TVB unterliegt den Recken

Die TSV Hannover-Burgdorf hat ihren Platz in der Spitzengruppe der Bundesliga behauptet. Gegen den TVB 1898 Stuttgart, der damit weiterhin auf Rang 13 bleibt, gelang den Recken vor 3272 Zuschauern ein insgesamt souveränes 27:20 (16:11).

Die Abwehrreihen hatten in der Anfangsphase noch nicht ihre Kompaktheit gefunden, die Recken legten nach einem Hüftwurf von Morten Olsen vor, konnten aber früh auch spielerische Lösungen wie nach Patrails Anspiel auf Brozovic zum 3:2 (5.) präsentieren. Auch Stuttgart konnte seine ersten beiden Angriffe ins Ziel bringen und hatte zur Not mit Jogi Bitter einen sicheren Rückhalt. Der Weltmeister von 2007 nahm gegen Casper Ullrich Mortensen einen Gegenstoß weg, der Olympiasieger war jedoch wenig später von der Siebenmeterlinie erfolgreich und Kai Häfner konnte wenig später auf 5:2 (9.) erhöhen. 

Die Wild Boys suchten ihr Glück in der Offensive auch mit dem zusätzlichen Feldspieler, was Brozovic mit einem Wurf ins verwaiste Tor zum 7:5 (14.) erstmals bestrafte. Wenig später musste Gästetrainer Markus Baur dann gleich zweimal in Auszeiten nachjustieren, bis auf sechs Tore (11:5) waren die Recken mit einer gut gestaffelten Abwehr und den Paraden von Martin Ziemer derweil enteilt. 

In der Folgezeit kamen die Schwaben ein wenig besser wieder in Schwung, vor allem die Rochade von Bobby Schagen in den rechten Rückraum belebte das Spiel. Fehler bestraften die Hausherren allerdings konsequent, insgesamt vier Gegentreffer ins leere Tor mussten die Stuttgarter bis zum Seitenwechsel (16:11) hinnehmen. 

Die Gäste mühten sich mit Wiederanpfiff, konnten allerdings den Rückstand nicht entscheidend verkürzen. Zwar konnte der kurz vor der Pause für Bitter eingewechselte Jonas Maier seine ersten Akzente setzen, doch vor allem im gebundenen Spiel unterliefen den Schwaben weiterhin zu viele Fehler. Zumal sich die Recken im Spiel Sechs-gegen-sechs dann auch auf eine kompaktere 6:0-Formation zurückziehen konnten. 

Der Rückstand blieb so über weite Strecken konstant, selbst ein kurzer Doppelschlag zum 18:14 (38.) vom eingewechselten Kai Häfner war keine Initialzündung, die Hannoveraner ließen sich nicht aus der Ruhe bringen und auch der nun im Spiel befindliche Malte Semisch konnte im Reckengehäuse seine Klasse unter Beweis stellen und ermöglichte auch das Wegziehen zum 24:15 (50.). 

Markus Baur nahm seine letzte Auszeit, erklärte die zwischenzeitliche erneute Umstellung auf den zusätzlichen Feldspieler für beendet. Die Recken hingegen begannen mit dem Durchwechseln, kurz vor der Auszeit war schon Publikumsliebling Lars Lehnhoff gekommen und wenig später durfte auch Dominik Kalafur seine Einsatzzeit sammeln. 

Der Youngster kassierte aber zunächst eine Zeitstrafe und seine Mitspieler schalteten etwas in den Sparmodus. Antonio Carlos Ortega sah sich fünf Minuten vor dem Ende beim 25:19 noch einmal zu einem kleinen Weckruf veranlasst und durch Rückraumtreffer von Fabian Böhm und Runar Karason brachten die Niedersachsen den Sieg sicher ins Ziel.

Quelle: Handball-world.news