A-Jugend an Qualifikation zur Bundesliga gescheitert

Die männliche A-Jugend des TV Bittenfeld zahlte Lehrgeld, sammelte aber auch viel Erfahrungen im Rahmen der Bundesliga Qualifikation für die Saison 2014/2015. Am Ende werden die Spieler um Trainer Thomas Randi ihr Können in der Württembergliga beweisen.

Anfang Mai startete die erste Quali Runde mit vier Vereinen aus Württemberg. Dem schlechten Auftakt gegen Schmiden folgten eine bessere Leistung (trotz) Niederlage gegen Neuhausen/Filder und ein souveräner Sieg gegen den Bundesliganachwuchs aus Bietigheim. Alle vier württembergischen Mannschaften kamen eine Runde weiter und mussten auswärts antreten. Bittenfeld durfte nach Bayern zur HaSpo Bayreuth fahren. Da vier Spiele an dem Wochenende vorgesehen waren, blieb nichts weiter übrig, als in Bayreuth zu übernachten. Hervorragend vom TVB Marketing organisiert konnten die Spieler im Best Western Hotel, in der Nähe der Sporthalle, Quartier beziehen.

In der ersten Begegnung kam es zur Neuauflage des Finales um den BW Pokal der mB-Jugend gegen die JSG Leutershausen/Heddesheim. Leutershausen war spielbestimmend und führte die gesamte Partie. Beim Stande von 24:24 hielt Yannick Hölzl einen Strafwurf und im direkten Gegenzug sorgte Mark Pianca für den glücklichen 25:24 Erfolg. Im zweiten Spiel hieß es gegen die ersatzgeschwächten Bietigheimer zu bestehen. Zwar führten die Bittenfelder Anfangs deutlich, doch der Fünf-Tore Vorsprung wurde leichtfertig vergeben. Bietigheim glich zum 23:23, aber Bittenfeld konnte erneut kontern und den Siegtreffer erzielen. Somit lag der TVB nach dem ersten Tag punktgleich mit Schutterwald und 4:0 Punkten auf dem ersten Platz.

Im Hotel gab es ein zünftiges Abendessen um genügend Kraft für den nächsten Tag zu sammeln. Einige Spieler machten es sich vor dem Fernseher bequem, da das Champions League Finale lief, andere machten es sich in der Wanne bequem um die Wunden zu heilen. Ausgeruht und mit einem Sportlerfrühstück absolviert warteten die Gastgeber um 10:00 Uhr morgens als nächster Gegner.

Wie bei allen Spielen der Bayreuther füllte sich die Halle und das eigene Publikum trieb die Mannschaft voran. Allerdings hatten sie nicht mit einer deutlichen Leistungssteigerung des TV Bittenfeld gerechnet. Die Spieler zerrissen sich förmlich auf dem Spielfeld und führten gegen die sehr offensive Abwehr zur Pause mit 13:10. Nach der Pause wurde Bayreuth noch offensiver und stellte auf Manndeckung um. Mehr als einmal spielten die Bittenfelder den Gastgebern direkt den Ball in die Hände. Sie bedankten sich und gewannen das Spiel deutlich mit 26:21.

Mit dem TuS Schutterwald wartete nun der nächste schwere Brocken auf den TVB. Eine Niederlage hätte schon fast das Aus bedeuten können. Mit der wohl besten Leistung der ganzen Quali überhaupt wurden die Schutterwalder 23:21 geschlagen. Vor allem die Abwehr zeigte einigen Glanzleistungen. Schutterwald hatte kaum ein Mittel parat um sie zu Durchqueren. Mit diesem Erfolg standen die Bittenfelder quasi in der 2. BL-Quali-Runde. Im anschließenden Spiel traf Bayreuth auf Leutershausen. Die Spannung nahm zu, denn plötzlich hätten die Bittenfelder sogar Erster werden können und somit das BL-Ticket sofort gelöst. Leutershausen hätte nur bei einem Sieg die Chance gehabt eine Runde weiter zu kommen und dem TVB Schützenhilfe geleistet. Dem entsprechend feuerten die Bittenfelder Spieler Leutershausen lautstakt an. In der ersten Halbzeit war die Partie ausgeglichen, jedoch in der 2. Halbzeit machte Bayreuth die Bundesliga für sich klar. Bittenfeld blieb mit ebenfalls 6:2 Punkten Platz 2.

Am letzten Wochenende fand nun die 3. Runde in Neuhausen/Filder bzw. für den TVB in Wolfschlugen statt. Hier warteten mit dem VfL Günzburg und dem TSV Allach zwei weitere bayrische Mannschaften auf die jungen Männer. Sonntagmorgen um 10:00 Uhr scheint einfach nicht das Ding der Bittenfelder Spieler zu sein. Bei der 6:5 Führung schien noch alles nach Plan zu laufen. Durch zwei unglückliche Entscheidungen ließen sich die Bittenfelder aus dem Konzept bringen und prodozierten einen Fehlpass nach dem anderen. Allach hatte leichtes Spiel und nutzte die Schwächephase eiskalt aus, drehte das Spiel auf 16:9. Damit war zehn Minuten vor Schluss bereits alles entschieden. Doch anstatt um jedes Tor zu kämpfen, da trotz einer Niederlage nichts verloren wäre, wurde nun munter geworfen, bzw. verworfen. Mit einem doppelten Kempa besiegelte Allach die 13:24 Niederlage. Im zweiten Spiel besiegte Günzburg Allach mit 4 Toren, so dass im letzten Gruppenspiel gegen Günzburg nur ein hoher Sieg zum Weiterkommen gereicht hätte. Auf einmal spielten die Bittenfelder wieder Handball und trafen das Tor. Ein Sieg der TVB hätte Allach ins Endspiel gebracht. Acht Minuten vor Schluss führte der TVB tatsächlich mit 18:16 und hatte die Chance diesen weiter aus zu bauen. Um allerdings noch auf Platz 2 zu gelangen bedurfte es einem Sieg mit mindesten acht Toren. Man ging noch mehr Risiko und attackierte viel früher. Günzburg zeigte sich Klever und zog durch den 22:20 Sieg ins Finale ein. Für Bittenfeld war die Quali damit beendet. Allerdings verabschiedeten sie sich mit einer guten Leistung, was Lust auf die Saison macht. Ganz für die Bundesliga hat es leider nicht gereicht. Dazu fehlten dem TVB einige gute Spieler des Jahrganges 1996. Hier waren die Mannschaften Neuhausen/Filder, Finalsieg nach Verlängerung gegen Günzburg und auch Allach, dem TVB im Vorteil.

Es spielten: Pit Koller, Yannick Hölzl und Robin Wilms im Tor, Kilian Berger, Marc Pianca, Nico Bauer, Marcel Meyer, Florian Burmeister, Jann Scholpp Axel Hambrecht, Vincent Baumann, Nico Kelessidis, Fabian Baldreich, Lars Petersen, Tim Sprenger.

Trainer Thomas Randi, Co-Trainer Christopher Hilberg und Betreuer Peter Seiz