück zu seinem Heimatverein VfL Bad Schwartau. Das Ziel des lange Zeit verletzten Djibril M’Bengue, der gegen Frisch Auf Göppingen sein Comeback im Team der WILD BOYS feierte, ist ebenso unbekannt wie das der anderen Linkshänder im Rückraum, Felix Lobedank und Robert Markotic, die den TVB 1898 Stuttgart zu Saisonende ebenfalls verlassen werden.

Neu hinzukommen wird der Schweizer Nationalspieler Lukas von Deschwangen, der von Wacker Thun an den Neckar wechselt. Endgültig ein WILD BOY wird Linkshänder Sascha Pfattheicher, der bereits in dieser Runde in Porsche Arena und SCHARRena auflief. Vom Ligakonkurrenten Eulen Ludwigshafen wechselt David Schmidt, der bei den Rhein-Neckar Löwen ausgebildet wurde, zum TVB 1898 Stuttgart.

Quelle: Joachim Gröser, TVB