Big Points für den TVB

Finn-Kretschmer-Wirft

Mit einer taktischen Galavorstellung in Angriff und Abwehr hat der vom Verletzungspech gebeutelte TVB Stuttgart dem gastgebenden TV  Hüttenberg im heutigen Sonntagsspiel die Grenzen aufgezeigt. Die Gäste ließen unter der Regie von Michael Schweickhardt den Ball geduldig laufen und vermieden Zweikampfsituationen. Die Gastgeber stellten nur nach der Roten Karte gegen Tomas Sklenak in der 17 Minute bis zur Halbzeitpause die Schwaben vor größere Aufgaben in der Deckung. Den Drei-Tore-Vorsprung zur Halbzeitpause vergrößerten die Schützlinge von Markus Baur jedoch nach dem Seitenwechsel zügig und feierten einen ungefährdeten Auswärtssieg. Nach dem 28:23 (14:11)-Erfolg hat Stuttgart neun Punkte auf dem Konto und hat sich auf vier Punkte vom TV Hüttenberg abgesetzt. Dieser rangiert auf Tabellenplatz 15. Bester Torschütze der Gastgeber war Dominik Mappes mit sieben Treffern, die gleiche Anzahl an Toren warf Bobby Schagen für Stuttgart.

Mit einer taktischen Galavorstellung in Angriff und Abwehr hat der vom Verletzungspech gebeutelte TVB Stuttgart dem gastgebenden TV Hüttenberg im heutigen Sonntagsspiel die Grenzen aufgezeigt. Die Gäste ließen unter der Regie von Michael Schweikhardt den Ball geduldig laufen und vermieden Zweikampfsituationen. Die Gastgeber stellten nur nach der Roten Karte gegen Tomas Sklenak in der 17 Minute bis zur Halbzeitpause die Schwaben vor größere Aufgaben in der Deckung. Den Drei-Tore-Vorsprung zur Halbzeitpause vergrößerten die Schützlinge von Markus Baur jedoch nach dem Seitenwechsel zügig und feierten einen ungefährdeten Auswärtssieg.

Mit großer Spannung erwarteten die über 2200 Zuschauer in der Sporthalle Gießen-Ost das Trainerdebüt von Emir Kurtagic. Dieser hatte vor zwei Wochen das vakant gewordene Traineramt übernommen. Im Vorfeld hatte der Gummersbacher betont, dass auf der linken Rückraumposition noch Verbesserungspotenzial zu heben sei. Mit dem jungen Tim Stefan setzte zu Beginn der Partie auch einer der Rohdiamanten auf der Position mit zwei Treffern Akzente. Doch die Stuttgarter zeigten sich trotz immensen Verletzungspechs von Beginn an hervorragend eingestellt auf die auch unter Kurtagic weiterhin praktizierte 3:2:1 Abwehr der Gäste. Angeführt von Routiniert Michael Schweikhardt rotierten der junge Max Häfner und der gelernte Rechtsaussen Bobby Schagen klug durch die gegnerischen Abwehrreihen. Auch die Abwehr der Schwaben bildet mit Weiss, Späth, Röthlisberger und Orlowski einen gut verschiebenden Defensivverbund, welcher den körperlich stark arbeitenden Moritz Zörb am Kreis gut in Schach hielt.

Nachdem Stefan gegen Bitter seinen ersten Fehlwurf notieren musste, übernahm Routinier Tomas Sklenak neben Dominik Mappes das Zepter im Rückraum. Doch der Aufritt des 35-jährigen stand an diesen Tag unter keinem guten Stern. Dem Tschechen unterliefen zwei Ballverluste kurz hintereinander. Nach einem Bodycheck, welcher den jungen Max Häfner am Kopf erwischte, zeigten die sicher leitenden Schiedsrichter dem Spielgestalter die Rote Karte. Eine nach Ansicht von TVH-Manger Lothar Weber durchaus zu diskutierende Entscheidung zumal das Umreissen des TVB-Akteurs Dominik Weiss, kurze Zeit später, nur mit einer 2-Minuten-Strafe geahndet wurde. Doch gerade in der Viertelstunde nach diesem Handicap bekamen die Gastgeber zum ersten Mal Zugriff auf die Stuttgarter Angreifer. Angefeuert von der lautstarken Kulisse verkürzten die Blau-Roten den zwischenzeitlich schon auf 5 Tore angewachsenen Rückstand bis zur Halbzeit auf 8:11. Dass dieser moderate Rückstand trotz einer Zahl von 8 einfachen technischen Fehlern den Pausenstand darstellt, machte dem Hüttenberger Anhang Mut für die zweite Hälfte. Die Gäste betrieben ein aufwändiges Laufspiel und hatten ihren Kader mit drei Nachwuchsakteuren ergänzt, von welchen aber keiner zum Einsatz kam.

Doch beim Pausentee hatten TVB-Coach die richtigen Worte gefunden. Seine Schützlinge knüpften nahtlos an den Beginn der Partie an. Abwehrchef Späth sah den Schlüssel für den Erfolg in der Abwehrleistung: “Wir waren sehr gut eingestellt, obwohl wir aufgrund der Verletzungen keine ideale Vorbereitung hatten. Nach der Rückkehr unserer beiden Auswahlspieler blieben uns nur drei Tage.” In Hälfte Zwei agierte die Stuttgarter Abwehrrreihe auch offensiver, da der Vladan Lipovina einige Mal von jenseits der 9-Meter-Linie getroffen hatte.

Auch wenn Neu-Coach die gesamte Breite des Kaders nutzte und zwischenzeitlich mit den Isländer Johansson einen Linkshänder auf auf die Mittelposition beorderte, verwalteten die Gäste den Vorsprung. Ein wichtiger Faktor wurde in Hälfte Zwei auch Torhüter Johannes Bitter, welcher mit insgesamt 12 spektakulären Paraden die durchbrechenden TVH-Angreifer entnervte. Auf der Gegenseite fanden sowohl Ritschel als auch Schomburg nie zu einer Abstimmung mit ihren Vorderleuten. Rechtsaußen Daniel Wernig machte direkt nach dem Spiel zwei Faktoren für die Niederlage aus: “Von der Bank kamen heute keine Impulse und Stuttgart hat das im Angriff sehr gut gespielt. Michael Schweikhardt hat ständig zwei Abwehrspieler auf sich gezogen und seine Mitspieler sind effizient die die Lücken gestoßen. Da hatten dann auch unsere Torhüter einen undankbaren Job.” Nach dem Spiel machte Gästecoach Baur seinen  Spielern ein “Riesenkompliment” und betonte ebenfalls die überdurchschnittliche Wurfeffizienz.”

TVB-Manager Jürgen Schweikhardt hatte ein derart flüssiges Spiel seiner Mannschaft in dieser Saison noch nicht gesehen: “Man hatte schon am Morgen im Hotel gesehen, dass die Mannschaft vor dieser Hüttenberger Deckung einen sehr großen Respekt hatte und dementsprechend konzentriert war die Leistung. Jeder kann die Tabelle lesen und sich ausrechnen, in welcher Lage wir uns im Falle einer Niederlage befunden hätten.” Trotz misslungener Heimpremiere blickte TVH-Coach schon auf das nächste Spiel: “Wir müssen das schnell abhaken. Vielleicht hat die Mannschaft zuviel gewollt. Da kamen dann einige Aspekte wie technische Fehler, Torhüterleistung und mangelnde Geduld in der Abwehr zusammen.”

Quelle: handball-world.news