WILD BOYS auf Löwenjagd

War das ein Spiel am Sonntag vor einer Woche in der Porsche Arena. Ein in der ersten Halbzeit wie entfesselt aufspielender TVB 1898 Stuttgart hatte dem THW Kiel das Fürchten gelehrt und lag völlig verdient in der 17. Minute mit 10:6 in Führung. Die Zuschauer in der ausverkauften Porsche Arena standen Kopf und feuerten ihre Mannschaft frenetisch an. Genau an diese Leistung müssen die WILD BOYS am Mittwoch anknüpfen und über die gesamte Spielzeit auf demselben hohen Niveau agieren. Denn der Kontrahent vom kommenden Mittwoch wird sicherlich alles in die Waagschale werfen, um die Partie erfolgreich zu gestalten.

Der Bergische HC geriet am ersten Spieltag in Leipzig mit 30:21 unter die Räder und verlor auch sein Heimspiel gegen den VfL Gummersbach sehr deutlich mit 25:34. Das macht die Aufgabe der Gastgeber sicherlich nicht einfacher, zumal die Bergischen Löwen dieses Ergebnis jetzt in Stuttgart unbedingt korrigieren müssen. Die Gäste stehen also bereits am dritten Spieltag unter einem gewissen Druck. Bei der Zielvorgabe für die laufende Runde lassen sich die Verantwortlichen der Gäste allerdings nicht in die Karten schauen. „Wir wollen zu einer festen Größe in der DKB Handball Bundesliga werden. Und das hat natürlich eine stetige Weiterentwicklung zur Folge“, so der Geschäftsführer Philipp Tychy gegenüber der HANDBALLWOCHE. Für die sportliche Weiterentwicklung soll künftig der ehemalige Spielmacher der Bergischen Löwen, Viktor Szilagiy, verantwortlich sein. Damit ist er auch für die beiden Neuzugänge des Bergischen HC zuständig. Uros Vilovski soll am Kreis für mehr Durchschlagskraft sorgen, während für die Spielmacherposition Tomas Babak von Ottmar St. Gallen aus der Schweiz verpflichtet wurde. Als Torhüter gilt der isländische Nationaltorwart Björgvin Gustavsson als feste Größe. Wiedersehen feiern können die Anhänger des TVB 1898 Stuttgart mit Arnor Gunnarsson, der 2012 vom TV Bittenfeld ins Bergische Land wechselte.

Mit dem Bergischen HC haben die WILD BOYS in der letzten Saison im Heimspiel gute Erfahrungen gemacht. Das 25:23 leitete damals den Klassenerhalt für die WILD BOYS ein, die sich auch auswärts beim 21:21 im Bergischen Land nicht ins Bockshorn jagen ließen. Markus Baur: „Wenn wir genauso konzentriert an die Aufgabe herangehen wie vor zehn Tagen gegen den THW Kiel, können wir in diesem Spiel etwas holen.“ Wichtig wird hierbei die Stärke der Abwehr sein, die im Verbund mit Torhüter Johannes „Jogi“ Bitter zu einem Bollwerk reifen muss. Im Angriff setzen die WILD BOYS auf die Spielmacherqualitäten eines Michael „Mimi“ Kraus, der im Spiel gegen Kiel noch ohne Torerfolg blieb. Dafür traf Bobby Schagen siebenmal ins Schwarze. Und die Einheimischen hoffen auch wieder auf die traditionell gute Atmosphäre in der SCHARRena. Aber das ist bei Spielen des TVB 1898 Stuttgart ohnehin selbstverständlich. Dafür werden schon die Anhänger der „Blauen“ sorgen. „Wir können uns glücklich schätzen, solche Fans zu haben“, bedankt sich Geschäftsführer Jürgen Schweikardt für die tolle Unterstützung. Alles zusammen –  konzentriert aufspielende WILD BOYS und ein erneut hervorragendes Publikum – wäre die unabdingbare Grundlage für das gewünschte Ergebnis.

 

Quelle: Joachim Gröser, TVB