Jogi Bitter im Portrait

Jogi-Bitter

Nach dem wichtigen Auswärtssieg bei den Eulen Ludwigshafen und vor dem Heimspiel in der Porsche-Arena gegen den SC Magdeburg haben wir uns mit unserem Torwart Jogi Bitter zum Interview getroffen. Für das Heimspiel am kommenden Donnerstag (19 Uhr) gibt es noch Tickets unter Easyticket.de oder direkt beim TVB in der Geschäftsstelle.

 

Jogi, du erlebst zum dritten Mal in Folge den Abstiegskampf. Kannst du die Bundesliga-Tabelle überhaupt noch sehen?

Ich schaue nicht oft auf die Tabelle, das hilft mir nicht – gerade in der aktuellen Situation. Der Abstiegskampf ist natürlich hart und es geht um mehr als an der Tabellenspitze, aber das muss man versuchen positiv zu sehen und nicht immer „nach unten“ schauen.

Der Abstiegskampf ist auch ohne den ständigen Blick auf die Tabelle allgegenwärtig und nervenaufreibend. Wie geht man als Spieler damit um?

Es ist wichtig nicht ständig den Abstieg vermeiden zu wollen, sondern den Klassenerhalt zu erreichen. Darin sehe ich einen großen Unterschied, der eine ganz andere Energie freisetzt.

Was stimmt dich dennoch positiv, dass du und der TVB auch in diesem Jahr den Klassenerhalt erreichen werdet? ­

Wir sind eine Mannschaft, die ihr Potential aus ganz unterschiedlichen Gründen nur selten gemeinsam auf die Platte bringen zu konnte. Wir werden auch am Ende dieser Saison die Mannschaft sein, die vermeintlich am meisten ­Verletzungspech hatte. Wir haben zwar noch einen weiten Weg bis zum  Klassenerhalt vor uns, aber wir waren in den letzten zwei Jahren erfolgreich und diese Erfahrung wird uns auch in diesem Jahr helfen.

Man sieht immer wieder, dass du versuchst das Publikum zu animieren. Wie wichtig sind Emotionen für dein Spiel?

Ich lebe von den Emotionen. Ohne diese kann ich keine Leistung bringen. Mir macht es Spaß mit den Mitspielern und Zuschauern zu interagieren und sich gegenseitig zu pushen. Wenn dieses Feuer in mir nicht mir brennt, dann sollte ich schnell aufhören … 😉

Nun bist Du gut 2 Jahre in Stuttgart – was macht es für Dich aus, für den TVB Stuttgart zu spielen?

Ich habe mich sehr schnell im Remstal und Stuttgart wohlgefühlt. Das ist natürlich wichtig, aber am wichtigsten ist das Gefühl, dass ich im Club habe. Ich spüre nach wie vor große Aufbruchsstimmung und bin überzeugt, dass wir den nächsten Schritt ganz schnell gehen können und auf Dauer in der HBL spielen werden.

Von Hamburg nach Stuttgart. Ein ziemlich krasser Sprung. Wann dürfen wir dich als Schwabe bezeichnen und welche Eigenschaften von hier hast du bereits verinnerlicht?

Dazu müsste ich erst mal länger im Schwabenland leben als im „Norden“. Das wären mehr als 33 Jahre. Dazu wird es also nicht so schnell kommen auch wenn ich mich manchmal erwische wie ich unbewusst (ganz schrecklich) versuche Schwäbisch zu sprechen.

Du hast im Laufe deiner Karriere bereits einiges gesehen und viel erlebt. Hast du trotzdem noch einen Lebenstraum den du dir unbedingt erfüllen möchtest?

Ich möchte unbedingt eine Weltreise machen, dazu war bisher noch nicht die Zeit.

Bei unserem heutigen Gegner, dem SC Magdeburg, hast du auch schon das Tor gehütet. Erinnerst du dich gerne an diese Zeit zurück und bestehen noch Kontakte nach Magdeburg?

Ich habe dem SCM und dem damaligen Trainer Alfred Gislason sehr viel zu verdanken, denn ich durfte hier meine Profikarriere so richtig beginnen und habe hier sehr viel Vertrauen geschenkt bekommen. Es war eine großartige Zeit und wenn der Club nicht kurzfristig in eine wirtschaftliche Schieflage geraten wäre, hätte ich wahrscheinlich nie darüber nachgedacht, den Club zu verlassen. Es besteht noch reger Kontakt nach Magdeburg, gerade zum Umfeld des Clubs. Aber auch zu Bennet Wiegert, mit dem ich früher viel Zeit verbracht habe, bin ich im Austausch.

Der SC Magdeburg befindet sich im oberen Tabellendrittel – was ist in so einem Spiel wichtig und wie wollt ihr gegen den SC erfolgreich sein?

Wir müssen uns im Klaren sein, dass wir als Außenseiter nur eine Chance haben eine Topmannschaft wie den SCM zu ärgern, wenn wir dem Gegner die Stärken gnadenlos wegnehmen und selber auf höchstem Niveau spielen. Wir dürfen uns eigentlich keine technischen Fehler erlauben und brauchen einen richtigen Flow. Dann gibt es eine kleine Chance, aber wir wissen natürlich um die Schwierigkeit der heutigen Aufgabe.

 

Jogi mal anders 

 

Jogi: Mein Spitzname – nicht Yogi oder Jogy.

 

Oberschenkel: Meine sind nicht die Dicksten, aber drahtig und schnell 🙂 Nach meiner Verletzung zum Ende der Hinrunde hoffe ich, dass er mir so schnell kein Problem mehr bereiten wird.

 

Gemeinschaft: Eine gute Gemeinschaft ist die Grundlage jedes Erfolgs. Wir beim TVB sind eine tolle Gemeinschaft wo die ehrenamtlichen Helfer viel zum Erfolg der Profimannschaft beisteuern. Dies wird von uns Spielern sehr wertgeschätzt und u.a. durch Manpower zurückgezahlt, wenn mal wieder das Most- und Rettichfest abgebaut werden muss 🙂

 

Instagram & Co: In den sozialen Medien bin ich unterwegs und versuche den Fans besondere Einblicke zu geben. Schaut doch einfach mal auf meinen Profilen vorbei … 😉

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