“Wir müssen geduldiger sein”

Am längsten hat Michael Schweikardt (Steinemann-Foto) das Trikot von FA Göppingen und des TV Bittenfeld getragen, von 2010 bis 2012 spielte der 32-Jährige für die MT Melsungen. Nun kehrt der Spielmacher mit dem TVB an seine ehemalige Wirkungsstätte zurück. Wir sprachen mit ihm.

Herr Schweikardt, der TVB reist ohne Punkt zu seinem ersten Auswärtsspiel, auch das zweite Heimspiel gegen den HSV Hamburg ging verloren. Welche Lehren ziehen Sie aus dem Spiel?

Es war, wie schon gegen Wetzlar, eine ärgerliche Niederlage. Wir haben wieder eine gute Chance verpasst zu punkten. Es zeigt sich, dass man gegen Mannschaften, die mindestens auf Platz zehn einzuordnen sind wie der HSV meiner Meinung nach, noch einen Tick besser sein und längere Zeit konstanter spielen muss. Die Gegner in der ersten Liga machen weniger Fehler, und die eigenen Fehler werden eher bestraft.

Agierte der TVB womöglich zu zappelig im Abschluss?

Grundsätzlich ist unser Spiel auf Tempo und einfache Tore angelegt. Aber sicherlich haben wir in der entscheidenden Phase das eine oder andere Mal zu voreilig abgeschlossen und dann Gegenstöße bekommen. Da müssen wir einfach ruhiger, geduldiger spielen. Wir haben uns in beiden Spielen zwar ordentlich präsentiert, aber letztlich zählt das Ergebnis. Spätestens gegen Leipzig sollten wir etwas holen. In den anschließenden vier Auswärtsspielen wird wahrscheinlich am ehesten noch in Lemgo etwas möglich sein.

Jetzt steht das erste Auswärtsspiel gegen Melsungen an. Kann der TVB in der Fremde vielleicht sogar etwas befreiter aufspielen?

In Melsungen haben wir sicher nicht den ganz großen Druck. Wenn wir dort etwas mitnehmen könnten, wäre das natürlich ein riesiges Bonbon. Auf der anderen Seite wäre eine Niederlage kein Beinbruch, denn für mich zählt Melsungen zu den fünf besten Teams der Liga.

Sie spielten zwei Jahre für Melsungen. Ist es ein besonderes Spiel für Sie?

Es sind ja nicht mehr so viele Spieler dabei von damals. Mit Göppingen verbindet mich sicherlich mehr, weil ich da viel länger gespielt habe. Aber ich habe auch in Melsungen noch gute Freunde und freue mich auf das Spiel.

 

Quelle: Thomas Wagner, ZVW