Noch zwei Punkte bis zum Aufstieg

Nach dem 32:23-Kantersieg im letzten Heimspiel sind die Zweitliga-Handballer des TV Bittenfeld nur noch zwei Punkte entfernt vom Aufstieg in Liga eins. Am Samstag könnten sie mit einem Erfolg beim TV Hüttenberg alles klar machen. TVB-Coach Jürgen Schweikardt warnt aber vor vorzeitigem Freudentaumel. Die Saison habe gezeigt, dass in der 2. Liga jeder jeden schlagen kann.

Was die Bittenfelder ihren begeisterten Fans in der erneut ausverkauften Scharrena boten, war eine Demonstration. Der Tabellendreizehnte SV Henstedt-Ulzburg war chancenlos, die Gästemannschaft wirkte überfordert. Bereits zur Pause war die Vorentscheidung zugunsten des TVB beim 17:9 gefallen, nur neun Gegentore sprechen für sich. Dass sein Team eine solch starke Leistung abrief, hat Schweikardt aber nicht überrascht. „Ich hatte ein sehr, sehr gutes Gefühl über die ganze Trainingswoche hinweg. Das hat sich bestätigt.“

Die Mannschaft habe stets gezeigt, dass sie das letzte Heimspiel unbedingt gewinnen wollte. Diese Art der Motivation kann auch zur Verkrampfung führen, doch davon war nichts zu spüren. Zu Recht ist Schweikardt deshalb beeindruckt vom Auftritt des Teams. Der Trainer lobt alle Spieler, drei seinen allerdings herausragend gewesen: Schweikardts Bruder Michael als Spielmacher, Jörg Lützelberger in der Abwehr sowie Tobias Schimmelbauer.

Beeindruckend wie schnell Lützelberger in die Mannschaft gefunden hat

„Definitiv“ gelohnt habe sich die Verpflichtung von Lützelberger. „Es ist beeindruckend für mich, wie schnell er seine Rolle in der Mannschaft gefunden hat.“ Erneut zu sehen gewesen sei zudem, wie wichtig die Rückkehr der vormals verletzten Schimmelbauer und Simon Baumgarten war.

Auch in Hüttenberg wird der TVB dagegen erneut auf Florian Schöbinger und Martin Kienzle verzichten müssen. Die beiden werden trotzdem mit zum Auswärtsspiel fahren. Schließlich könnte Bittenfeld in diesem den Aufstieg sichern. Zwar nur theoretisch, doch niemand zweifelt daran, dass die Bittenfelder durch sind, sollten sie zwei weitere Punkte holen. Denn die direkten Konkurrenten HSG Nordhorn-Lingen und DJK Rimpar Wölfe haben das deutlich schlechtere Torverhältnis.

Nehmen die Bittenfelder also vorsichtshalber am Samstag ein Kistchen Sekt mit nach Hüttenberg? „Auf keinen Fall!“, kontert Jürgen Schweikardt. Freilich stehen die Gastgeber als Drittletzter schon als Absteiger fest. Doch sind in dieser Saison schon einige Teams in Spielen gegen vermeintliche Außenseiter gescheitert. „Uns ist bewusst, dass wir eine große Chance haben. Aber man muss jedes Spiel erst mal gewinnen.“ Besonders auswärts: „In Hüttenberg wird es keinesfalls ein Selbstläufer.“

Vor der vielleicht entscheidenden Begegnung wirke das Bittenfelder Team angespannt, aber auch konzentriert, so Schweikardt. Im Training werde jetzt weiter an den Dingen gefeilt, die gegen Henstedt zum Erfolg geführt haben. Für Schweikardt ist klar: „Wenn wir in Hüttenberg die Leistung abrufen wie am Wochenende, werden wir das Spiel gewinnen.“ Und dann wird gefeiert? „Das wird sich finden.“