2 Punkte zum Klassenerhalt?

Am Sonntag tritt der TVB Stuttgart in der KAMPA-Halle beim TSV GWD Minden an. Im Heimspiel erreichte die WILD BOYS, durch einen gehaltenen Siebenmeter von Jogi Bitter, ein 27:27 Unentschieden gegen die Westfalen.

Die Entscheidung um die deutsche Meisterschaft ist vertagt. Die Rhein-Neckar Löwen gewannen nach dem Erfolg im Halbfinale um den DHB-Pokal auch ihre Partie in der DKB Handball Bundesliga gegen den SC Magdeburg – am Donnerstagabend gab es ein 34:29 in Mannheim gegen die Otto-Städter. Zeitgleich siegte aber die SG Flensburg-Handewitt im brisanten Nordderby in Kiel mit 29:25 und konnte dadurch den Abstand auf die Löwen wahren. Im Kampf um den Klassenerhalt musste der TuS-N Lübbecke gegen den SC DHfK Leipzig einen herben Rückschlag hinnehmen.

Mit 22:17 unterlagen die Ostwestfalen gegen die Sachsen und verbleiben damit mit zwölf Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz. Immer prekärer wird die Lage auch für den ruhmreichen VfL Gummersbach, der im Aufeinandertreffen der Altmeister in der Göppinger EWS-Arena mit 16:24 den Kürzeren zog. Die Oberbergischen sind dadurch momentan nur noch zwei Zähler von einem Abstiegsrang entfernt. Im fünften Spiel am Donnerstagabend kamen die Berliner Füchse zu einem ungefährdeten Sieg bei der HSG Wetzlar und wahrten somit ihre Ambitionen auf die Champions League.

Davon ist der TVB 1898 Stuttgart zwar noch meilenweit entfernt, aber im Kampf um den Klassenerhalt kommen die WILD BOYS durch die Niederlagen von Gummersbach und Lübbecke ihrem Ziel immer näher. In Minden kann jetzt sogar schon eine Vorentscheidung fallen. Gewinnen die Schwaben in Ostwestfalen, sind sie bei dann 20 Zählern so gut wie durch. „Vor diesem Hintergrund ist meine Mannschaft sehr motiviert und wird diese Partie mit großem Engagement angehen“, stellt Trainer Jürgen Schweikardt fest. Die bereits gesicherten Mindener holten ihre Punkte vornehmlich gegen Teams aus der unteren Tabellenhälfte. Das haben sie überwiegend ihrer Kontinuität auf der Mittelposition zu verdanken, wo der Schwede Dalibor Doder schon seit 2010 aktiv ist. Aber auch Trainer Frank Carstens, dem es gelungen ist, insgesamt sieben Neuzugänge zu integrieren und das Team zu einer Einheit zusammen zu schweißen.

Einen kleinen Rückschlag musste die zweite Mannschaft des TV Bittenfeld hinnehmen. In Nürtingen gab es für den Aufsteiger in die Baden-Württemberg Oberliga eine 24:27 Niederlage gegen den TSV Zizishausen im Kampf um die württembergische Meisterschaft. Das Team von Trainer Thomas Randi wird dies allerdings verschmerzen können, schließlich spielt man als Meister der Nord-Staffel im kommenden Jahr im baden-württembergischen Oberhaus.

Quelle: Joachim Gröser, TVB