Die Lage des TVB bleibt unverändert

Mit dem 36:32-Sieg gegen den ASV Hamm-Westfalen hat der Handball-Zweitligist TV Bittenfeld seine Hausaufgaben erledigt, Boden gutgemacht indes hat er nicht: Die Konkurrenz auf den Aufstiegsplätzen punktete gleichfalls. „An unserer Marschroute hat sich nichts geändert“, sagt der TVB-Trainer Jürgen Schweikardt. „Wir werden weiter versuchen dranzubleiben.“

Wer bereits freitags spielt und bestenfalls gewinnt, der darf sich samstags gemütlich zurücklehnen und am Live-Ticker die Bemühungen der Konkurrenz verfolgen. Das machte der eine oder andere Bittenfelder. Und als der abstiegsgefährdete TV Hüttenberg drei Minuten vor dem Ende mit 26:24 gegen den Aufstiegskandidaten SC DHfK Leipzig führte, wähnten sich die Bittenfelder nach Minuspunkten auf dem vierten Platz. Mit drei Toren infolge, der letzte Treffer fiel eine Sekunde vor dem Ende, drehte Leipzig das Spiel zum 27:26-Erfolg.

„Natürlich war das Ergebnis von Hüttenberg nach dem Spielverlauf enttäuschend“, sagt der TVB-Trainer Jürgen Schweikardt. Es bleibt also dabei: Der TVB muss in den restlichen fünf Partien mit Bietigheim und Leipzig zwei Teams überholen.

Zum Auftakt der englischen Woche hielten sich die Bittenfelder gegen den ASV Hamm-Westfalen schadlos. Beim 36:32-Erfolg hatten sie ihre Stärken eindeutig in der Offensive. „Im Angriff haben wir überragend gespielt“, befand Lars Friedrich kurz nach dem Spiel. Er und Dominik Weiß („er spielt in der Rückrunde sehr konstant“) bekamen vom Coach denn auch ein Sonderlob. Großen Anteil am Erfolg hatte einer, der erst sein zweites Pflichtspiel für den TVB absolvierte: Torhüter Dragan Jerkovic. Er ersetzte Jürgen Müller nach zwölf Minuten. „Es ist ganz wichtig für uns, dass Dragan gut hält, wenn Jürgen Müller mal nicht gut ins Spiel kommt“, sagt Schweikardt.

Einen guten Torhüter brauchten die Bittenfelder, „weil wir es in der Abwehr nicht so gut hingekriegt haben“. Und das, obwohl sein Team auf den „Run and gun“-Handball des Gegners gut vorbereitet gewesen sei, sagt der Trainer. Der TVB hatte Probleme mit der schnellen Mitte des ASV und insbesondere mit Ondrej Zrdahala.

Morgen werden es die Bittenfelder mit noch mehr Spielern dessen Qualität zu tun bekommen: Der Tabellenzweite HC Erlangen ist zu Hause eine Macht. Noch ist es in dieser Saison keinem Team gelungen, die Franken in deren Halle zu bezwingen.

Info

Der TVB setzt zum Spiel nach Erlangen morgen einen Fan-Bus ein. Anmeldungen sind noch möglich per Mail unter: md@tvb1898.de