TVB beim heimstarken SC Magdeburg gefordert

Der TVB 1898 Stuttgart ist durch die Heimniederlage am Gründonnerstag gegen die HSG Wetzlar auf einen Abstiegsplatz zurückgefallen. Ausgerechnet jetzt muss das Team am Mittwoch beim SC Magdeburg antreten, der derzeit auf dem fünften Rang in der DKB Handball Bundesliga liegt.

Mit einer Riesensensation endeten die Spiele am Ostersamstag. Der Tabellensechzehnte TBV Lemgo schlug den THW Kiel mit 34:30. Dadurch schob sich das Team aus dem Lipperland mit 15 Zählern auf Platz 13. Die darüber stehenden Teams scheinen nichts mehr mit dem Abstieg zu tun zu haben. Deshalb kann wohl unwidersprochen behauptet werden, dass die sechs Mannschaften unterhalb vom TSV GWD Minden, der den HBW Balingen-Weilstettten mit 25:22 besiegte, den Abstieg unter sich ausmachen werden. Dazu gehört auch der ruhmreiche VfL Gummersbach, der am Ostermontag in Leipzig knapp mit 25:27 unterlag. Den Sprung von den Abstiegsplätzen machte dagegen der Bergische HC. Die Löwen besiegten den wesentlich höher eingeschätzten HC Erlangen mit 28:26. Das Tabellenende ziert nach wie vor der HSC Coburg, der gegen MT Melsungen mit 25:28 unterlag. Aber nicht nur im Kampf um den Klassenerhalt geht es spannend zu, auch im Titelrennen ist es ganz eng. Durch die etwas überraschende 32:34 Niederlage des bisherigen Tabellenführers Flensburg-Handewitt bei den Berliner Füchsen schoben sich die Rhein-Neckar Löwen durch einen 24:28 Erfolg im Landesderby in Göppingen an den Schleswig-Holsteinern vorbei auf den ersten Tabellenplatz. Auch hier ist weiterhin mit einem engen Kopf-Kopf-Rennen zu rechnen.

Nun muss der TVB Stuttgart ausgerechnet nach Magdeburg reisen. In der dortigen GETEC Arena konnten bisher nur der SC DHfK Keipzig, die Berliner Füchse, die SG Flensburg-Handewitt und Hannover-Burgdorf Punkte entführen. Auch der aktuelle Tabellenführer Rhein-Neckar Löwen unterlagen an der Elbe. Und da soll nun der Rangsechzehnte etwas holen? Vielleicht gelingt dem Team von Trainer Markus Baur nun auch einmal eine Sensation, wie sie Balingen mit dem Erfolg in Hannover oder aktuell der TBV Lemgo mit dem 34:30 Heimsieg gegen den THW Kiel bereits schafften. Ein solches Erfolgserlebnis wäre nun auch enorm wichtig für das Team aus der baden-württembergischen Landeshauptstadt. Das Hinspiel macht den WILD BOYS Mut. In der SCHARRena unterlag die damalige Heimmannschaft nur sehr knapp mit 31:32 und hatte in dieser Partie erst neun Sekunden vor dem Ende den Treffer zum Endstand hinnehmen müssen. „Wenn wir so spielen wie in Kiel, werden wir die noch fehlenden Punkte holen“, hatte sich TVB-Trainer Markus Baur zuversichtlich geäußert. Nun können die WILD BOYS auch nicht in jedem Spiel eine so schlechte Chancenverwertung aufweisen wie zuletzt gegen die HSG Wetzlar. „Unser Torhüter Benjamin Buric hat heute eine Weltklasseleistung gezeigt“, lobte Kai Wandschneider seinen Schlussmann, der auf insgesamt 23 Paraden kam. Eine ähnlich starke Vorstellung bot vor allem in der 1. Halbzeit auch WILD BOY Johannes Bitter. Dessen Paraden sollten am Ende aber nicht reichen, um den Sieg zu sichern. Der Torwart wird aber in Magdeburg erneut eine überdurchschnittliche Leistung zeigen müssen, soll es mit einer Überraschung klappen. „Wir sind zwar klarer Außenseiter, die Punkte werden wir aber trotzdem nicht kampflos abgeben“, hofft Trainer Markus Baur in Magdeburg auf eine Trotzreaktion seiner Mannschaft.

Quelle: Joachim Gröser, TVB