Stimmen zum Minden-Spiel

Markus Baur: Der Unterschied war der, dass wir durch Jogi 15 Paraden mehr hatten, aber dafür auch 15 technische Fehler im Angriff mehr. Deshalb ist das Unentschieden auch berechtigt. Wir haben in einer Aufstellung gespielt, in der wir so nur selten spielen. Ich muss meiner Mannschaft ein Kompliment aussprechen, wie sie den Gegner bekämpft haben und wie sie aufgetreten sind. Nachdem Marian und Mimi ausgefallen sind, hab ich gewusst, dass das heute ein enges Ding wird, aber ich habe auch gewusst, dass die Mannschaft dadurch enger zusammen wächst, weil einfach keine anderen Alternativen da sind. Vom Auftritt her und von der Bereitschaft ein riesen Kompliment, wie die Mannschaft die Rückschläge aufgenommen hat.

Jürgen Schweikardt: Jogi hat heute wieder super gut gehalten, da brauchen wir nicht drüber reden. Wir haben auch in der Abwehr die Rückrauswürfe gut verteidigt, da will ich Manuel Späth besonders hervorrufen, der heute absoluter Führungsspieler im Angriff sowie in der Abwehr war. Aufgrund der Verletzungsmisere waren wir heute der Underdog, der sich einen Punkt geholt hat, welcher sehr sehr wichtig für uns ist. Wir waren bis zum Ende im Rennen, waren auch kurz davor das Spiel zu gewinnen. Letztendlich sind wir aber froh über einen gewonnenen Punkt. Uns tun die 2 Wochen Pause mehr als gut.

Frank Carstens (Trainer GWD Minden): Wenn man einen 7-Meter in der Schlusssekunde bekommt, dann kann man normalerweise davon ausgehen, dass man dann mit zwei Punkten nach Hause fährt. Aber ich denke heute war ganz wenig normal, am aller wenigsten unsere Chancenverwertung. Heute haben wir ein Duell gesehen: Minden gegen Bitter. Auf den Punkt gebracht, spiegelt die letze Szene genau das ganze Spiel wider. Wir haben uns gute Möglichkeiten erspielt, hatten freie Wurfchancen aus dem Rückraum. Insofern kann ich meinem Team nicht viele Vorwürfe machen, was das Angriffsspiel angeht. In der Verteidigung haben wir sehr gut angefangen und hatten dann eine Phase gehabt, in der wir ein bisschen vom Tempo der Stuttgarter überrascht waren. Max Häfner hat enorme Inspiration auf Seiten der Stuttgarter entfacht und uns vor Probleme gestellt. Trotzdem haben wir gute Chancen bekommen in der zweiten Halbzeit und uns nochmal ein paar Bälle geholt und uns die Chance gegeben, dieses Spiel zu gewinnen. Am Ende ist es ein gerechtes Unentschieden und wir sind zufrieden, dass wir hier gepunktet haben.
Frank von Behren (sportlicher Leiter GWD Minden): Johannes Bitter war heute der Knackpunkt, er hat heute unfassbare Dinge gehalten. Wir haben aber auch etwas naiv geworfen. Der letzte 7-Meter war wirklich das Spiegelbild dieses Spiels. Insgesamt geht das Unentschieden so in Ordnung. Stuttgart hat an sich geglaubt und unheimlich gekämpft und alles in die Waagschale geworfen bei den vielen Verletzungen. Für uns war der Punkt aber auch wichtig, wir haben uns hier natürlich etwas ausgerechnet. Jetzt haben wir erstmal Pause, danach kommen wichtige Spiele und insofern kann man diesen Auftakt hier als gelungen bezeichnen. Wir sind weiterhin im Soll.