Der Tabellenzweite kommt nach Stuttgart

TVB 1898 Stuttgart will am Sonntag (15.00 Uhr) gegen die europäische Spitzenmannschaft SG Flensburg-Handewitt gut aussehen.

Der TVB 1898 Stuttgart hat den Klassenerhalt praktisch in der Tasche. Trotz der Niederlage am letzten Wochenende beim SC Magdeburg werden die WILD BOYS nach menschlichem Ermessen auch in der nächsten Runde in der DKB Handball Bundesliga spielen. Die Mannschaft von Trainer Thomas König weist bei vier Zählern mehr ein um 65 Treffer besseres Torverhältnis gegenüber dem ThSV Eisenach auf. Dies ist an zwei noch ausstehenden Spieltagen eigentlich nicht mehr aufzuholen. Endgültig abgestiegen ist dagegen nach einer 25:32 Heimniederlage gegen die Berliner Füchse der TuS-N Lübbecke. Richtig spannend zu geht es zurzeit allerdings noch im Kampf um die Meisterschaft. Die Rhein-Neckar Löwen (23:19 bei der HSG Wetzlar) weisen genau einen Punkt mehr auf als die SG Flensburg-Handewitt, die am Sonntag in der SCHARRena zu Gast ist. „Da kommt einiges auf uns zu“, weiß WILD BOYS Coach Thomas König.

Mit der SG Flensburg-Handewitt gastiert eine absolute europäische und deutsche Spitzenmannschaft in der Stuttgarter SCHARRena. In der Champions-League, die das Team aus dem nördlichsten Bundesland 2014 gewann, scheiterten die Schleswig-Holsteiner in diesem Jahr im Viertelfinale denkbar knapp an Kielce. Auch im DHB-Pokal verlor die Mannschaft von Trainer Lubomir Vranjes das Endspiel in Hamburg in der Verlängerung gegen den SV Magdeburg. Dafür will sich die SG Flensburg-Handewitt nun unbedingt in der Meisterschaft schadlos halten und bleibt Tabellenführer Rhein-Neckar Löwen auf den Fersen. Am letzten Spieltag gab es gegen den ThSV Eisenach den höchsten Sieg der laufenden Runde. Davor setzte die Mannschaft von der Ostseeküste mit dem 32:25 in Melsungen und besonders mit dem 28:26 in der Kieler Sparkassen-Arena ein deutliches Ausrufezeichen. Noch größer war das Aufsehen in der Fachwelt nach dem 25:22 Sieg der Flensburger in der Mannheimer SAP-Arena beim Spitzenreiter Rhein-Neckar Löwen.

In all diesen Partien war Torhüter Matthias Andersson in Topform und brachte die gegnerischen Angreifer mit seinen Paraden schier zur Verzweiflung. Er gilt sicherlich als einer der besten Schlussmänner der Bundesliga. Auch im Rückraum ist die SG Flensburg-Handewitt nur mit Top-Leuten besetzt. Regisseur und Ideengeber im Angriff ist der Däne Thomas Mogensen. Unterstützt wird er vom französischen Nationalspieler Kentin Mahé. Auf halbrechts spielt der ehemalige deutsche Internationale Holger Glandorf, den Paraderückraum vervollständigen der Däne Rasmus Lauge und der Serbe Petar Djordjic. Die Flügelzange bilden der sichere Siebenmeterwerfer Anders Eggert und Lasse Svan. Am Kreis agieren der deutsche Nationalspieler Jakob Heinl und der dänische Zweimeterriese Henrik Toft Hansen. Trainiert wird das Gästeteam von dem in Göteborg geborenen Schweden Lubomir Vranjes,

Um gegen dieses europäische Top-Team auch nur annähernd eine Chance zu haben, darf sich der TVB 1898 Stuttgart im Angriff kaum Fehler erlauben. Aber das ist leichter gesagt als getan bei einem absoluten Top-Mann im Tor der SG Flensburg-Handewitt. Um nicht in die „tödlichen“ Konter der Schleswig-Holsteiner zu laufen, müssen die Gastgeber ihre Angriffe geduldig ausspielen. „Wir müssen die sich ergebenden Möglichkeiten entschieden nutzen“, fordert TVB 1898 Stuttgart Coach Thomas König. Die Mannschaft selbst will sich in der tollen Atmosphäre der SCHARRena so teuer wie möglich verkaufen. „Wir möchten uns mit einem couragierten Auftritt gegen diese Spitzenmannschaft und Tabellenzweiten der DKB Handball Bundesliga auch bei unseren treuen Anhängern für deren hervorragende Unterstützung über die gesamte Runde hinweg bedanken“, betont TVB 1898 Stuttgart Geschäftsführer Jürgen Schweikardt.

Quelle: Joachim Gröser, TVB