Lars Friedrich zieht’s nach Balingen

Lars Friedrich hat einen neuen Verein gefunden: Der 30-jährige Rückraumspieler, der beim Handball-Erstligisten TVB 1898 Stuttgart keinen neuen Vertrag mehr erhält, wird in der nächsten Saison beim Ligakonkurrenten HBW Balingen-Weilstetten spielen. „Ich freue mich auf die neue Herausforderung“, sagt Friedrich, der einen Zweijahresvertrag bei den „Galliern“ unterschrieb.

Nachdem die Verantwortlichen des TVB zu Beginn des Jahres die Verpflichtung des Göppinger Linkshänders Felix Lobedank und die Vertragsverlängerung von Djibril M’Bengue bekanntgegeben hatten, war für Lars Friedrich als dritten Linkshänder im rechten Rückraum kein Platz mehr im Kader für die neue Saison: Der 30-Jährige, der zu diesem Zeitpunkt wegen einer Schambeinentzündung nicht einsatzfähig war, musste sich einen neuen Verein suchen.

„Mein Ziel war es schon, weiterhin in der ersten Liga zu spielen“, sagte Lars Friedrich am Donnerstag auf Nachfrage. „Ich werde erst 31 und denke, ich kann noch ein paar Jahre spielen.“ Vor ein paar Wochen habe er „doch relativ überraschend“ einen Anruf aus Balingen bekommen. Er habe sich dann mit dem HBW-Geschäftsführer Wolfgang Strobel zusammengesetzt. „Das hat gleich gut gepasst“, sagt Friedrich, der bei den „Galliern von der Alb“ einen Vertrag über zwei Jahre unterschrieben hat.

Der gebürtige Cuxhavener bleibt damit also im Süden. „Ich fühle mich hier ja sehr wohl“, sagt er. Dass er weiterhin in Baden-Württemberg spielen wird, freut auch seine Frau Annika: Sie wird im Januar ihr Referendariat beginnen, ein Wechsel des Bundeslandes wäre nicht ideal gewesen.

Die Balinger gaben am Donnerstag gleichzeitig bekannt, dass die Verträge der beiden anderen Linkshänder Alexandros Vasilakis und Manuel Frietsch über die Saison hinaus nicht verlängert werden. Damit steigen die Chancen für Friedrich auf reichlich Spielanteile bei seinem neuen Verein.

Friedrichs Vertrag gilt für die erste und zweite Liga. Der HBW Balingen-Weilstetten steckt, wie der TVB 1898 Stuttgart, mitten im Abstiegskampf – und hat sogar einen Punkt weniger auf dem Konto als die Bittenfelder. Pikanterweise treffen die Konkurrenten in vier Wochen in der Porsche-Arena zum möglicherweise entscheidenden Spiel aufeinander. Lars Friedrich sieht sich diesbezüglich jedoch nicht in der Bredouille. „Noch spiele ich für den TVB und werde für diesen Verein bis zum Schluss alles geben“, sagt er.

Im Übrigen ist er fest davon überzeugt, dass weder Balingen noch der TVB absteigen werden. „Ich denke, dass wir beim TVB mit dem Druck umgehen können. In den vergangenen beiden Spielzeiten haben wir Erfahrungen gesammelt mit Endspielen.“

Quelle: Thomas Wagner, ZVW