Stuttgart ringt Eulen nieder

Endstand-Stuttgart-Eulen

Aufatmen beim TVB 1898 Stuttgart. Im ersten Spiel nach der Trennung von Markus Baur feierte das Team beim direkten Konkurrenten Eulen Ludwigshafen einen 25:24 (10:11)-Erfolg. Neben einem gut aufgelegten Johannes Bitter war Dominik Weiß der Matchwinner, der in der Schlussphase seine Mannschaft mit fünf Toren in Folge fast alleine zum Sieg warf.

Nachdem die Gastgeber der Eulen mit 1:0 in Führung gegangenen waren, übernahm zunehmend der TVB 1898 Stuttgart die Kontrolle über die Partie – nicht zuletzt dank Johannes Bitter. Der Keeper nahm Dennis Djozic einen Siebenmeter ab und ermöglichte es Sascha Pfattheicher, das 3:1 (7.) zu erzielen. Da Pascal Durak es kurz darauf von der Linie besser machte als sein Teamkollege, kamen die Eulen wieder auf einen Treffer heran.

In der 12. Minute wechselte Ben Matschke bereits zwischen den Pfosten. Er nahm den glücklosen Kevin Klier raus und brachte Roko Peribonio. Es war eine Entscheidung, die sich auszahlen sollte: Der neue Keeper parierte drei Bälle am Stück und wehrte auch einen Strafwurf von Bobby Schagen ab. So blieb das Spiel eng und Stuttgart konnte sich nicht entscheidend absetzen. Beim Stand von 7:9 aus Sicht der Hausherren legte Matschke schließlich die Auszeit.

Seine Ansprache sollte ebenso wie der Torwartwechsel Erfolg haben. Während Jürgen Schweikardt auf viele und schnelle Wechsel setzte, stabilisierte sich Ludwigshafen immer weiter und kam schließlich – in Überzahl – zum Ausgleich. Nach einem Block schaltet der Gastgeber schneller und Jonathan Scholz glich zum 10:10 (27.) aus.

Mit einer weiteren starken Parade ermöglichte es Peribonio in der verbleibenden Zeit gar, dass seine Mannschaft zum ersten Mal seit dem 1:0 in Führung ging. Scholz netzte 30 Sekunden vor dem Halbzeitpfiff zum 11:10 ein, die Halle feierte den Vorsprung, der zugleich die Pausenführung bedeutete, mit Standing Ovations.

Der erste Treffer nach Wiederanpfiff ging ebenfalls auf das Konto der Gastgeber, die ihren Vorsprung damit auf zwei Treffer erhöhten. Stuttgart ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken und drückte auf das Tempo. Mit einem 3:0-Lauf drehte das Schweikardt-Team den Rückstand und lag in der 33. Spielminute nach dem 13:12 durch Kraus wieder vorne.

Kurz darauf kassierte Stefan Salger eine Zeitstrafe, sodass Stuttgart erneut in Unterzahl agierte. David Schmidt nutzte die Überzahl für einen Doppelpack und eroberte die Führung damit wieder zurück. In den folgenden Minuten entwickelte sich eine ebenso enge wie umkämpfte Partie – und es ging Schlag auf Schlag. Beide Mannschaften erzielten ein Tor nach dem anderen.

Für Aufregung sorgte dabei der wiederholte Ausgleich von Salger. Peribonio konnte seinen Ball eigentlich abwehren und festhalten, fiel dann jedoch mit dem Ball in den Armen nach hinten. Schiedsrichter Ronald Klein stand genau auf der Linie und gab den Treffer, die Fernsehbilder bestätigten die Entscheidung.

Beim Stand von 19:18 für Ludwigshafen wurden die Gastgeber dann entscheidend geschwächt. Kai Dippe kassierte für eine ungeschickte Aktion seine dritte Zeitstrafe und musste die verbleibenden 14 Minuten von der Tribüne verfolgen. Simon Baumgarten nutzte die Überzahl und glich zum 19:19 (49.) aus.

In der Schlussphase schlug die Stunde von Dominik Weiß. Der Rückraumspieler netzte fünfmal in Folge ein und warf seine Mannschaft damit im Alleingang in Führung. Auch eine Deckungsumstellung auf eine 5:1-Formation stoppte den 2,09-Meter-Mann nicht. Sein 24:21 (59.) war die Vorentscheidung; auch, da Bitter zuvor gegen den freien Maximilian Haider pariert hatte. Trotz eines völlig obskuren Fehlpasses, der Ludwigshafen noch den Anschluss ermöglichte, konnte Stuttgart am Ende einen 25:24-Sieg feiern.

Quelle: Thomas Wagner, ZVW