WILD BOYS mit Niederlage in Saarlouis

Der TV Bittenfeld 1898 musste sich am Samstagabend im Saarland geschlagen geben. Bei der HG Saarlouis setzte es eine 21:25 (11:14)-Niederlage, das Team konnte zu keiner Zeit an die starke Mannschaftsleistung aus dem Pokalspiel unter der Woche anknüpfen. Erfolgreichster Werfer war Martin Kienzle mit fünf Treffern.

Es ist mühsam, auf vergangene Spiele Bezug nehmen zu müssen. Abhaken und den Blick nach vorne richten war seit Anfang Dezember zwangsläufig die Order beim TVB, denn es standen acht Spiele innerhalb von vier Wochen auf dem Programm. In Saarlouis sahen die Bittenfelder Verantwortlichen nun die Auswirkungen der vergangenen strapaziösen Wochen. Der Gegner agierte frischer, wirkte konzentrierter und spielte mit dem Rücken zur Wand vor eigenem Publikum trotzdem befreit auf. So kam es, dass die WILD BOYS nur in der ersten Viertelstunde mithalten konnten.

Dennoch startete der TVB erfolgreich in die Partie, der gute Spielmacher Alexander Heib und Florian Schöbinger brachten die Gäste aus dem Rems-Murr-Kreis auf 2:1 (3.) in Front. Dann folgte bereits eine erste Phase, in der Bittenfeld frühzeitig die Führung hätte ausbauen können. Doch Lars Friedrich scheiterte vom Siebenmeterstrich, Dennis Szczesny vergab im Angriff die Torchance und Daniel Sdunek parierte im TVB-Gehäuse glänzend gegen HG-Trainersohn Tim Suton – es stand jedoch 3:2 für die HG, bevor Martin Kienzle mit drei Treffern in Folge auf 5:3 (10.) erhöhte.

Bis zum 8:8 (17.) durch Michael Schweikardts Siebenmetertreffer per Dreher verlief die Partie ausgeglichen, Rajko Milosevic bekam immer mehr Würfe des Bittenfelder Angriffs zu fassen. Dann mehrten sich technische Fehler im Spielaufbau, die Saarlouis geschickt zu Kontertreffern nutzte und wegzog. Kreisläufer Bartosz Janiszewski traf zur zwischenzeitlichen 13:9-Führung für die Hausherren. Der TVB rettete sich durch zwei Sdunek-Paraden und den Treffern von Friedrich und Schweikardt mit einem 11:14-Rückstand in die Pause.

In der Anfangsphase des zweiten Durchgangs versäumte es Bittenfeld dann, den schnellen Ausgleich herzustellen. Beste Torchancen wurden liegen gelassen, als die HG in einer Schwächephase selbst den Ball mehrfach durch technische Fehler herschenkte. Erst in der 41. Minute glich Peter Jungwirth per Dreher im zweiten Anlauf von Rechtsaußen zum 16:16 aus, als Simon Baumgarten zuvor nur den Pfosten getroffen hatte. Und auch beim 17:18-Anschlusstreffer (46.) durch Kienzle war noch alles offen.

Große Lücken in der Abwehr, ein weiterer verworfener Strafwurf sowie weitere Ballverluste im Angriff brachten die Waiblinger Vorstädter allmählich auf die Verliererstraße. Innerhalb von zehn Minuten gelang dem TVB nur noch ein Treffer, Saarlouis starker Spielmacher Merten Krings und Rückraumschütze Tim Suton warfen ihr Team in der Schlussphase so zu einem ungefährdeten Heimsieg.  Dem TVB war es während der gesamten Spielzeit nicht gelungen, eine konsequente Abwehrarbeit gegen die HG-Offensive aufzubieten und im Angriff die sich bietenden Torchancen zu nutzen.

„Wir waren körperlich und mental nicht in der Lage, an die Leistung aus dem kräftezehrenden Pokalspiel anzuknüpfen. Das hat man der Mannschaft ganz deutlich von Beginn an angemerkt“ sagte ein enttäuschter TVB-Trainer Jürgen Schweikardt nach dem Spiel. Er muss nun zusammen mit seinem Trainerkollegen Karsten Schäfer das Team auf das bevorstehende Highlight in der Porsche Arena vorbereiten. Am Freitag kommt Erstliga-Absteiger TUSEM Essen nach Stuttgart.

HG Saarlouis:
Milosevic, Jonczyk – Krings (8), Backovic (2), Janiszewski (2), Kessler (1), Weißgerber (2), Holzner (4), Suton (6), Schulz, Riganas.

TV Bittenfeld 1898:
Müller, Sdunek – Schöbinger (1), Kienzle (5), Weiß (2), Schweikardt (3/1), Friedrich (4), M’Bengue, Jungwirth (1), Baumgarten (2), Szczesny (1), Heib (2), Seiz.