TVB muss ins Bergische Land

Jetzt geht es also wieder los. Nach der Weltmeisterschaft in Frankreich steht nun am Wochenende der 19. Spieltag der DKB Handball Bundesliga auf dem Programm. Dabei wartet auf den TVB 1898 Stuttgart am Samstag (19.00 Uhr,  Klingenhalle Solingen) beim Tabellenschlusslicht Bergischer HC ein ganz schweres Auswärtsspiel.

 

Am Mittwoch fanden bereits vier vorgezogene Spiele statt. Und die hatten es in sich. Besonders das Nordderby zwischen der SG Flensburg-Handewitt und dem THW Kiel war ein echter Leckerbissen. Die Flensburger gewannen knapp mit 29:28, wobei sich die Experten einig waren: Ein Unentschieden wäre gerechter gewesen. Starke Torhüterleistungen von Matthias Andersson und Niklas Landlin sowie ein wie entfesselt aufspielender Holger Glandorf prägten das packende Spiel. Etwas entspannter konnten sich da die Anhänger von Frisch-Auf Göppingen beim klaren 34:24 Erfolg gegen den TSV GWD Minden zurücklehnen. Ein starker Primoz Prost zog den Gästen aus Ostwestfalen den Zahn. Lokalrivale HBW Balingen-Weilstetten, am 27.01.2017 noch in Wössingen bei Karlsruhe bei einem Benefizspiel zugunsten der Aktion Mensch unterwegs, unterlag in der heimischen SparkassenArena dem SC Magdeburg mit 30:35. Damit bleibt der HBW auf dem 15. Rang, der am Ende den Klassenerhalt bedeuten würde.

 

Den ersten Abstiegsplatz belegt derzeit noch der TVB 1898 Stuttgart. Aber davon wollen die Schwaben schnellstmöglich weg, am besten schon am Samstag nach der Partie beim Bergischen HC. Aber das wird kein Honigschlecken für das Team von Trainer Markus Baur. Ganz im Gegenteil. Den TVB erwartet ein Kampf auf Biegen und Brechen. Die Gastgeber dürfen sich in der heimischen Solinger Klingenhalle keine Niederlage leisten. Dafür haben die Bergischen Löwen ihren Sportdirektor Viktor Szilagyi reaktiviert, der aber auch zugibt, dass ihm die Vorbereitung nicht leicht gefallen ist. Er hat sich aber durchgebissen und wird auf jeden Fall bis zum Ende der Runde spielen, um den Klassenerhalt doch noch unter Dach und Fach zu bringen. Man sieht also, an der Wupper hat man sich noch lange nicht aufgegeben. In der Rückrunde sollen acht Siege her, so jedenfalls die Vorgabe des Vereins. Soll dieses Vorhaben gelingen, muss unbedingt ein Sieg über den TVB 1898 Stuttgart her. „Da wird uns einiges erwarten“, weiß Coach Markus Baur, der aber dennoch zuversichtlich in die kommende Aufgabe geht. Alle Spieler, die vor Jahreswechsel noch verletzungsbedingt passen mussten, stehen wieder zur Verfügung. Ob es allerdings für Djibril M’Bengue schon für einen Einsatz in der DKB Handball Bundesliga reicht, ist abzuwarten. Am letzten Sonntag hielt er jedenfalls beim Württembergligaspiel bei der HSG Schönbuch sehr gut durch und wird sich weiter steigern. Unterdessen schreiten die Planungen bei den WILD BOYS für die kommende Runde weiter voran. Mit Max Häfner, dem Bruder von Europameister Kai Häfner, konnte TVB Geschäftsführer Jürgen Schweikardt einen talentierten Spieler verpflichten. Der 20jährige Rechtshänder spielt derzeit noch beim Baden-Württemberg Oberligisten TSB Schwäbisch Gmünd.