TVB am Sonntag im Derby gegen Bietigheim

Der Handball-Zweitligist TV Bittenfeld hat keine Chance mehr, am letzten Spieltag auf den dritten Aufstiegsplatz zu klettern. Der freitägliche 29:24-Sieg in Essen war am Samstag um 19.27 Uhr Makulatur: Der Aufstiegskonkurrent HC Erlangen siegte mit 29:23 in Bietigheim, sicherte sich den Erstliga-Aufstieg – und nahm die SG gleich mit. Leipzig patzte nämlich beim EHV Aue.

Sämtliche Entscheidungen sind am 35. und vorletzten Spieltag gefallen: Die SG BBM Bietigheim und der HC Erlangen folgen der TSG Friesenheim in die 1. Bundesliga. Die HG Saarlouis ist der einzige sportliche Absteiger. Die Saarländer hoffen allerdings noch ein bisschen, weil der HSV Hamburg um die Lizenz bangt und eventuell noch ein Platz frei werden könnte. Die HSG Tarp-Wanderup hat ihr Team während der Saison aus dem Spielbetrieb genommen, die SG Leutershausen und der TSV Altenholz haben keine Lizenz für die 2. Liga beantragt.

Der finale Spieltag am Sonntag wird also für die einen zum Schaulaufen und für die anderen zur Abschiedspartie. Dabei hätte es beispielsweise in der Stuttgarter Scharrena noch einmal richtig spannend werden können – wenn die Konkurrenz vorgestern dem TVB in die Karten gespielt hätte. Die Bittenfelder hätten noch auf den dritten Rang klettern können bei einem Erfolg gegen Bietigheim und einer gleichzeitigen Niederlage der Erlanger gegen Hüttenberg. Oder der TVB hätte das Zünglein an der Waage spielen und den Aufstieg der Bietigheimer verhindern können.

Aus beidem wird nun nichts, weil mit dem SC DHfK Leipzig ein weiterer Aufstiegskandidat schwächelte. Durch die 24:25-Niederlage in Aue haben sich die Sachsen am Samstag vorzeitig aus dem Aufstiegsrennen verabschiedet. Weil die Partie bereits zur Halbzeitpause des Spiels in Bietigheim beendet war, musste sich die zu diesem Zeitpunkt bereits aufgestiegene SG nach dem 9:13-Pausenrückstand nicht mehr allzu sehr ins Zeug legen. Die Schützenhilfe für den TVB blieb aus, nach Spielschluss feierten der Verlierer Bietigheim und der Sieger Erlangen gemeinsam den Aufstieg.

„Es hätte schon extrem viel für uns laufen müssen an den letzten beiden Spieltagen“, sagt der Bittenfelder Trainer Jürgen Schweikardt. „Wir haben unsere Chance aber nicht jetzt verspielt, sondern mit der schlechten Serie in der Hinrunde.“ Seine Mannschaft habe große Moral bewiesen und die vor ihr platzierten Teams bis zum vorletzten Spieltag unter Druck gesetzt. Die Konkurrenten hätten dem Druck jedoch standgehalten und seien deshalb verdientermaßen aufgestiegen. „Hätten sie Federn gelassen, wären wir dagewesen. Mehr konnten wir nicht tun. Wir gratulieren Bietigheim.“ Zum Saisonabschluss möchte Schweikardt den Nachbarn jedoch in der ausverkauften Scharrena unbedingt schlagen. „Dann wären wir Vierter und hätten eine richtig gute Rückrunde gespielt.“