Sascha Pfattheicher im Portrait

Hallo Sascha, vor wenigen Wochen hast du einen Vertrag bis 2020 beim TVB unterschrieben – was waren die ausschlaggebenden Punkte in Stuttgart zu bleiben?

Ausschlaggebend war am Ende, dass ich mich hier direkt wohlgefühlt habe und die Rahmenbedingungen am besten waren. Natürlich kam der Entscheidung auch zugute, dass ich die Mannschaft und den Verein durch mein Zweitspielrecht schon kennenlernen durfte. Außerdem ist die Entfernung nach Hause nicht ganz so weit, sodass ich an freien Tagen auch mal ohne großen Aufwand in die Heimat fahren kann. Alles in allem war der TVB die perfekte Wahl für mich und ich freue mich auf die Zukunft in Stuttgart.

Wie bist du eigentlich zur Sportart Handball gekommen?

Handball wurde mir quasi in die Wiege gelegt. Meine Eltern und Großeltern spielten alle Handball, mein Vater kurzzeitig bei Rintheim in der 2. Liga, also saß ich schon von klein auf in den Hallen der Umgebung und verbrachte die Wochenenden damit Spiele anzuschauen. Mein aktiver handballerischer Weg begann dann mit vier Jahren bei den Minis des SV Blankenloch. Bisher habe ich meine Wahl nicht bereut.

Was sind deine kurzfristigen und langfristigen Ziele im Handball?

Das wichtigste kurzfristige Ziel ist natürlich den Klassenerhalt mit dem TVB zu schaffen. Daneben ist es für mich natürlich auch wichtig, mich jetzt im Team und der Liga zu etablieren. Meine langfristigen Ziele sind mich weiterzuentwickeln und mit dem TVB zu wachsen. Ich freue mich ein Teil dieses Projekts zu sein und hoffe, dass wir uns in den nächsten Jahren in der Bundesliga festsetzen können und nicht ständig nach unten schauen müssen.

Du kennst die Mannschaft jetzt seit ca. 9 Monaten – was zeichnet sie aus?

Ich würde sagen sie zeichnet die Ausgeglichenheit aus. Auch wenn wir mit Mimi und Jogi zwei ältere und erfahrene Weltmeister haben, heben sie sich keineswegs von der Mannschaft ab. Im Gegenteil, sie helfen und geben Tipps wo sie können. Zudem wurde ich sofort sehr gut im Team auf- und angenommen und hatte bisher noch keine Probleme mit einem Mitspieler.

Nachdem du in der Hinrunde nicht ganz so viele Spielanteile bekommen hast, läuft es für dich in der Rückrunde richtig gut. Wie bewertest du deine erste Saison in der Handball-Bundesliga?

Meine erste Saison in der Bundesliga ist für mich eine „Lernsaison“, da ich mich einmal mit der Schnelligkeit und der Härte vertraut machen muss, aber ja auch anfangs gar nicht damit gerechnet habe, dass ich bei dem Zweitspielrecht jetzt schon so viel spiele. Dass ich in der Hinrunde nicht viele Spielanteile hatte, war für mich ganz normal, aber dass es jetzt so gut läuft freut mich natürlich umso mehr.

Du kommst gebürtig aus Karlsruhe – was gefällt dir an Stuttgart und wie kommst du mit den Schwaben zurecht?

Bisher merke ich keinen besonderen Unterschied, da ich ja noch immer in der Nähe von Karlsruhe wohne. Stuttgart und Umgebung sind vor allem wesentlich größer als Karlsruhe, was ich besonders daran merke wie lange ich immer von der Autobahn nach z.B. Bittenfeld brauche. Mit den „Schwaben“ komme ich sehr gut zurecht, nur muss man bei dem ein oder anderen etwas genauer zuhören, wenn er dir etwas erzählt.

Wie verbringst du deine Zeit außerhalb des Handballs?

Ich spiele sehr gerne Basketball, allerdings hat man wegen des ganzen Trainings und der Spiele eher selten die Energie mehr als ein paar Körbe vor oder nach dem Training zu werfen. Sobald ich dann in Stuttgart wohne und nicht ständig die Fahrten von Karlsruhe zu bewältigen habe, will ich ein Fernstudium anfangen, dass sicherlich den größten Teil der Zeit neben dem Handball einnehmen wird. Zuletzt bin ich ein leidenschaftlicher Serienschauer und zum Glück kann ich dieses Hobby ideal auf den Auswärtsfahrten verfolgen.

Die Saison neigt sich langsam dem Ende: Auf was wird es jetzt ankommen?

Es wird vor allem darauf ankommen noch den ein oder anderen Punkt zu holen, auch wenn es bei unserem Restprogramm keinesfalls leicht werden wird. Wir müssen für die nächsten Spiele noch einmal alles rausholen und somit den Klassenerhalt sichern. Wir werden den Zuschauern bei den restlichen Heimspielen noch einmal zeigen was wir draufhaben und dann in die verdiente Sommerpause gehen.

 

 

Sascha mal anders

Spitzname: Mein Spitzname ist mittlerweile “Pfatti”. Vorher war das für mich kaum ein Thema, allerdings hatte ich nie den Spitznamen „Der rote Blitz“, wie es in einigen Berichten heißt.

Außenspieler: Außenspieler müssen vor allem schnell und sprungkräftig sein. Außerdem müssen sie sich möglichst oft von Rückraumspielern umrennen lassen, um ein Stürmerfoul rauszuholen.

SG Leutershausen: Der SG Leutershausen habe ich sehr viel zu verdanken, da sie mich zu dem Spieler gemacht haben der ich heute bin. Ich habe mit ihnen sehr viele glückliche und auch einige bittere Momente erlebt. Auf jeden Fall werde ich die Zeit nie vergessen.

Chance: Ich habe die Chance bekommen 1. Bundesliga zu spielen und heute haben wir Chance auf eine ganz große Überraschung.

Handball: Handball ist für mich eine sehr harte und geile Sportart. Man kann damit die Menschen mitreißen und es gibt für mich nichts Besseres.

Ausbaufähig: Bei mir ist sicher der Körper noch ausbaufähig. Ein paar Kilo mehr wären nicht schlecht, aber in den nächsten Monaten werde ich daran arbeiten.

Traum 7:

TW: Thierry Omeyer

LA: Uwe Gensheimer

RL: Filip Jicha

RM: Andy Schmid

RR: Laszlo Nagy

RA: Luc Abalo

KM: Julen Aguinagalde