Felix Lobedank im Portrait

Felix Lobedank wirft im Spiel gegen Leipzig

Hallo Lobo, zu allererst einmal die Frage: Wie geht es Dir?

Hi. Mir geht es mittlerweile wieder richtig gut. Die Reha verlief bis auf kleine Ausnahmen wie geplant. Ich kann mit der Mannschaft trainieren und habe die Belastungssteigerung insgesamt gut verkraftet. Natürlich liegt noch viel Arbeit vor mir, aber schmerzfrei Handball spielen zu können und – noch wichtiger – den Alltag zu bestreiten macht mich schon sehr froh. An dieser Stelle ein riesiges Dankeschön an unsere gesamte medizinische Abteilung.

 

Was ist eigentlich schlimmer, der Mannschaft nicht auf der Platte helfen zu können oder die schweißtreibenden Trainingseinheiten in der Reha?

Beides nervt, wenn es zu lange dauert. Aber bei den Trainingseinheiten merkt man relativ schnell einen Fortschritt. Zudem hatte ich ja permanent ein klares Ziel vor Augen. Deshalb sage ich ganz klar, das Zuschauen und die Passivität sind schlimmer.

 

Hast Du Dir für den Rest der Saison noch ein persönliches Ziel gesetzt?

Zunächst einmal möchte ich Handball vollkommen verletzungs- und schmerzfrei über einen längeren Zeitraum spielen. Und dann gilt es natürlich hart zu arbeiten, um der Mannschaft so schnell wie möglich wieder eine Hilfe zu sein. Nach einer so langen Verletzung ist die Freude auf diesen Sport und auf den Wettkampf enorm groß.

 

Sportlich kennen wir Dich als Kämpfer auf dem Feld. Doch wie sieht eigentlich die Privatperson Lobo aus?

Ich bin ein Familienmensch. So ein Alltag mit kleinen Kindern ist oft anstrengend aber vor allem sehr erfüllend. Wenn mal Zeit für mich bleibt, höre ich gerne Musik oder koche. Klingt alles ziemlich normal und unspektakulär.

 

Handball ist ein Sport der Vorbilder. Zu welchen Spielern hast Du in deiner Jugend aufgeschaut?

In der Bundesliga fand ich damals vor allem Magnus Wislander und Staffan Olsson super. Aber die Spieler meines Heimatvereins in Coburg waren immer die größten Vorbilder. Sie waren greifbar und jedes Wochenende live zu bewundern.

 

Wie wichtig ist es Dir, Deiner Rolle als Vorbild gerecht zu werden?

Zunächst einmal ist es wichtig, sich nicht zu verstellen und authentisch zu sein. Aber natürlich stehen wir auf dem Feld unter Beobachtung, vor allem die Jugendlichen schauen sich ja viel ab. Und daher geht es bei aller Leidenschaft, Kampf und Engagement auch darum, Achtung vor dem Gegner und dem Spiel zu zeigen.

 

Das Restprogramm in diesem Jahr hat es in sich. Mit Melsungen und den Löwen spielt ihr gegen zwei Topteams. Auf was wird es für euch ankommen?

Melsungen haben wir am ersten Spieltag geschlagen, die werden hochmotiviert auftreten. Dazu kommt, dass sie eine extrem robuste, athletische Mannschaft sind. Wir müssen dagegenhalten und versuchen, diese Schränke hinten in Bewegung zu bringen. Bei den Löwen eine Schwachstelle zu finden wird schwer, die sind einfach richtig stark. Wir müssen in den Spielen klug und ohne Angst agieren. Als Underdog können wir ohne Druck aufspielen, können alles was wir haben raushauen.

 

 

Felix mal anders 

Familienvater:

In der Rolle gehe ich komplett auf. Es bedeutet viel Verantwortung, mitunter stößt man an seine Grenzen. Unterm Strich ist es das Schönste, was es gibt.

 

Ernährung:

Eine bewusste, vollwertige Ernährung ist nicht nur für uns Sportler von großer Bedeutung. Ich achte auf Regionalität und kaufe wenn möglich Bio-Lebensmittel. Essen hat für mich aber auch eine soziale Komponente: zusammen schmeckt es besser als allein.

 

Linkshänder:

Man sagt uns Kreativität und Sensibilität nach. Obama ist Linkshänder, der aktuelle US-Präsident nicht, das sagt schon viel aus.

 

Instagram:

Meine jüngeren Mitspieler halten mich da auf dem aktuellen Stand. Ich bin eher der Follower, als der Poster. Meistens, wenn etwas Lustiges passiert, bin ich zu langsam und vergesse es aufzunehmen.

 

X-Box:  

Von Konsolen habe ich absolut keine Ahnung. I bims eher 1 Brettspieler.

 

Traum7: 

TW: Havard Martinsen

KM: Jens Bürkle

RM: Benjamin Herth

RL: Pavel Horak

LA: Frank „Litty“ Ettwein

RR: Cho Chi-hyo

RA: Dennis Wilke