Schlüsselspiel um den Aufstiegsrang

Teil zwei der englischen Woche für den TV Bittenfeld am Mittwoch – und es kommt die erfolgreichste Rückrundenmannschaft: Die HSG Nordhorn-Lingen verlor zuletzt am zweiten Weihnachtsfeiertag und hat sich auf den dritten Rang geschoben. „Wir wissen, was auf dem Spiel steht“, sagt der Bittenfelder Trainer Jürgen Schweikardt. „Es geht um den Aufstiegsplatz.“

Beim 24:23-Sieg gegen den HC Erlangen stürzte die HSG Nordhorn-Lingen zum dritten Mal in dieser Saison den Tabellenführer, baute seine Serie im Jahr 2014 auf 13:1 Punkte aus und liegt mittlerweile auf dem dritten Aufstiegsrang. Der TV Bittenfeld lauert mit zwei Minuspunkten mehr auf dem Konto dahinter – und könnte heute mit einem Erfolge über Nordhorn mit dem Gegner gleichziehen. Bei einer Niederlage indes hätte der TVB vier Punkte Rückstand auf den letzten Aufstiegsrang. Das wäre eine ganze Menge angesichts des Gedränges in der Spitzengruppe.

„Wir haben ein großes Spiel vor der Nase“, sagt der Bittenfelder Trainer Jürgen Schweikardt. Eigentlich zwei ganz wichtige Partien, denn am Samstag bereits reisen die Bittenfelder zum nächsten Aufstiegskandidaten nach Leipzig. Da dürfte dem TVB noch die bittere 21:24-Hinspielniederlage in den Köpfen stecken. Für Leipzig indes hat Jürgen Schweikardt noch längst keinen Kopf. „Wir denken nur an Nordhorn.“

Bittenfelder Sieg im Hinspiel

Dumm nur, dass ausgerechnet jetzt in Großwallstadt die Serie des TVB ein Ende fand. Schweikardt hat das 22:28 allerdings bereits abgehakt und fürchtet keine negativen Auswirkungen auf die Psyche seiner Spieler. Es gebe keinen Grund, etwas infrage zu stellen. „Wir haben ein schlechtes Spiel gemacht und verloren“, sagt der Trainer. „Man kann ja kaum davon ausgehen, dass nach 17 Minuspunkten in der Hinrunde jetzt keiner mehr hinzukommt.“

Nun gelte es, sich auf dieses immens wichtige Spiel zu konzentrieren. „Die Spieler sind heiß, Nordhorn wird viel Gegenwehr von uns bekommen.“ Wie’s funktionieren könnte gegen den Ex-Erstligisten, zeigten die Bittenfelder beim 32:27-Sieg im Hinspiel. Es war einer der besten Auftritte des TVB in der Fremde in dieser Saison. Bei der HSG wechselten danach Licht und Schatten. Spätestens mit dem 26:21-Sieg gegen den Tabellenführer TSG Friesenheim kurz vor Weihnachten nahm die Mannschaft von Trainer Heiner Bültmann richtig Fahrt auf. In Großwallstadt musste sie zwar beim 21:22 noch mal klein beigeben, im Anschluss ließ sie in sieben Spielen lediglich beim 28:28 in Leipzig einen Punkt und schielt längst Richtung 1. Liga.

In den jüngsten vier Auftritten erwies sich die HSG als Meister der engen Spiele, siegte mit maximal zwei Toren Differenz. Das spricht zum einen für große Kampfkraft und zum anderen für Nervenstärke. „Nordhorn ist in allen Mannschaftsteilen sehr gut besetzt“, sagt Schweikardt. Nur Erlangen hat weniger Gegentreffer kassiert. Frank Schumann und Paul Trodler sind die Chefs in der Defensive. „Vorne spielt Nordhorn sehr variabel“ – und hat gleich vier Nationalspieler in seinen Reihen: die Niederländer Bobby Schagen und Patrick Miedema auf den Außenpositionen, deren Landsmann Nicky Verjans im rechten Rückraum und den Tschechen Pavel Mickal auf Linksaußen. Die Spielmacherposition teilen sich Axel Terwolbeck und Nils Meyer. Der linke Rückraumspieler Jens Wiese ist zweitbester Torschütze der HSG.

Schweikardt erwartet einen heißen Tanz. „Es wird um jeden Zentimeter gekämpft werden.“ Nicht mitmachen kann Martin Kienzle, der wegen einer Fingerverletzung bereits in Großwallstadt fehlte. Alexander Heib hat Probleme mit dem Knie. Sein Trainer geht aber davon aus, dass der Spielmacher einsatzfähig sein wird.

Info

Rund 1500 Tickets fürs Spitzenspiel sind verkauft. Es gibt also noch genügend Karten an der Abendkasse. Der TVB setzt für das Auswärtsspiel in Rimpar am Samstag, 5. April, einen Fan-Bus ein.