Schweikardt sieht TVB nicht am Limit

Mit dem 26:25-Sieg beim TV Großwallstadt hat sich der Handball-Zweitligist TV Bittenfeld einen Aufstiegskonkurrenten drei Punkte vom Leib gehalten. Der TVB-Trainer freute sich zwar über die beiden Punkte in der Fremde, grenzenlos begeistert indes vom Auftritt seiner Mannschaft war er nicht. „Wir können besser spielen“, sagt Jürgen Schweikardt.

Nach dem 26:25-Sieg in Eisenach hatte der Bittenfelder Coach sein Team überschwänglich gelobt. Zwei Wochen später knöpfte der TVB dem Tabellenvierten TV Großwallstadt mit demselben Ergebnis die Punkte ab – doch die Analyse des Trainers nach dem wichtigen und nicht unbedingt einkalkulierten Auswärtserfolg fiel verhältnismäßig sachlich aus. „Es gibt viel aufzuarbeiten“, sagte Jürgen Schweikardt bei der Pressekonferenz unmittelbar nach dem Spiel am Freitag, während sich sein Kollege Maik Handschke darüber ärgerte, dass seine routinierten Spieler in den entscheidenden Momenten den Kopf verloren hätten.

„Ich weiß, dass solche Kritik es im ersten Moment komisch klingt“, sagt Jürgen Schweikardt drei Tage später. „Aber mit einer etwas besseren Leistung wäre es nicht unnötig spannend geworden.“ Das dicke Ende ist den Bittenfeldern erspart geblieben: Beim finalen, direkten Freiwurf des Großwallstädters Pavel Prokopec aus rund zehn Metern fehlte nicht viel, und der Ball wäre zum Ausgleich ins Tor geflutscht.

Zu viele Schwächephasen habe sich seine Mannschaft während der 60 Minuten erlaubt, sagt Jürgen Schweikardt. Bereits nach der 7:3-Führung (18.) habe sie deutlich nachgelassen, Konsequenz war der 9:9-Halbzeitstand. Schon eher den Vorstellungen des Trainers entsprochen hat die Phase zwischen der 35. und 50. Minute, in der sich der TVB vom 9:11-Rückstand den 23:18-Vorsprung erspielte und erkämpfte.

In den letzten zehn Minuten dagegen habe jeder Spieler im Angriff und in der Abwehr einen Fehler zu viel gemacht. Die nicht immer ganz nachvollziehbaren Zeitstrafen – fünf kassierte Bittenfeld, lediglich eine Großwallstadt – hätten ihren Teil dazu beigetragen, dass der Gegner zumindest an einem Punkt habe schnuppern dürfen. „Wir haben unser Tempospiel nach der deutlichen Führung nicht konsequent durchgezogen.“

Gefallen hat dem Coach, wie der eine oder andere Spieler nach einer schwächeren Anfangsphase nach und nach ins Spiel gefunden habe. „Ich denke, das ist eine neue mentale Stärke von uns. In Eisenach und Rostock war’s ähnlich“, sagt Schweikardt. „Verlassen dürfen wir uns auf so etwas natürlich nicht.“

Alles in allem hat Schweikardt „kein perfektes Spiel“ von seiner Mannschaft gesehen. „Wir können besser spielen – und das müssen wir am Freitag auch.“

Um 20 Uhr steht in der Stuttgarter Scharrena das nächste Top-Spiel an für den Tabellendritten: Der Überraschungs-Tabellenzweite DJK Rimpar Wölfe kommt mit der Empfehlung von 24:2 Punkten. „Vor Rimpar muss man den Hut ziehen, die Wölfe zeigen sehr stabile Leistungen.“ Für den TVB sei’s eine weitere riesige Herausforderung. „Die Jungs sind heiß auf das Spiel“, sagt Schweikardt. Und nach 15:1 Punkten in Serie dürfte auch der TVB mit einer ordentlichen Portion Selbstbewusstsein in die Partie gehen.

Außerdem gibt’s etwas gutzumachen: In der vergangenen Saison hatten die Bittenfelder vor heimischer Kulisse ganz schlecht ausgesehen gegen das Team des ehemaligen Bittenfelders Jens Bürkle und mit 25:28 den Kürzeren gezogen.

Kartengewinner fürs Top-Spiel gegen Rimpar

Dreimal zwei Karten hat die Sportredaktion für das Zweitliga-Spitzenspiel zwischen dem TV Bittenfeld und dem DJK Rimpar Wölfe am kommenden Freitag, 21. November (20 Uhr), in der Stuttgarter Scharrena verlost. Dieses Mal wollten wie wissen, auf welcher Position der Bruder des Rimparer Trainers Jens Bürkle beim TV Bittenfeld einst spielte.

Marc Bürkle stand im Tor und spielt nicht im Rückraum.
147 Leserinnen und Leser haben sich am Quiz beteiligt, gewonnen haben: Rosemarie Böhme (Winterbach), Ulrike Henschke-Mayer (Alfdorf) und Bernd Pickart (Plüderhausen).

Die Tickets fürs Spiel sind heiß begehrt: Es gibt nur noch 270 Karten im Vorverkauf – wie immer bei Easy-Ticket, ) 0711/2555555/www.easyticket.de und auf der TVB-Geschäftsstelle, Schillerstraße 64, ) 07146/2818750, Fax: 07146/2818755, Mail: moh@tvb1898.de