Dominik Weiß im Portrait

Dominik, welche Erinnerungen hast du an den 30.05.2015?

Sehr schöne Erinnerungen. Die Kulisse, die wir in Hüttenberg hatten, war unbeschreiblich! Die vielen Fans, die mitgereist sind, haben das Spiel zu einem Heimspiel gemacht. Wirklich bewegend waren allerdings eher die Momente direkt nach dem Abpfiff. Alle lagen sich in den Armen. Die Freude und die Erleichterung waren unglaublich.

Der TVB spielt mittlerweile im dritten Jahr erstklassig. Wie bewertest du die vergangenen drei Jahre?

In der ersten Liga wird jeder Fehler sofort bestraft. Ich denke in den letzten Jahren haben wir viel Lehrgeld bezahlt. Viele Spiele in denen ein Sieg möglich war, wurden doch noch verloren. Da wir es dennoch geschafft haben, die Liga bisher jedes mal zu halten, denke ich sind wir auf einem guten Weg. Wir profitieren von jedem Vergleich auf diesem Niveau. Sich in dieser Liga zu etablieren, geht nur über diesen langsamen Prozess. Leider manchmal sehr zum Leidwesen der Fans. Wir arbeiten aber mit aller Konsequenz daran hier Schritt für Schritt weiter zu kommen.

Dein Vertrag beim TVB läuft noch bis mindestens 2019, zu dem Zeitpunkt warst du dann 10 Jahre dabei. Was erhoffst du dir für die Zukunft?

Ich freue mich sehr über diese 10 Jahre. Ich freue mich ein Teil dieser Unternehmung zu sein, die seit 10 Jahren in jedem Jahr einen Schritt nach vorne gemacht hat. Ich bin gespannt zu sehen wo die Reise hin geht. Ich hoffe, dass der positive Trend aufrechterhalten werden kann.

Neben dem Handball bist du auch erfolgreich im Beach-Handball unterwegs. Was bedeutet Dir diese Alternative?

Auf Beach-Handball freue ich mich jedes Jahr wieder besonders. Diese andere Art Handball zu spielen, macht mir großen Spaß. Hier bleibe ich zudem in Kontakt mit vielen guten Freunden aus meinem Heimatdorf und vielen neuen Freunden die ich auf der Beach-Tour kennengelernt habe. Jedes Turnier ist wie ein kurzer Urlaub für den Kopf. Deswegen freue ich mich auf jedes Turnier für das ich Zeit finde.

Hast du nach 9 Jahren Profihandballl alles erlebt oder fällt dir spontan noch etwas ein, das dir zum ganz persönlichen Handballererglück noch fehlt?

Da fällt mir natürlich spontan eine Final Four Teilnahme ein. Leider haben wir uns in Wetzlar diesen Traum dieses Jahr nicht erfüllen können. Abgesehen davon bietet die Liga noch viele Dinge die wir noch nie erleben durften. Mein Handballerglück mache ich davon allerdings nicht abhängig. Ich denke das Handballerglück ist eher daran gebunden Spaß am Sport zu haben und gesund zu bleiben. Wir haben ein tolles Team mit dem noch vieles möglich ist.

Wenn du dir von einem Mitspieler eine Fähigkeit auswählen könntest, welche wäre es?

Eine Fähigkeit, die mich jedes mal wieder akut neidisch werden lässt, ist Mimis Fähigkeit in jeder Körperhaltung in jeder Situation innerhalb von 10 Sekunden in einen Schlaf zu verfallen, der dem Koma nahe kommt. Auf jeder Fahrt, vor allem im Trainingslager, bin ich aufs Neue fassungslos. Dieses Talent würde ich sofort übernehmen.

In dieser Spielzeit hast du dich zum Allrounder gemausert und wirst auf Außen, Rückraum links und Rückraum mitte eingesetzt. Wo gefällt es dir am Besten?

Am besten gefällt mir nach wie vor die Position im linken Rückraum. Die anderen Positionen und die damit verbundenen anderen Aufgaben sind auch sehr interessant. Rückraum links ist allerdings die Position die ich zumindest die letzten 11 Jahre fast immer gespielt habe. Daher fühle ich mich hier einfach am wohlsten.

Was macht Dominik Weiß eigentlich, wenn er nicht gerade Handball spielt?

Ich nutze freie Zeit gerne, um auch immer wieder andere Sportarten zu verfolgen. Wenn ich körperlich aber eher Pausen brauche, höre ich sehr gerne Hörbücher oder treffe mich mit Freunden und meiner Familie. Wenn es die Zeit erlaubt fahre ich gerne in die Berge. Im Sommer wie auch im Winter. Die Ruhe die man in den Bergen findet, lässt mich hier immer am besten abschalten.

Von welchen Sportlern oder welcher Sportart hast du am meisten Respekt?

Sportler nötigen mir generell großen Respekt ab. Ich finde es faszinierend verschiedene Sportler mit ihren unterschiedlichen Spezialisierungen zu sehen. Die letzten Olympischen Winterspiele haben wieder einmal gezeigt, wie emotional man die Wettbewerbe verfolgen kann, wenn man sieht mit wie viel Leidenschaft die Athleten ihrem Sport nachgehen. Als Sportler kann man nachvollziehen wie viel Arbeit hinter einer Teilnahme stecken muss, wodurch man bei Sieg wie auch bei Niederlagen regelrecht mitleidet oder eben die Freude teilen kann.

 

 

Dominik mal anders

Dorfverein: Wie sehr diese Bezeichnung auf den TVB zutrifft zeigt ein Zitat aus meiner ersten Saison in Bittenfeld nach einem Porschearenaspiel.“ Wenn wir hier in der Arena spielen, muss die Polizei extra Wagen nach Bittenfeld schicken, die dort Streife fahren. Ganz Bittenfeld ist hier in der Arena!“

Olympische spiele: Knapp 3 Wochen laufen auf allen verfügbaren Bildschirmen alle Streams die angeboten werden 24 Stunden lang. Der normale Alltag liegt auf Eis und nur die Pflicht Termine werden wahrgenommen.

Meister: Mit einem überragenden Andy Schmid, tippe ich auf die RNL.

Innenblock: Erfordert viel Abstimmung mit dem Torwart, damit Tore verhindert werden können.

Nationalmannschaft: Das unglaublichste Gefühl, wenn man im Trikot in einer Deutschen Halle steht und jeder in der Halle die Hymne singt. Mehr Gänsehaut geht nicht.

Insel: Ganz oben auf der Wunschliste der Reiseziele steht Neuseeland. Ich hoffe jemals die Chance zu bekommen dort hin zu Reisen.

Krafttraining: Jungs, zum Abschluss werden wir jetzt noch FÜNFZEHN Tonnen bewegen! Danach seid ihr fertig.

Traum 7:

TW: Julian Reik

LA: Gudjon Valur Sigurdsson

RL: Nikola Karabatic

RM: Andy Schmid

RR: Kim Anderson

RA: Michael Spatz

KM: Christian Schwarzer