“Die Mannschaft ist sehr stabil”

Großwallstadt, Nordhorn, Emsdetten: Das Programm des TV Bittenfeld hat es in sich. Um morgen beim Ex-Erstligisten HSG Nordhorn-Lingen zu bestehen, braucht der TVB eine nahezu optimale Leistung. Die HSG gilt als extrem heimstark – und der beste Saisonstart in der 2. Liga dürfte für zusätzliches Selbstvertrauen sorgen. Beim TVB ist Dennis Szczesny angeschlagen.

An den 17. März dieses Jahres werden sich die Bittenfelder nicht gerne erinnern. Chancenlos waren sie bei der 27:34-Niederlage in Nordhorn, 2:12 Punkte in Folge standen nach der Partie auf dem Konto. Grund genug für den Trainer Günter Schweikardt, seinem Sohn Jürgen Platz zu machen. Der damalige Spielmacher fehlte in dieser Partie wegen einer Wadenverletzung. Er hat sich aber berichten lassen, dass sein Team ohne Chance war.

Den meisten Teams erging’s in der vergangenen Saison wie dem TVB. Lediglich die beiden Aufsteiger Bergischer HC und TV Emsdetten sowie die SG BBM Bietigheim nahmen die Punkte aus Nordhorn mit. In der Saison 2011/2012 gewannen die Bittenfelder mit 35:33 in Nordhorn. „Da hatten wir aber ziemlich viel Glück“, sagt der Trainer Jürgen Schweikardt.

In der vergangenen Saison schloss Nordhorn, mit einem Punkt weniger als der TVB, auf Rang neun ab. Damit blieb es, wie Bittenfeld, unter seinen Möglichkeiten. Spielerisch zählte die HSG sicherlich zu den besten Teams der Liga. Daran dürfte sich auch in dieser Spielzeit nichts geändert haben, schließlich blieb der Kader fast komplett beisammen. Lediglich Eike Rigterink und Stephan Wilmsen haben den Verein verlassen. Frank Schumann kehrte vom ASV Hamm-Westfalen zurück und bildet gemeinsam mit Paul Trodler ein Bollwerk im Mittelblock.

In den ersten Spielen scheint das ganz gut funktioniert zu haben. In Erlangen trafen die beiden Teams mit den wenigsten Gegentreffern aufeinander. Bei den Franken, die von ihren jüngsten 18 Heimspielen lediglich zwei abgeben mussten, führte die HSG nach 20 Minuten mit 12:4 und nach 43 Minuten mit 19:16. Während einer Schwächephase kassierten die Nordhorner acht Treffer in Folge und mussten die Partie letztlich mit 22:27 hergeben.

Ähnlich wie beim TVB verfügen die Nordhorner über einen nicht allzu üppigen Kader. Die Qualität der Spieler indes dürfte ausreichen, um im vorderen Tabellendrittel mitzuspielen. „Da bin ich mir ziemlich sicher“, sagt Schweikardt. „Nordhorn hat eine gute Mischung aus erfahrenen und talentierten Spielern. Die Mannschaft ist sehr stabil.“ Im Tor steht mit Björn Buhrmester ein Klassemann. Im linken Rückraum hat die HSG den wurfgewaltigen Jens Wiese zu bieten. Die Aufgabe am Kreis teilen sich Paul Trodler (ehemals Tusem Essen) und Luca de Boer (vom TV Emsdetten). Auf der Position des Spielmachers agieren Alexander Therwolbeck und der Ex-Dormagener Nils Meyer.

Und dann gibt’s noch die „fliegenden Holländer“. Die beiden Außen Patrick Miedema und Bobby Schagen sowie der rechte Rückraumspieler Nicky Verjans sind nicht nur niederländische Nationalspieler, sondern auch extrem flink auf den Beinen und zudem sehr torgefährlich. Mit dem Tschechen Pavel Mickal auf Linksaußen bietet die HSG einen weiteren Nationalspieler auf. „In diesem Spiel sind wir alles andere als der Favorit“, sagt Schweikardt. „Wir werden aber sicher nicht da hochfahren, um das Spiel abzuschenken.“ An einem „richtig guten Tag“ könne der TVB auch in Nordhorn bestehen.

Heute Mittag gibt’s noch mal ein Abschlusstraining, schon im Anschluss macht sich der TVB im Bus auf die über 500 Kilometer lange Fahrt. Übernachtet wird in Nordhorn, nach dem Spiel morgen geht’s gleich zurück. Dennis Szczesny verpasste wegen einer Fußverletzung ein paar Tage. Schweikardt geht aber davon aus, dass er morgen auflaufen wird.

Info

In der zweiten Runde um den DHB-Pokal erwartet der TVB am kommenden Mittwoch, 23. Oktober (20 Uhr), in der Scharrena den Erstligisten TV Emsdetten. Der TVB weist darauf hin, dass die Dauerkarte für dieses Spiel nicht gültig ist. Tickets können wie gewohnt in der TVB-Geschäftsstelle oder bei allen Easyticket-Vorverkaufsstellen erworben werden oder über das print@home-Verfahren von Easyticket.