In BLAU-WEIß zum Heimspiel

Um den Zusammenhalt auch auf den Rängen zu zeigen, bittet der TVB seine Fans am Freitag in den TVB-Farben blau und weiß zum Heimspiel in die SCHARRena zu kommen!

Die Verletztenmisere macht es den WILD BOYS zurzeit schwer zu punkten. Daher das Positive zuerst: Trotz der Niederlage bei der HSG Wetzlar bleibt der TVB 1898 Stuttgart auf Rang 15, der den Klassenerhalt bedeutet. Dafür sorgten die Füchse Berlin (26:24 gegen den TBV Lemgo), die SG Flensburg-Handewitt (32:29 beim Bergischen HC) und der HC Erlangen (26:24 im fränkischen Derby gegen Coburg). Trotzdem bleibt die Lage bei den WILD BOYS aber weiterhin angespannt. Vor allem auch aufgrund der langen Verletztenliste. Mit Johannes Bitter, Can Celebi, Djibril M’Bengue und Tobias Schimmelbauer fallen gleich vier Stammspieler schon seit Wochen aus. Da ist es für Trainer Markus Baur natürlich schwer, eine schlagkräftige Mannschaft auf die Beine zu stellen. Dass es trotzdem gelingen kann, haben die Anhänger des TVB 1898 Stuttgart im Derby gegen Frisch Auf Göppingen gesehen, als die Gastgeber einen hohen Rückstand in der zweiten Halbzeit fast noch aufgeholt haben. Bis auf vier Tore waren die WILD BOYS dran, dann wurde eine freie Tormöglichkeit vergeben und im Gegenzug machten die Gäste aus dem Filstal dann alles klar.

 

Das darf nun am Freitag nicht passieren. Die Gäste aus Minden müssen unbedingt besiegt werden. Aber das wird alles andere als einfach. Der Aufsteiger aus Ostwestfalen bezwang am letzten Spieltag den stärker eingeschätzten VfL Gummersbach mit 26:23 und konnte sich mit diesem Erfolg erstmals aus der Gefahrenzone verabschieden. Doch auch der TBV Lemgo, SC Magdeburg, HC Erlangen und HSC Coburg bekamen schon die Stärke der Ostwestfalen zu spüren. Hoffnung auf ein positives Abschneiden am Freitag macht den WILD BOYS allerdings die Niederlage der Grün-Weißen beim Tabellenletzten Bergischer HC.

 

Insgesamt hat der TSV GWD Minden eine sehr große Tradition. Die drei Buchstaben „GWD“ im Vereinsnamen stehen dafür. Unter Grün-Weiß Dankersen gelangen dem Verein eine Meisterschaft (1967) sowie drei Vizemeistertitel im Großfeldhandball, der bis in die 70er Jahre gespielt wurde. Obwohl man für die Halle immer wieder sehr namhafte Spieler verpflichtete, reichte es nie zum wirklich großen Durchbruch. Zu allem Übel stieg der Traditionsverein mehrfach aus der Bundesliga ab, schaffte aber immer den Wiederaufstieg. So auch in der letzten Runde, als sich die Mindener in der Zweiten Bundesliga ganz klar durchsetzen konnten. In den letzten Jahren wurde auch die Jugendarbeit groß geschrieben. Vier Akteure aus den eigenen Reihen schafften den Sprung in den Kader der Mindener, der sich ansonsten bis auf wenige Ausnahmen aus internationalen Stars zusammensetzt. Bekanntester Akteur ist wohl der 37jährige Schwede Dalibor Doder, der 2010 vom spanischen Erstligisten Ademar Leon nach Ostwestfalen wechselte. Wie er spielen auch andere Akteure schon seit Jahren bei GWD Minden. Dies zeugt von einer sehr gut eingespielten Mannschaft.

 

Am Freitag zählt für den TVB 1898 Stuttgart nur ein Sieg, will man nicht noch weiter in der Tabelle abrutschen. Dazu benötigt es aber einer konstanteren Leistung als in den letzten Spielen. „Eine solche Vorstellung wie in der ersten Halbzeit gegen Göppingen dürfen wir uns auf gar keinen Fall erlauben“, stellt TVB 1898 Stuttgart Coach Markus Baur fest und fordert: „Wir müssen von der ersten bis zur letzten Minute an hellwach sein.“  Nur so kann man in der DKB Handball Bundesliga bestehen und gegen den starken Neuling GWD Minden gewinnen. Und TVB 1898 Stuttgart Geschäftsführer Jürgen Schweikardt ergänzt: „Wir wollen am Freitag mit einer ganz starken Leistung unser treues Publikum versöhnen.“ Bei einer solchen Zielsetzung der Mannschaft müsste es klappen mit einem Erfolg gegen Minden.

Quelle: Joachim Gröser, TVB