Kein Auswärtssieg des TVB bei den EULEN

Eine viel zu schwache Angriffsleistung des TV Bittenfeld 1898 bescherte dem Team eine deutliche 22:29 (8:10)-Auswärtsniederlage bei der TSG Ludwigshafen-Friesenheim. Knapp 35 Minuten lang hielt der TVB die Partie offen, dann kontrollierten die EULEN das Spielgeschehen, erhöhten konstant die Führung und fuhren verdient den Heimsieg ein.

Wie unterschiedlich es doch in der 2. Handball-Bundesliga zugehen kann. Noch vor einer Woche lieferten die WILD BOYS eine Spitzenleistung gegen Erstliga-Absteiger Neuhausen ab, gegen den diesjährigen Erstliga-Aufstiegskandidaten Friesenheim zeigte der TVB am Samstagabend eine äußerst magere Angriffsleistung. Und unterlag nach sechzig Minuten einer soliden Mannschaftsleistung der Hausherren. Dabei zeichnete sich eigentlich gleich zu Beginn eine heiß umkämpfte und sehenswerte Bundesliga-Partie zweier Teams auf Augenhöhe ab – einen 2:4-Rückstand (10.) verwandelte Bittenfeld in Unterzahl in eine 5:4-Führung (15.) durch Michael Schweikardt. Drei Minuten später erhöhte jedoch die TSG auf 7:5 durch den Ex-Bittenfelder Marco Hauk.

Der muntere Führungswechsel sollte allerdings der letzte sein. Rechtsaußen Michael Seiz stellte zwar den 7:7-Ausgleich (18.) noch her, danach sollten die EULEN ihre Führung aber nicht mehr aus der Hand geben. Als zur Pause das magere 8:10 von der Anzeigetafel leuchtete, hatte der TVB bereits fünfmal das Aluminium getroffen und mehrere Male das Spielgerät im Angriff durch technische Fehler verloren. Viel zu wenig, um die heimstarken Friesenheimer ernsthaft gefährden zu können. Immerhin: Die TVB-Abwehr stand gut. Nur ein Treffer gelang Friesenheim aus dem Spiel heraus, gleich sechs Mal trafen allerdings die beiden TSG-Außenpositionen per Konter.

Anders sah dies beim TVB aus. Während in der ersten Hälfte Lars Friedrich sein Team im Rennen hielt, so übernahm diesen Part im zweiten Durchgang Dominik Weiß im linken Rückraum. Energisch und treffsicher versuchte er den TVB in Schlagdistanz zu bringen, doch zu dieser Zeit war bereits die Vorentscheidung gefallen. Bittenfeld schaffte nämlich sechs Minuten nach Wiederanpfiff den 11:12-Anschlusstreffer durch Friedrichs sicher verwandelten Siebenmeter, doch drei Fehlversuche und die daraus resultierenden anschließenden Kontertreffer brachten dem TVB plötzlich den 11:15-Rückstand ein – die Partie war so gut wie gelaufen. Spätestens beim 25:17 (50.) durch Gunnar Dietrich hatten auch die mitgereisten Bittenfelder Fans ihre Hoffnung auf etwas Zählbares verloren.

„Wir waren heute nicht entschlossen und energisch genug im Angriff. Das ist einfach zu wenig, um gegen eine solch starke Friesenheimer Mannschaft gewinnen zu können“ sagte ein enttäuschter TVB-Coach Jürgen Schweikardt nach Abpfiff. Die mangelhafte Chancenverwertung, insbesondere in der ersten Halbzeit, war Hauptgrund für die verdiente Auswärtsniederlage der WILD BOYS in Friesenheim. Dominik Weiß, Lars Friedrich und Michael Seiz waren mit jeweils fünf Treffern erfolgreichste Werfer ihres Teams.

Sehr schwer wird es für den TVB in der kommenden Woche weitergehen. Am Sonntag trifft Bittenfeld in der Porsche Arena auf den TV Großwallstadt. Dabei soll der vierte Heimsieg im vierten Heimspiel vor einer Rekord-Zuschauerkulisse eingefahren werden. Um dies auch nur annähernd realisieren zu können, muss die eigene Angriffsleistung stark verbessert werden.

TSG Ludwigshafen-Friesenheim:
Klier, Bender – Grimm (4), Kogut (1), Dietrich (2), Lex (1), Fritsch, Just (5), Hauk (8), Unger, Schmidt (1), Kossler, Ulrich, Klimek (7).
 
TV Bittenfeld 1898:

Sdunek, Müller – Schimmelbauer, Schöbinger, Kienzle (2), Weiß (5), Schweikardt (1), Friedrich (5/3), M’Bengue, Jungwirth (1), Baumgarten (1), Seiz (5), Szczesny (1), Heib (1).