Am Sonntag in Alfdorf

Zweimal Derby-Zeit in der Handball-Württembergliga der Männer: In der Alfdorfer Sporthalle empfängt der Aufsteiger TSV Alfdorf/Lorch den TV Bittenfeld II – und hofft im fünften Anlauf auf den ersten Heimsieg. Der VfL Waiblingen will sein Punktekonto gegen den Tabellenzweiten TSV Schmiden ausgleichen.

TSV Alfdorf/Lorch (10. Platz, 7:9 Punkte) – TV Bittenfeld II (9. Platz, 7:9 Punkte/Sonntag, 17 Uhr). Mit zuletzt 5:1 Punkten – den Siegen in Schönbuch und Altensteig und dem Unentschieden zu Hause gegen die SG Leonberg/Eltingen – kann sich die Ausbeute des TSV Alfdorf/Lorch sehen lassen. Allerdings fehlt noch immer der erste Heimsieg. Dieser soll am Sonntag gegen die Bundesligareserve des TV Bittenfeld folgen.

Für Daniel Wieczorek ist das keine leichte Aufgabe, aber vor Ehrfurcht erstarren müsse seine Mannschaft auch nicht. „Der TVB hat eine gut ausgebildete, junge Mannschaft“, sagt der Trainer. „Wenn der TVB über das Tempo kommen kann, zeigt er eine gute Qualität.“ Auch erfahrene Ex-Bundesligaspieler mischten in der jungen Mannschaft mit. Für den Trainer ist es letztlich egal, welche Namen sich als Gegner aufstellen. Er orientiere sich nicht an den Namen, sondern an diversen Spielsituationen des Gegners. Der Sieg des TSV in Altensteig jedenfalls sei wichtig gewesen, um nicht in den Keller der Tabelle zu rutschen.

Die personelle Situation zeigt keine Verbesserung. Sos, die Gebrüder Bareiß und Marcel Spindler müssen sich weiterhin mit der Zuschauerrolle zufriedengeben. Für Wieczorek mittlerweile ein leidiges Thema. „Wir haben in den letzten Trainingseinheiten und Spielen Alternativen geschaffen.“ Die Konzentration liege darauf, die vorhandenen Lösungen zu stärken und zu verbessern. Mithelfen soll wieder ein Neuzugang, der am Sonntag sein drittes Spiel im TSV-Trikot bestreiten wird: David Pistorius spielte zuletzt bei der HSG Wangen/Börtlingen.

Überraschend wenig Probleme hatte die Erstliga-Reserve des TVB zuletzt im Derby gegen die SF Schwaikheim – das 32:27 spricht eine klare Sprache. „Ich denke, wir hatten die Sportfreunde im Griff“, sagt der TVB-Trainer Roland Wissmann. Seine Mannschaft habe zwar, wie so oft in dieser Spielzeit, den einen oder anderen Durchhänger gehabt. „Schwaikheim hat aber zum Glück nichts daraus gemacht.“

Die fehlende Konstanz ist nach wie vor das Markenzeichen im Bittenfelder Spiel. Nach recht deutlichen Führungen verliere das Team den Faden und baue den Gegner auf. Und das, obgleich erfahrene Spieler auf dem Feld stünden. „Wir wissen nicht, woran das liegt“, sagt Wissmann.

Nun freut sich der Coach auf das Derby in Alfdorf. „Da wird etwas geboten sein, das ist doch schön.“ Die Alfdorfer hätten sich nach einem schlechten Start („sie hatten aber auch gute Gegner“) mittlerweile gefangen. Respekt hat Wissmann vor allem vor den erfahrenen Besnik Salja und Armin Bauer, die dem Alfdorfer Spiel den Stempel aufdrückten. „Ihre Kreise müssen wir einengen.“ Im Pokalwettbewerb am Dienstag waren die Bittenfelder krankheitsbedingt nicht ganz auf der Höhe. Bis Sonntag, so hofft Wissmann, dürften die meisten Spieler wieder bei Kräften sein.

Quelle: Waiblinger Kreiszeitung