Erster Matchball im Aufstiegskampf

Vor der möglicherweise entscheidenden Partie im Kampf um den Aufstieg in die 1. Bundesliga ist die Euphorie in Bittenfeld riesig. Mit fünf Bussen fahren Mannschaft und Fans am Samstag nach Hüttenberg.

Jetzt muss der TVB nur noch gewinnen. Gegen den bereits als Absteiger feststehenden Drittletzten sollte das doch kein Problem sein . . . Wenn’s nur so einfach wäre.

Denn freilich lässt die Aufregung im Umfeld und die Chance, in die stärkste Handball-Liga der Welt aufzusteigen, die Bittenfelder Mannschaft nicht kalt. Auch Trainer Jürgen Schweikardt nicht. Seine Strategie, mit dem Druck umzugehen: „Ich versuch’, die Gedanken wegzuschieben und den Fokus auf die Arbeit zu legen.“ Der TVB müsse sich vor allem auf die eigene Leistung konzentrieren.

Bei einem Sieg in Hüttenberg wäre den Bittenfeldern der Aufstieg dank des klar besseren Torverhältnisses gegenüber den Konkurrenten Nordhorn-Lingen und Rimpar wohl nur noch durch ein Wunder zu nehmen. Holt der TVB lediglich einen Punkt, bräuchte er einen weiteren im letzten Saisonspiel in Essen, bei einer Niederlage müsste er dort gewinnen. Doch auf solche Rechenspiele will sich Schweikardt nicht einlassen. Er denke derzeit nur an das wichtige Spiel beim TV Hüttenberg.

Das könnte schwieriger werden, als es dem TVB recht sein kann. Der designierte Absteiger, lange von Verletzungen gebeutelt, hat sich in den vergangenen Spielen gut präsentiert. Gegen Hamm gewann er zu Hause mit 31:24. Die Partie gegen den TVB ist für Hüttenberg das letzte Heimspiel. „Da werden sich alle noch mal richtig ins Zeug legen.“ Auch die Stimmung auf den Rängen sei nicht zu unterschätzen, trotz der zahlreich mitreisenden TVB-Fans. „Die Halle in Hüttenberg wird in dieser Saison selten so voll gewesen sein wie jetzt gegen uns.“

Andererseits ist Bittenfeld klarer Favorit und hat keinen Grund, ängstlich aufs Feld zu gehen. Zumal nach der hervorragenden Leistung im letzten Heimspiel gegen den SV Henstedt-Ulzburg: Der TVB feierte einen 32:23-Kantersieg. Und in der Vorwoche hatte die Mannschaft unbedingten Siegeswillen bewiesen, als sie beim ASV Hamm-Westfalen mit 33:32 gewann. Jürgen Schweikardt sieht der Partie in Hüttenberg deshalb optimistisch entgegen: „Wenn wir so auftreten wie gegen Henstedt und Hamm, werden wir gewinnen.“

Antreten wird der TVB mit derselben Mannschaft wie zuletzt. Fehlen werden demnach erneut Florian Schöbinger und Martin Kienzle. Schweikardt hofft, dass das Team die große Unterstützung seiner Fans genießt. „Die Spieler sollen mit Spaß reingehen. Unser Ziel ist, nachher vom Feld zu laufen und uns nichts vorwerfen zu haben. Egal, wie’s ausgeht.“ Die Vorfreude auf die Partie sei bei allen Bittenfeldern groß. „Uns wär’s recht, wenn’s jetzt gleich losgeht.“