Heimspiel gegen ASV Hamm-Westfalen

Vier Punkte Rückstand auf Rang drei bei noch sechs Spielen: Der TV Bittenfeld darf sich keinen Ausrutscher mehr erlauben, will er das Aufstiegsrennen bis zum Schluss offen halten. Gegen den ASV Hamm-Westfalen muss der TVB heute Abend auf die verletzten Daniel Sdunek und Michael Schweikardt verzichten.

Die Niederlage in Bad Schwartau am Gründonnerstag hat die Bittenfelder im Rennen um den Aufstieg ausgebremst. Zwei Tage später waren sie plötzlich wieder im Rennen: Der SC DHfK Leipzig, bis dato Dritter und mit dem vermeintlich besten Restprogramm ausgestattet, unterlag in eigener Halle der SG BBM Bietigheim. Die zog aus diesem Spiel offensichtlich eine große Portion Selbstvertrauen. Jedenfalls ließ sie im Nachholspiel vorgestern den nächsten Coup folgen, setzte sich beim Tabellenführer TSG Friesenheim mit 26:24 durch – und hat nun selbst beste Chancen zumindest auf Rang drei. Und das, obgleich die Bietigheimer nach Christian Schäfer, Hannes Lindt und Christian Heuberger mit Tim Coors den nächsten Langzeitverletzten beklagen.

Wollen die Bittenfelder tatsächlich noch ins Aufstiegsrennen eingreifen, müssen sie mit Bietigheim und Leipzig gleich zwei Teams aus dem Weg räumen. „Wir sind natürlich klar in der Außenseiterrolle“, sagt der Bittenfelder Trainer Jürgen Schweikardt. „Doch das Thema Aufstieg ist für uns noch nicht erledigt.“ Die vorderen Teams unter Zugzwang halten und weiterkämpfen, bis nichts mehr geht. Das ist die Devise.

Vor der nächsten Hürde steht der TVB heute Abend. Im Hinspiel in Hamm rannte er über 60 Minuten hinweg einem Rückstand hinterher und verlor verdientermaßen mit 30:32. Mittlerweile liegt Hamm vier Punkte hinter den Bittenfeldern in der Tabelle – und ist durchaus in guter Form. Zuletzt hatte der Tabellenzweite HC Erlangen erhebliche Mühe, bis sein 25:23-Sieg in Hamm unter Dach und Fach war. Davor hatte der ASV die HG Saarlouis mit 38:23 zerlegt, gegen Schwartau gewonnen, Leipzig einen Punkt geklaut und auch in Nordhorn gewonnen.

Markenzeichen der Westfalen ist die starke Offensive. Nur TUSEM Essen hat mehr Treffer erzielt. Mit Matthias Struck (116 Tore), Andreas Simon (152) und Ondrej Zdrahala (138) liegen gleich drei Spieler in der Torjägerliste unter den Top 25.

„Wir müssen uns auf einen Gegner einstellen, der einen sehr schnellen Handball spielt“, sagt Jürgen Schweikardt. „Außerdem hat Hamm keinen Druck.“ Gut besetzt ist der ASV auf der Torhüterposition mit dem Ex-Göppinger Tomas Mrkva, der 31 Mal für Tschechien spielte, und dem ehemaligen Junioren-Nationalkeeper Felix Storbeck. Chef in der 6:0- oder wahlweise 5:1-Deckung ist der Ex-Ahlener Jakob Macke. Zuletzt spielte sich der ehemalige Gummersbacher Marian Orlowski mit zehn Treffern gegen Erlangen in den Fokus. Markus Fuchs ist mit Zweifachspielrecht beim Erstligisten GWD Minden ausgestattet.

„Hamm hat einen großen Kader und kann den einen oder anderen Verletzten wegstecken“, sagt Schweikardt. Das bewies der ASV zuletzt gegen Erlangen, wo der Hammer Trainer Kay Rothenpieler lediglich neun Feldspieler zur Verfügung hatte.

Von Ausfällen verschont bleibt auch der TV Bittenfeld nicht. Michael Schweikardts Schulterverletzung lässt noch keinen Einsatz zu. Auch der Torhüter Daniel Sdunek fällt aus: Es besteht der Verdacht auf einen Meniskusanriss. Dafür hat sich Dragan Jerkovic wieder spielfähig gemeldet.