Schlampereien im Angriff ärgern Schweikardt

Das recht komfortable Polster des Handball-Zweitligisten TV Bittenfeld ist durch die 22:24-Niederlage in Emsdetten von fünf auf zwei Zähler geschrumpft. Nach fünf Siegen in Folge blieb der Tabellenzweite zum vierten Mal in 23 Saisonspielen ohne Punkt. Besonders geärgert hat sich der Trainer Jürgen Schweikardt dabei über viele schlampig vorgetragene Angriffe.

Mit 38:23 hatten die Bittenfelder den TV Emsdetten im Hinspiel aus der Stuttgarter Scharrena gefegt. Der TVB musste sich also darauf einstellen, dass die Mannschaft von Trainer Daniel Kubes sich für diese Peinlichkeit mit aller Macht revanchieren wollte. Tatsächlich holte sich der Ex-Erstligist mit 24:22 die Punkte, und die heimische Presse feierte den „Sensationssieg gegen den Titelfavoriten TV Bittenfeld“ (Emsdettener Volkszeitung).

Der Bittenfelder Trainer hatte vor dem Gegner eindringlich gewarnt. „Wir wussten um die Stärke der Emsdettener, wenn sie vollzählig sind“, sagt Jürgen Schweikardt. Das waren sie am Samstag – und sehr gut auf den TVB eingestellt. Ähnlich wie der HSC Coburg, störte auch Emsdetten geschickt die Bittenfelder Angriffsbemühungen. Während indes der TVB gegen den Tabellenvierten nach und nach Lösungen fand und sicher mit 31:24 siegte, blieben die Offensivaktionen in Emsdetten über weite Strecken mit zu vielen Fehlern behaftet.

„Wir spielten schlampig und unentschlossen und leisteten uns jede Menge technische Fehler“, sagt Schweikardt. Zudem seien zu viele Spieler außer Form gewesen. So blieb Dominik Weiß, gegen Coburg noch neunfacher Torschütze, bei etlichen Versuchen ohne Treffer. Auch Alex Heib, Simon Baumgarten, Finn Kretschmer und Michael Schweikardt hätten schon bessere Tage gehabt.

Drei Spieler seien positiv in Erscheinung getreten: Nils Kretschmer, der gegen Coburg noch die eine oder andere missglückte Aktion hatte, überzeugte mit starken Eins-gegen-eins-Aktionen. Auch Djibril M’Bengue habe seine Sache wieder gut gemacht – auch wenn er in der Schlussphase etwas unglücklich agiert habe. Bester Bittenfelder war der Torhüter Dragan Jerkovic. Dank seiner Paraden hatte der TVB trotz der schwachen Offensivleistung die Chance auf zumindest einen Punkt: Zwei Minuten und 20 Sekunden vor dem Ende führten die Bittenfelder mit 22:21. „Dann haben wir uns nicht besonders clever angestellt und hatten auch ein bissle Pech“. Ein „ärgerliches“ Schlagwurftor der Emsdettener, ein fragwürdiges Stürmerfoul von M’Bengue und anschließend ein Innenpfostenwurf des Linkshänders besiegelten die vierte Bittenfelder Saisonniederlage.

Damit ist die HSG Nordhorn-Lingen bis auf drei Zähler an die Aufstiegsplätze herangerückt. Die Rimpar Wölfe (24:25 in Rostock) und Coburg (18:19 gegen Leipzig) gingen wie der TVB leer aus. Worüber die Bittenfelder natürlich nicht traurig sind. „Natürlich schauen wir auf die Ergebnisse der Konkurrenz“, sagt Schweikardt. „Aber wir möchten selbst unseres Glückes Schmied sein.“ Eine Niederlage sei immer mal drin. „Allerdings müssen wir aufpassen, dass uns das nicht allzu oft passiert.“

Karten im Vorverkauf

Karten im Vorverkauf gibt es bei Easy-Ticket, ) 0711/2555555/www.easyticket.de und auf der TVB-Geschäftsstelle, Schillerstraße 64, ) 07146/2818750, Fax: 07146/2818755, Mail: moh@tvb1898.de.

Fans, die sich die Karte im Vorverkauf gesichert haben, sollten sich nicht irritieren lassen: Ursprünglich war die Partie gegen Bad Schwartau auf Freitag, 20. Februar, angesetzt worden. Weil der VfB Stuttgart an diesem Abend die Borussen aus Dortmund empfängt, musste das Handballspiel verlegt werden. Der TV Bittenfeld weist darauf hin, dass die Karten gültig bleiben.

Der TV Bittenfeld setzt zu den kommenden beiden Auswärtsspielen nach Dormagen (Samstag, 28. Februar, Abfahrt 13.30 Uhr) und Saarlouis (Freitag, 13. März, Abfahrt 15 Uhr, jeweils am Vereinsheim) einen Fan-Bus ein. Anmeldungen sind möglich per E-Mail an: sts@tvb1898.de.