Manuel Späth im Portrait

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Manuel, wolltest Du eigentlich schon immer Handballer werden, oder standen auch andere Berufe auf dem Wunschzettel?
Handball hat mir schon immer sehr viel bedeutet, aber eigentlich hatte ich nie wirklich damit gerechnet einmal Profi zu werden. Umso schöner ist es jetzt, dass ich mein Hobby zum Beruf machen konnte. Während meiner Schulzeit hatte ich den Wunsch später mal Architekt zu werden.

Wenn Du Dir ein Talent oder eine Eigenschaft wünschen könntest, welches wäre das und warum?
Darüber habe ich mir eigentlich noch nie wirklich Gedanken gemacht, weil ich es gut finde, dass jeder Mensch anders ist und seine individuellen Fähigkeiten und Eigenschaften hat. Zudem bin ich zufrieden mit dem was ich habe und wie ich bin. Ein wenig mehr musikalisches Talent wäre jedoch wünschenswert gewesen.

Handball ist ein Mannschaftssport – hast Du immer Menschen um Dich herum?
Die meiste Zeit auf jeden Fall. Wenn wir nicht mit der Mannschaft zusammen sind verbringe ich die Zeit natürlich am liebsten mit meiner Familie oder mit Freunden. Ab und zu braucht man allerdings auch mal Zeit für sich um ein bisschen abschalten zu können.

Welchen Lebenstraum willst Du Dir erfüllen?
Meine Frau Vanessa und ich wollen unbedingt eine Weltreise machen. Bisher war leider keine Zeit dafür, aber für die Zeit nach der Karriere steht das immer noch weit oben auf unserer Liste.

Das erste Drittel der Saison 2017/2018 ist vorbei. Wie fällt Dein bisheriges Hinrunden Fazit aus?
Meiner Meinung nach hätten wir 4 Punkte mehr holen können bzw. vielleicht sogar müssen. Allerdings darf man nicht vergessen, dass wir mit enormen Verletzungsproblemen zu kämpfen haben. Insofern bin ich optimistisch, dass wir uns diese Punkte wieder zurückholen können sobald einige Spieler wieder fit sind.

Mit über 450 Pflichtspielen auf höchstem Niveau bist Du ein wichtiger Führungsspieler im Team der WILD BOYS.  Wie nimmst Du diese Rolle wahr?
Jeder im Team trägt seinen Teil dazu bei, dass wir gemeinsam möglichst erfolgreich sind. Dabei ist es eigentlich auch egal wie viele Spiele jemand hat. Aber natürlich versuche ich immer mit gutem Beispiel voranzugehen und meine Stärken dort einzubringen wo sie benötigt werden.

Du bist viermaliger EHF-Pokalsieger – kommt mit dem TVB dein fünfter Titel hinzu?
Das wäre natürlich ein Traum mit dem TVB den ersten großen Titel der Vereinsgeschichte feiern zu können. Bis dahin ist es jedoch noch ein weiter Weg. Zunächst gilt es sich in der Liga zu etablieren und Schritt für Schritt nach vorne zu kommen.
Heute steht die Partie gegen den Rekordmeister Kiel an. Was erwartest Du von dem Spiel und wie wollt Ihr die Kieler ärgern?
Auch wenn es für die Kieler bislang noch nicht so gut läuft, sind sie nach wie vor ein absolutes Topteam und es ist immer etwas Besonderes gegen sie zu spielen. Obwohl wir Außenseiter in diesem Spiel sind, wollen wir versuchen mit unseren Fans im Rücken die Punkte in Stuttgart zu behalten. Hierfür muss aber jeder Einzelne an seine Leistungsgrenze gehen.

 

“Manuel mal anders”

Mimi Kraus: Hier könnte ich soviel sagen, dass es den Rahmen sprengen würde. Kurz gesagt, Mimi ist und bleibt Mimi. Jeder der ihn kennt weiß was ich damit meine. Auch wenn er einen manchmal zur Weißglut bringt muss man ihn einfach lieben. Über seine handballerischen Fähigkeiten braucht man sowieso nichts sagen.

Abwehrchef: Das Abwehrspiel hat mir schon immer Spaß gemacht und ich hatte in Göppingen mit Dalibor Anusic einen optimalen Lehrmeister. Jetzt versuche ich mit meiner Erfahrung meinen jüngeren Nebenleuten zu helfen. Eine gute Abwehrleistung ist aber immer der Verdienst aller Spieler.

Neuzugang: Da ich bisher noch nicht viele Vereinswechsel hatte war es für mich anfangs schon ein komisches Gefühl. Die Jungs haben mir es aber sehr einfach gemacht und mich super aufgenommen. Ich fühle mich hier beim TVB sehr wohl.

Urmel: Dieser Spitzname stammt noch aus meiner Zeit beim TSV Neuhausen und hat sich über die Jahre gehalten. Wie es dazu gekommen ist weiß ich auch nicht mehr so genau.

EHF-Pokal: Der erste internationale Titel mit Göppingen nach langer Zeit war einfach unbeschreiblich. Dass ich diesen Pokal mittlerweile insgesamt sogar viermal in die Höhe strecken durfte ist umso schöner.

Lieblingsreiseziel: Eigentlich habe ich kein Lieblingsreiseziel, da ich gerne neue Städte und Länder kennenlerne. Somit reisen wir selten mehrmals zum gleichen Ort.