Ziel des TVB: Beste Saison in der 2. Liga

Für die SG BBM Bietigheim wird das finale Saisonspiel in der ausverkauften Scharrena am Sonntag zur Aufstiegskür, der TV Bittenfeld möchte sich bei seinen Fans mit einem guten Spiel und zwei Punkten für die Unterstützung bedanken – und Rang vier verteidigen. „Dann hätten wir unsere beste Zweitliga-Saison gespielt“, sagt der Trainer Jürgen Schweikardt.

Egal, wie das Derby am Sonntag enden wird: Der TV Bittenfeld wird in der Analyse auf eine gute Saison zurückblicken. Mit einem Unentschieden könnte er den vierten Rang sichern. Eine Platzierung, die der TVB bereits zweimal geschafft in seinen acht Jahren in der 2. Liga – aber noch nicht in der eingleisigen. Bittenfeld und Leipzig streiten sich zudem noch um den Titel des Zuschauerkrösus, Bittenfeld oder Friesenheim werden das beste Rückrundenteam sein.

Alles in Butter also bei den Bittenfeldern? Nicht ganz, denn ein bisschen ärgern werden sie sich. Es hat nicht viel gefehlt zur Krönung, dem Aufstieg in die 1. Liga. Zu viele unnötige Punkte ließ der TVB in der Hinrunde liegen, allen voran gegen die Teams aus dem Tabellenkeller. Ganz anders die Bietigheimer, die den Bittenfeldern am Sonntag eine lange Nase drehen werden.

Um die Jahreswende hatten viele die SG abgeschrieben im Aufstiegsrennen nach den Niederlagen gegen Großwallstadt, Erlangen, Bittenfeld, Leutershausen und Hüttenberg sowie dem Punktverlust gegen Altenholz. Auch, weil die Bietigheimer das härteste Restprogramm aller Konkurrenten und zudem großes Verletzungspech hatten. Davon indes ließ sich der Bittenfelder Rivale nicht beeindrucken, siegte unter anderem überraschend in Leipzig und Friesenheim.

„Das war so nicht zu erwarten“, sagt der Bittenfelder Trainer Jürgen Schweikardt. Bietigheim sei in einer schlechten Ausgangsposition gewesen, habe aber im entscheidenden Moment eine Serie gestartet. „Bietigheim kam in einen ähnlichen Flow, wie wir ihn damals hatten bei unserem Aufstieg aus der Regionalliga. Wir müssen vor Bietigheim den Hut ziehen, es ist zurecht aufgestiegen.“ Andererseits habe die Saison auch gezeigt, „dass man ein gewisses Momentum auf seiner Seite“ haben müsse, um sich in dieser ausgeglichenen Liga durchzusetzen.

Ihr Saisonziel, Rang sechs, haben die Bittenfelder vor dem letzten Spieltag sicher. Selbst Platz fünf ist ihnen nicht mehr zu nehmen. „Wir möchten unser Niveau, das wir in der Rückrunde gespielt haben, gerne bis zum Schluss durchziehen“, sagt Schweikardt. Die Mannschaft freue sich auf das Derby. „Wir möchten uns bei den Fans bedanken, die uns so toll unterstützt haben – auch bei vielen Auswärtsspielen.“ Er sieht das an und für sich bedeutungslose Derby keinesfalls als Trainingsspiel. Bietigheim komme zwar aus dem „Feiermodus“, werde sich aber bestimmt noch mal reinhängen und die Kür genießen wollen. „Wir möchten dagegenhalten und einen Aufsteiger zum zweiten Mal besiegen.“ Bietigheim wird die 24:31-Schlappe aus dem Hinspiel kaum vergessen haben.

Wie ernst es den Bittenfeldern ist, zeigt auch der Kader: Michael Schweikardt (Schulterverletzung) wird nicht dabei sein. Die angeschlagenen Simon Baumgarten (Leberprellung) und Lars Friedrich (Außenbandanriss) dagegen werden auflaufen.

Nach dem Spiel werden die Bittenfelder eine kleine Saisonabschlussparty auf die Beine stellen. „Die Spieler freuen sich darauf, gemeinsam mit den Fans ein bisschen zu feiern“, sagt Schweikardt.

Ihr letztes Spiel im Trikot des TV Bittenfeld werden Dennis Szczesny (zu TUSEM Essen) und Peter Jungwirth (unbekanntes Ziel) bestreiten.