Gefeiert wird erst nach dem letzten Spiel in Essen

Mit dem 24:21 in Hüttenberg haben die Zweitliga-Handballer des TV Bittenfeld den Aufstieg in die 1. Liga fast zu 100 Prozent gesichert. Die großen Feierlichkeiten wird’s aber erst nach dem letzten Spiel geben. Coach Jürgen Schweikardt fordert volle Konzentration auf die Partie am Sonntag bei TUSEM Essen. Ein Sieg dort soll die allerletzten Zweifel beseitigen.

Es ist ein Szenario, das nicht einmal die größten Pessimisten erwarten: Der Bittenfelder Traum vom Aufstieg platzt, sollte der TVB beim Tabellenfünfzehnten in Essen mit 20 Toren Unterschied verlieren und gleichzeitig die viertplatzierte HSG Nordhorn-Lingen mit über 20 Toren Vorsprung beim HC Empor Rostock (12.) gewinnen.

Eigentlich könnte es der TVB im Training ein wenig lockerer angehen lassen. Doch da spielt Schweikardt, für den es das letzte Spiel als Coach des TVB sein wird, nicht mit: „Am Montag waren die ersten Feierlichkeiten vorbei. Mir ist es ganz wichtig, dass der Fokus auf Essen liegt. Ich bin Sportler und will, dass wir das Spiel gewinnen.“ Es sei Unsinn, die Reise anzutreten, um die Partie mit möglichst wenigen Toren zu verlieren. Zumal erneut zahlreiche treue Bittenfelder Fans mit nach Essen fahren werden, um das Team zu unterstützen.

Vom Auftreten der Mannschaft im Training ist Schweikardt angenehm überrascht. „Sie ist sehr fokussiert. Ich glaube, wir werden ein gutes Spiel abliefern und es mit Vollgas angehen.“ Damit ein Sieg gelingt, werden die Bittenfelder mit der bestmöglichen Mannschaft auflaufen.

Dabei steckt der Verein freilich schon in den Planungen für die 1. Bundesliga. Laut Schweikardt werden bereits Kontakte zu möglichen neuen Spielern aufgenommen. Welche das sind, wird selbstverständlich noch nicht verraten. Eingebunden in die Suche seien neben ihm selbst als Geschäftsführer auch sein Vater, der Sportliche Leiter Günter Schweikardt, und der künftige Trainer Thomas König. Er wird zur kommenden Saison von der TSG Ludwigshafen-Friesenheim zum TVB wechseln (wir haben berichtet). Nach der zu erwartenden Niederlage bei den Rhein-Neckar Löwen vom Mittwoch steht die TSG als Absteiger aus der 1. Bundesliga fest. König aber wird dank der Bittenfelder aller Voraussicht nach Erstliga-Trainer bleiben.

Die Lizenz für die stärkste Handball-Liga der Welt hat der TVB schon in der Tasche. Die Verträge mit den meisten Sponsoren gelten, zu veränderten Bedingungen, auch für die 1. Liga. Mit den restlichen Sponsoren „laufen die Gespräche“, so Jürgen Schweikardt.

Nach dem letzten Spiel in Essen darf endlich groß gefeiert werden. Für Montag, 8. Juni, ist ein fürstlicher Empfang der Mannschaft vor dem Vereinsheim des TV Bittenfeld bei der Gemeindehalle vorgesehen. Nach dem offiziellen Teil wird ein DJ übernehmen. Dann gibt’s wohl endlich kein Halten mehr.

Doch zuvor muss das Team des TVB erst mal in Essen dafür sorgen, dass es den Empfang überhaupt geben wird. Auch wenn daran niemand zweifelt, nicht mal die größten Pessimisten.

Wir sind am Sonntag mit dabei und berichten vor Ort mit Bildern und Videos hier auf www.zvw.de/tv-bittenfeld