Interview mit Michael Spatz

Rechtsaußen Michael Spatz (33) über die Chancen im Abstiegskampf und seinen Abschied

Herr Spatz, die Verantwortlichen des TVB hätten Ihren Vertrag gerne verlängert. Sie werden den Verein allerdings am Ende der Saison verlassen. Wie schwer fiel Ihnen die Entscheidung? Schließlich haben die Fans Sie schnell ins Herz geschlossen.

Die Entscheidung ist mir natürlich nicht leicht gefallen. Ich fühle mich innerhalb der Mannschaft sehr wohl und auch die Arbeit mit unserem Trainer Thomas König macht viel Spaß. Auch die Spiele in der Scharrena und der Porsche-Arena vor einem super Publikum sind noch mal etwas ganz Besonderes für mich. Dennoch habe ich mich entschieden, wieder in meine Heimat zu gehen. Meine Frau wohnt noch in Aschaffenburg und da zieht es mich wieder zurück. Deswegen werde ich alles geben, um mit den Jungs die Klasse zu halten.

Bevor Sie beim TVB den Einjahresvertrag unterschrieben haben, war der Hausbau in der Heimat in Planung gegangen. Wie ist der aktuelle Stand?

Wir ziehen in die Nähe von Aschaffenburg. Der Hausbau geht gut voran und wir hoffen, spätestens im August einzuziehen.

Wie sehen die privaten und sportlichen Pläne aus?

Da will und kann ich noch nicht so viel dazu sagen. Aber ein wenig Handball spielen möchte ich natürlich schon noch, da ich noch fit bin und Spaß daran habe. Aber im Vordergrund wird dann der Beruf stehen, den Handball muss ein wenig nach hinten rücken. Ich gehe mal davon aus, dass ich in den nächsten Wochen schon ein wenig mehr dazu sagen kann.

Der Endspurt im Kampf um den Ligaverbleib steht an. Wie gut sind die Nerven? Womöglich werden die Partien in Lübbecke und gegen Balingen recht früh zu Endspielen angesichts des harten Restprogramms.

Jeder im Verein und der Mannschaft weiß natürlich, dass dies ganz wichtige und entscheidende Spiele sein können. Ich denke aber, dass wir auch in den ersten Spielen nach der Pause gegen den Bergischen HC und Lemgo bewiesen haben, dass wir wichtige Spiele gewinnen können. Natürlich werden die letzten Spiele enorm schwer, aber wir dürfen deswegen auch nicht in den Spielen zuvor verkrampfen, sondern müssen das zeigen, was wir können.

Sollte dem TVB der Ligaverbleib nicht gelingen: Wie groß wäre der Flurschaden im Hinblick auf die kommenden Jahre?

Das ist natürlich zum jetzigen Zeitpunkt schwer zu beantworten. Aber wir haben ein klares Ziel, das ist der Klassenerhalt. Dadurch mache ich mir keinerlei Gedanken über einen möglichen Abstieg. Und ganz unabhängig davon gehört eine Mannschaft wie Bittenfeld mit dem Standort Stuttgart, den Rahmenbedingungen und der Porsche-Arena in die 1. Bundesliga.

 

Quelle: Thomas Wagner, ZVW