5 TVBler treffen auf Ex-Club

Spaeth-Baumgarten

Für fünf TVB-Spieler ist das Derby unter dem Hohenstaufen am Sonntag ein ganz besonderes Spiel: Manuel Späth, Michael Kraus, Felix Lobedank, Michael Schweikardt und Simon Baumgarten trugen zusammen 33 Jahre lang das grün-weiße Göppinger Trikot.

Seit dem Jahr 2004 spielt Simon Baumgarten beim TVB, zwischen 2005 und 2007 war er per Doppelspielrecht für Frischauf am Ball. Zehn Jahre sind eine lange Zeit im Handball, übermäßig viele Weggefährten aus dieser Zeit wird der 32-Jährige beim Wiedersehen in der EWS-Arena – die zu Baumgartens Zeit übrigens noch Hohenstaufenhalle hieß – am Sonntag vermutlich nicht mehr treffen.

Manuel Späth freut sich auf die bekannten Gesichter
Ganz frisch dagegen sind die Erinnerungen bei Manuel Späth, der erst zu dieser Saison die Seiten gewechselt hat. Elf Jahre spielte der Kreisläufer für Göppingen, nun tritt er gegen seine langjährigen Kollegen an. „Bis zum Spiel in Berlin am Donnerstag habe ich mir nicht so viele Gedanken gemacht, wie das sein wird“, sagte Späth am Freitagvormittag, kurz bevor er sich zusammen mit seinen neuen Mannschaftskameraden in den Flieger zurück nach Stuttgart setzte.

Je näher allerdings das Spiel rücke, desto öfter denke er an die Rückkehr in die EWS-Arena. „Ich freue mich sehr, die vielen bekannten Gesichter zu sehen. Das wird sicher auch ein gutes Spiel“ – wobei Späth in diesem Fall mit einer Heimniederlage ausnahmsweise gut leben könnte. „Natürlich ist Göppingen Favorit, aber wir brauchen uns nicht zu verstecken.“ Schließlich habe der TVB in Berlin gezeigt, dass er nahezu in jeder Halle in der Lage sei zu punkten.

Kraus wird spielen, trotz eines gebrochenen Fingers
Michael Kraus kennt – im Gegensatz zu Späth – das Gefühl, gegen seinen Ex-Club zu spielen. Im Hinspiel der vergangenen Saison war der Spielmacher mit acht Toren der erfolgreichste Werfer, verhinderte die 29:35-Niederlage des TVB in der ausverkauften Porsche-Arena aber auch nicht. Viel besser schmeckte Kraus das Rückspiel – auch wenn er wegen eines Handbruchs das Derby nur als Zuschauer verfolgte. Nach einer starken Leistung sicherte sich der TVB mit dem 26:26-Unentschieden am finalen Spieltag den Ligaverbleib.

Fast hätte Kraus erneut das zweite Kräftemessen mit seinem Ex-Club verpasst. Nicht indes wegen der Rückenprobleme, die ihn seit drei Wochen plagen. Gegen die Eulen Ludwigshafen brach er sich den Ringfinger der linken Hand – was ihn aber nicht davon abhielt, in Berlin aufzulaufen. „Es tut zwar höllisch weh“, so Kraus. „Aber die Schiene am Finger ist super.“ Der 33-Jährige wird also auch am Sonntag wieder auf die Zähne beißen. In einem Spiel, vor dem er nicht besonders aufgeregt ist. „Das war früher anders, als ich mit dem HSV oder Lemgo gegen Göppingen spielte.“ Mittlerweile habe er genügend Routine, mit solchen Situationen umzugehen.

Keine Partie wie jede andere
Trotzdem sei das Derby keine Partie wie jede andere. „Wenn der Spielplan raus ist, schaut jeder gleich, wann das Spiel gegen Göppingen ist“, sagt Kraus. „Für die Region hier sind das doch tolle Spiele.“ Wobei die Unterschiede zwischen den beiden Mannschaften längst nicht mehr so groß seien wie früher, findet Kraus. „Der TVB hat den Abstand verringert. Wir fahren nach Göppingen und wollen dort was mitnehmen.“

Quelle: Thomas Wagner, ZVW