TVB gibt sich noch nicht geschlagen

Hat sich der Handball-Zweitligist TV Bittenfeld mit dem 25:30 in Bad Schwartau aus dem Aufstiegsrennen verabschiedet? Mitnichten, findet der Trainer Jürgen Schweikardt und gibt sich kämpferisch. „Es ist noch nicht vorbei.“ Er möchte der SG BBM Bietigheim und dem SC DHfK Leipzig so lange wie möglich im Genick sitzen.

Natürlich schmerzte die Niederlage in Bad Schwartau. Bei einem Sieg hätte der TVB den ASV Hamm-Westfalen am kommenden Freitag (20 Uhr) in der Scharrena womöglich als Tabellendritter empfangen. Vorausgesetzt, die Bietigheimer verlieren ihre Nachholpartie am Mittwoch beim Spitzenreiter TSG Friesenheim. Falls nicht, hätte Bietigheim plötzlich die mit Abstand besten Karten im Kampf um Rang drei. Dabei hatten nur wenige der SG den Aufstieg zugetraut angesichts des Verletzungspechs und harten Restprogramms.

Der jüngste Auswärtscoup der Bietigheimer ließ jedenfalls aufhorchen: Mit 14:19 lagen sie beim Tabellendritten SC DHfK Leipzig im Hintertreffen, drehten die Partie zum 30:28 und tauschten mit den Sachsen die Plätze. Nichts ist also unmöglich – auch für den TV Bittenfeld nicht. Der bleibt durch die Niederlage Leipzigs im Geschäft. „Wir sind in der absoluten Außenseiterrolle“, sagt der Trainer Jürgen Schweikardt. „Trotzdem wollen wir versuchen dranzubleiben.“

Mit einem Erfolg in Bad Schwartau hätte der TVB ein ganz dickes Ausrufezeichen gesetzt. Doch er musste anerkennen, dass der VfL an diesem Tag die bessere Form hatte. „Es war klar, dass wir nicht schadlos durch die restliche Rückrunde kommen“, sagt Schweikardt. Mit Bad Schwartau traf der TVB auf einen Gegner, der in eigener Halle immerhin den Ligaprimus TSG Friesenheim und den Zweiten HC Erlangen besiegte. Erschwerend hinzu kam für die Bittenfelder, dass beim VfL just zum Spiel am Donnerstag die Leistungsträger Henning Quade und Jan Schult ins Team zurückkehrten und sofort zu den Besten zählten.

„Wir müssen solche Niederlagen akzeptieren“, sagt der Coach. „Aber natürlich müssen wir unsere Lehren ziehen.“ So habe es seine Mannschaft nach einer richtig starken Anfangsviertelstunde nicht mehr geschafft, in der Abwehr mit der letzten Konsequenz hinzulangen. Allzu hart ins Gericht gehen indes möchte er mit seinen Spielern nicht. „Wir haben bis jetzt eine richtig gute Rückrunde gespielt, die Spieler sind fast in jedem Spiel bis an Maximum gegangen.“ Das sei nicht selbstverständlich.

Schweikardt ist sich sicher, dass sich an dieser Einstellung auch in den verbleibenden sechs Partien nichts ändern wird. Vielleicht kommt’s ja am 25. Mai in der Scharrena tatsächlich zum Hammer-Finale gegen die SG BBM Bietigheim. Sollte Leipzig noch mal schwächeln, könnte der letzte Spieltag die Entscheidung um den dritten und letzten Aufstiegsplatz bringen. Die ersten beiden Plätze dürften an Friesenheim und Erlangen vergeben sein.

„Wir rechnen aber nach wie vor nicht“, sagt Schweikardt. „Wir müssen zuerst unsere Hausaufgaben machen.“ Sprich: Eine Niederlage gegen den ASV Hamm-Westfalen am kommenden Freitag (20 Uhr) in der Scharrena darf sich der TVB unter keinen Umständen erlauben.