U19 rutscht ins Mittelfeld ab

Nach der schlechten Leistung und der Niederlage gegen die A-Jugend von Frischauf Göppingen am vergangenen Samstag kam mit der SG Meißenheim/Nonnenweier ein Gegner aus der unteren Tabellenhälfte in die Gemeindehalle nach Bittenfeld. Nach dem Punktestand ein lösbarer Gegner, aber Meißenheim hatte beim letzten Spieltag durch ein Unentschieden gegen Zweibrücken aufhorchen lassen, stand im Jahr zuvor zudem mit der identischen Mannschaft im Viertelfinale um die Deutsche-B-Jugend-Meisterschaft. Hinzu kam mit den verletzungs- und krankheitsbedingten Ausfällen von Kapitän Lukas Hochwimmer, AdrianU19 rutscht ins Mittelfeld ab. Beurer, Yannik Bindel sowie den angeschlagenen und nur bedingt einsetzbaren Jonathan Buck, Joshua Hossfeld und Levi Fröschle eine erheblich Schwächung des Bittenfelder Kaders.
Die Bittenfelder A-Jugend begann konzentriert in der Abwehr und zeigte im Angriff viel Spiellaune. Es wurde nicht zwingend der schnelle Abschluss gesucht, sondern auch der kluge Passe zum Nebenmann genutzt. Da Meißenheim kaum einen Weg durch die Bittenfelder Abwehr fand, stand es nach einem sehenswerten Gegenstoß in der 13. Minute durch Nick Haspinger souverän 6:2 für Bittenfeld. Allerdings verpasste man es in dieser Phase den Vorsprung noch weiter zu erhöhen, dies sollte sich später rächen. Nach einer Auszeit der Gäste wurde das Meißenheimer Spiel aggressiver und besser, bei den Young boys schlichen sich immer mehr technische Fehler wie ungenaue Pässe ins Spiel. Meißenheim kam auf 8:6 heran und die Unsicherheit bei der Bittenfelder Mannschaft stieg spürbar. Starke Einzelaktionen und vier Tore in Folge von Jannis Brinz sicherten die Führung zur Halbzeit mit 13:11.
Nach der Pause ging die schwache Phase unverändert weiter. Weiterhin zahlreiche Fehler im Passspiel, mangelnde Aggressivität in der Abwehr aber gute Einzelaktionen aus dem Rückraum sorgten noch für die umkämpfte 18:16-Führung von Bittenfeld nach 40 Minuten. Danach kippte das Spiel:
Zwei strittige 2-Minutenstrafen gegen Bittenfeld und zwei 7m-Strafwürfe für Meißenheim innerhalb von 4 Minuten führten zu einem 18:20 Rückstand. Meißenheim bekam immer mehr Oberwasser, die Unsicherheit nach den Niederlagen aus den letzten Spielen bei Bittenfeld wuchs weiter und Meißenheim baute den Vorsprung auf 20:24 aus. Trainer Jörg Ebermann nutzte eine Auszeit von Meißenheim, seine Mannschaft umzustellen und noch einmal zu motivieren. Bittenfeld kämpfte und konnte in der 57. Minute durch Sven Petersen die umjubelte 27:26 Führung erzielen. Allerdings hielt der Jubel nicht lange an, ein Pfostentreffer beim Stand von 27:27, starke Paraden des Meißenheimer Torhüters sowie ein erneuter Pfostentreffer in der Schlusssekunde sorgten am Ende für einen glücklichen 28:29 Sieg von Meißenheim.
Die Leistung der Bittenfelder A-Jugend war zwar deutlich besser als vor einer Woche gegen Göppingen, die Verunsicherung in der Mannschaft ist aber deutlich an den zahlreichen technischen Fehler zu spüren. Trotz der Schwächung des Kaders hätte dieses Spiel gewonnen werden können. 18 Gegentore in der zweiten Halbzeit zeigen auch das Hauptproblem bei der Niederlagen gegen Meißenheim, die mangelnde Aggressivität und das fehlende Verschieben und gegenseitiges Aushelfen in der Abwehr.
Es spielten : Lehmann, Rica-Kovac, Sauter (2/2), Schnetzer (1), Hoßfeld (1), Korpics, Buck, Haspinger (6/2), Qual (1), Fröschle, Schweikhardt (3), Petersen (8), Brinz (6), Raff