Mimi Kraus im Portrait

Trotz der erfolgreichen Spiele im März gilt es für euch als Team schnellstmöglich den Klassenerhalt zu sichern. Die Liga ist auch in dieser Saison eng. Wie kommt das?

Wir spielen in der Bundesliga – der stärksten Liga der Welt. Dass der Kampf „oben“ und „unten“ groß wird, war vor der Saison klar. Die Liga ist extrem ausgeglichen, in der es eben keine einfachen Spiele gibt. Jeder ist in der Lage jeden zu schlagen, das macht die Liga attraktiv.

Du hast in deiner Karriere bereits einige Titel gewonnen. Welcher sportliche Erfolg bedeutet dir am meisten?

Jeder Titel ist auf seine Weise schön, aber ganz vorne steht natürlich der WM Titel 2007 im eigenen Land. Direkt gefolgt vom Championsleague-Titel.

Du kommst aus einer sportbegeisterten Familie – dein Bruder Carsten war erfolgreicher Säbelfechter. Spielst du eigentlich schon immer Handball und wie bist du dazu gekommen?

Ich bin über die Leichtathletik und das Geräteturnen zum Handball gekommen. Im Nachhinein ein gute Entscheidung, denn noch heute profitiere ich von dieser sportlichen Grundlage.

Was sind neben dem Handball deine Lieblingssportarten?

Ich kann mich so gut wie für jeden Sport begeistern. Basketball, Schwimmen, American Football, Leichtathletik, Tennis, Boxen… egal was. Aktuell bin ich aber begeisterter Fan der immer populärer werdenden Sportart „CrossFit“! Da ich selber begeisterter CrossFitter bin, weiß ich was diese Athleten leisten und zurecht als die fittesten Athleten der Welt bezeichnet werden.

Was macht Mimi Kraus, wenn er nicht beim Handballtraining oder Spiel ist?

Ich versuche so viel Zeit wie möglich mit meiner Familie und meinen Freunden zu verbringen. Ansonsten verbringe ich auch gern Zeit im Fitnessstudio, oder treibe irgendeinen anderen Sport. Und, wenn die Kids im Bett sind, genieße ich die Zeit mit meiner Frau, unterstütze sie bei ihren Videos, oder versuche die endlos lange Liste meiner Netflix-Serien abzuarbeiten, was aber hoffnungslos ist.

Du bist auf Instagram sehr aktiv. Wie wichtig ist dir der direkte Austausch und die Nähe zu den Fans?

Der Kontakt zu den Fans war mir schon immer wichtig. Sie sind ein großer Teil der Handball-Kultur. Dass man dann auch einmal Sachen aus seinem Privatleben preisgibt, finde ich nicht tragisch, aber das muss jeder für sich entscheiden.

Von 2007 bis 2010 hast du in Lemgo gespielt. Wie wichtig war diese Station für deine weitere Karriere und inwiefern hat dich die Zeit in Ostwestfalen-Lippe reifen lassen?

Wie wichtig diese Station war, weiß ich nicht. Sie hat mich allerdings reifen lassen. Es gab einige Fehler, die ich gemacht habe, die heute so nicht mehr denkbar wären – man kann schon sagen, dass das Wort „Chaot“ mein Wesen in dieser Zeit sehr gut beschrieben hat, allerdings hat das mit dem Mimi von heute nichts mehr zu tun. Die Anfangszeit war nicht einfach, aber am Ende hab‘ ich mich doch ganz wohl gefühlt in Lemgo.

 

Mimi mal anders:

Mimi: mein Spitzname. Mimi waren die ersten Worte, die ich sprechen konnte.

Instagram: naja…was soll man zu Social Media noch sagen: heutzutage nicht mehr wegzudenken.

Metallica: mein letztes Konzert vor 2 Wochen. Ich kann jedem nur empfehlen, sich die Jungs live reinzuziehen. Das ist Rock-Geschichte. Es war phantastisch. Die Jungs haben Dampf.

Idol: ein richtiges Idol habe ich nicht. Mich beeindrucken aber Leute, die ein klares Ziel haben und dieses verfolgen ohne Wenn und Aber und Pessimismus komplett ausblenden. Man sollte sich hohe Ziele stecken, egal wie absurd sie klingen mögen.