Auswärts beim Spitzenreiter

SV Remshalden (1. Platz, 13:5 Punkte) – TV Bittenfeld II (9. Platz, 9:9 Punkte; Sonntag, 17 Uhr).

Am Tag nach seiner Zusage, die Arbeit in Remshalden für zwei weitere Jahre fortzusetzen, erhielt Schurr ein Angebot, zur kommenden Spielzeit Chefcoach beim SV Kornwestheim, derzeit Tabellenerster in der BW-Oberliga, zu werden. So steht’s in einer gemeinsamen Presseerklärung von SVR-Abteilungsleitung und Schurr. Er habe daraufhin die Remshaldener darüber informiert, die Chance gerne nutzen zu wollen. Die gaben grünes Licht. Der Sportliche Leiter Fridger Koltermann: „Wir hätten uns selbstverständlich sehr gefreut, wenn Alex bei uns geblieben wäre, da wir mit seiner akribischen Arbeit, aber auch mit seiner Persönlichkeit sehr zufrieden sind. Jedoch wollen wir ihm keine Steine in den Weg legen. Alex ist jetzt bald neun Jahre bei uns, da geht man fair und respektvoll miteinander um.“ Die Suche nach einem Nachfolger Schurrs hat begonnen.

Der ist sehr erfolgreich mit der SVR, das Team ist Tabellenführer. Momentan läuft es allerdings nicht rund, zuletzt setzte es ein 25:28 in Leonberg. Der Hauptgrund für den Trainer: „Wir haben zu viele Verletzte.“ Mit Oliver Ruge, der mit Knieproblemen auf unbestimmte Zeit ausfallen wird, und Marian Rascher, der die Saison nach einer Ellenbogen-OP vielleicht gänzlich abhaken muss, werden zwei starke Spieler im Abwehr-Mittelblock und Rückraum schmerzlich vermisst. Deshalb sind jetzt Akteure mit weniger Spielpraxis gefordert: Carsten Röhrle sowie die Talente Oliver Klingler (18) und Marvin Klein (19).

Als Ausrede will der zum Saisonende scheidende Coach die personelle Situation aber nicht gelten lassen. Mit der Leistung in Leonberg war er unzufrieden. „Wir hatten eine Trefferquote von unter 50 Prozent.“ Gegen Bittenfeld sieht er sein Team nicht als Favorit. „Es wird ein offenes Spiel.“

Der TVB II hatte zuletzt ein spielfreies Wochenende. Das war sehr willkommen, denn auch dieses Team plagen Personalsorgen. Aufgrund von Verletzungen und Erkrankungen hätten gleich mehrere Spieler gefehlt, sagt Coach Roland Wissmann. Am Sonntag werden wohl fast alle wieder mit dabei sein. Unwahrscheinlich ist allerdings der Einsatz von Wissmanns Sohn Kai (Bänderdehnung), zudem wird Alexander Heib wohl erneut im Erstliga-Kader stehen.

Auch die Partie vor der Spielpause war für Bittenfeld II ein Derby. 42:37 gewann es beim Aufsteiger TSV Alfdorf/Lorch. Wissmann: „In der Abwehr war’s bei uns gar nichts.“ Weil es vorne jedoch richtig gut lief, waren die vielen Gegentore zu verschmerzen. In der Stegwiesenhalle in Geradstetten wird die Abwehr des TVB wesentlich besser stehen müssen. Ziel sei es, diesmal gegen Remshalden besser aufzutreten als bei der Zehn-Tore-Pleite im vergangenen Jahr. „Jetzt haben die Remshaldener gerade ein bisschen einen Hänger. Ich hoffe, den haben sie am Sonntag auch.“

Quelle: Waiblinger Kreiszeitung