Heimniederlage gegen Weilstetten

TV Bittenfeld 2 – TV Weilstetten   22:24 (11:14)

Mit einem Sieg wollte der TVB den Platz im oberen Drittel der Tabelle festigen um nicht ins graue Mittelmaß abzurutschen, doch alles wollen half nicht. Gegen den spielerisch starken Tabellenzweiten aus Weilstetten kam der TVB nicht richtig zum Zug. Zwar war die Begegnung hart umkämpft, aber die Gäste wirkten abgeklärter, in entscheidenden Situationen cleverer und abgezockter als die Hausherren.

Die Gastgeber zeigten dabei eine ordentliche Abwehrleistung, aber im Angriff haperte es wieder einmal. Der TVB, ohne den verletzten Julian Linsenmaier angetreten, tat sich gegen die über weite strecken in der 6:0 Formation agierenden Mannen von der Alb traditionell sehr schwer. Aus dem Rückraum kam der TVB kaum zum Zug, und vergab aus dem Gegenstoß, dem wichtigsten Trumpf der Hausherren, zu viele Chancen. Im ersten Durchgang rannte man meist einem zwei, drei Tore Rückstand hinterher, blieb aber auf Schlagdistanz zu den Weilstettener die ihren starken Kreisläufer Felix Euchner immer wieder gut in Szene setzten konnten. Aber an der Abwehr um den wieder genesenen Ludek Drobek lag es nicht, in der Offensive lagen die Probleme. Man agierte nicht griffig und rieb sich an der stabilen und beweglichen Abwehr des Tabellenzweiten auf. Aber die Bittenfelder zeigten sich kämpferisch und wurden belohnt. Die Kombinationen liefen nun besser und man brachte den Gegenstoß erfolgreich zu Ende. Tom Kuhnle, mit 6 Treffern erfolgreichster Werfer des TVB, brachte seinem Team in der 25. Minute den 10:10 Ausgleich. In dieser starken Phase hätte man durchaus mit einer Führung in die Pause gehen können, doch man brachte klarste Chancen nicht im Kasten der Gäste unter, die es im Gegenzug besser machen und einen 3:0 Lauf hinlegten. Pausenstand 10:13.
Das Negativerlebnis konnten die Bittenfelder nicht in der Kabine liegen lassen. Sehr verunsichert begannen sie in den ersten Minuten der zweiten Halbzeit und kamen immer weiter ins Hintertreffen. Beim 10:15 sah er nicht gut aus, doch der Siegeswillen war noch lange nicht erloschen. Der Gast hielt in der Folgezeit seinen drei, vier-Tore Vorsprung, tat sich dann aber seinerseits schwer den zu halten. Bittenfeld kam ran. Daniel Sdunek hielt jetzt was zu halten war und vorne ging man endlich wieder konsequent und mutig auf die Lücken. Als Marvin Gille mit einer guten Einzelaktion das 19:21 markierte keimte Hoffnung auf. Aber die Bittenfelder vergaben drei Großchancen in Folge, so konnte man den Tabellenzweiten nicht weiter unter Druck bringen. Der hatte an diesem Abend aber auch das nötige Quäntchen Glück, fast alle Abpraller landeten wieder in weilstettener Händen. Bitter für die Hausherren, denn genau aus einer solchen Aktion erzielte die in der 54. Spielminute das 20:24. Der TVB schaffte es zwar in den verbleibenden Minuten ohne Gegentreffer zu bleiben, doch um die Partie zu drehen, reichte die Zeit nicht mehr. Endstand 22:24.

Wie in vielen anderen Auftritten in eigener Halle wäre gegen eine Topmannschaft der Liga mehr drin gewesen. Aber so hat man halt das vierte von sechs Heimspielen verloren. Aber der Blick geht nach vorne. Jetzt steht zunächst die weiteste Auswärtsreise auf dem Programm. Am Nikolaustag reist man zum Tabellenletzten nach Fridingen/Mühlheim. Doch davon sollte man sich nicht blenden lassen, die Fridinger sind vor allem zu Hause ein sehr unbequemer Gegner. Der TVB will nicht in Zugzwang kommen und in der Tabelle weiter abrutschen. Deshalb ist ein Sieg enorm wichtig. Der TVB wird für den Rest der Saison auf Julian Linsenmaier verzichten müssen. Der hat sich auf große Reise begeben und wir erst im nächsten Jahr in die Heimat zurückkehren. Sicherlich eine Schwächung für das Perspektivteam. Aber nichtsdestotrotz hat man noch einen guten Kader, der in der Saison auch ohne Julian seine Ziele erreichen möchte.

TV Bittenfeld: Max Baldreich, Daniel Sdunek (beide Torhüter), Mark Leinhos (5), Marvin Gille (3), Pascal Luithardt (1), Alexander Bischoff (4/2), Kai Wissmann, Marco Schiller, Wolfgang Federhofer, Lukas Volz (3), Tom Kuhnle (6), Marc Baldauf, Ludek Drobek.