TVB will Sieg im zweiten Heimspiel

Mit dem erhofften Auswärtssieg beim Aufsteiger ist es nichts geworden, nun sollten die Bittenfelder Zweitliga-Handballer heute im zweiten Heimspiel dringend wieder in die Spur finden. Aber: Der Gegner Eintracht Hildesheim spielte den ASV Hamm beim 36:23 schwindelig. „Natürlich wissen wir, dass wir unter Druck stehen“, sagt der TVB-Trainer Jürgen Schweikardt.

Als übermäßig auswärtsstark haben die Bittenfelder in den vergangenen Jahren nicht gegolten. Angesichts der guten Form in der Vorbereitung und mit dem Auftaktsieg gegen den TV Hüttenberg im Rücken, hatten die Fans allerdings schon auf den Auswärtssieg beim TSV Altenholz spekuliert. Zumal es sich um einen Aufsteiger handelte. Umso größer war nach dem 25:27 die Enttäuschung bei den Verantwortlichen, Spielern und Fans. Die erinnern sich an die vergangene Saison, als der TVB nach dem souveränen 30:22-Auftaktsieg gegen den EHV Aue beim nicht so stark eingeschätzten HC Empor Rostock mit 30:33 scheiterte. „Darauf bin ich öfter angesprochen worden“, sagt der Bittenfelder Trainer Jürgen Schweikardt. Allerdings seien die Spiele kaum miteinander zu vergleichen, sie seien vielmehr isoliert zu sehen. Sicherlich sei die Leistung in Altenholz insgesamt nicht gut gewesen. Die magere Ausbeute von acht Toren in den ersten 30 Minuten sei ausschließlich der extrem schwachen Wurfausbeute geschuldet gewesen. „Herausgespielt haben wir die Chancen ja.“ Sollte der TVB heute ähnlich schlampig mit seinen Chancen hantieren, wird’s nichts mit dem zweiten Heimsieg. „Ich bin mir sicher, dass wir das in der Scharrena deutlich besser machen werden“, sagt Schweikardt. Dass die Hildesheimer den ASV Hamm gleich mit 13 Toren Differenz distanzierten, verblüffte auch den TVB-Coach. „Vor allem, wenn man die ersten Ergebnisse der Hammer gesehen hat.“ Auf den 40:31-Sieg im DHB-Pokal gegen Empor Rostock ließ der ASV das 29:27 gegen den Aufstiegskandidaten SG BBM Bietigheim folgen. Weniger überraschend wär’s für Schweikardt, wenn die Eintracht eine deutlich bessere Runde spielte als in der vergangenen Saison: Der 13. Platz war für den Erstliga-Absteiger eine riesige Enttäuschung. „Vielleicht hatte die Eintracht noch mit dem Abstiegs-Blues zu kämpfen. In diesem Jahr kann sie mit weniger Druck spielen.“ Auch, weil sie ihren Kader extrem umgebaut hat. Gleich zehn Spieler haben den Verein verlassen, die Neuen kommen in erster Linie aus der eigenen Jugend. Einen prominenten Zugang indes gibt’s – es ist allerdings nur ein halber Neuer: Damien Kabengele (32) kehrt nach Hildesheim zurück. Der kongolesische Nationalspieler soll die neue Leitfigur im Team werden. „Kaba“ spielte unter anderem zusammen mit Nikola Karabatic in Montpellier – und mit Jürgen Müller in Magdeburg. „Ich weiß, dass Hildesheim sein Traumverein ist“, sagt der Bittenfelder Torhüter. Vor allem in der Abwehr mache Kabengele einen hervorragenden Job. Ein weiterer Schlüsselspieler der Eintracht ist der Däne Michael Qvist, der dem TVB in der vergangenen Saison große Probleme bereitete. Für Schweikardt ist der Rückraumspieler einer der komplettesten Spieler in der 2. Liga. Er sei stark im Eins-gegen-eins, habe einen guten Wurf und sei zudem ein hervorragender Abwehrspieler. Im Vorjahr blieben die Bittenfelder gegen Hildesheim sieglos. Das 28:28 in der Scharrena war der erste Punktverlust im achten Heimspiel für den TVB, im Rückspiel unterlag er mit 23:24. Besonders viel Mühe hatte Bittenfeld mit der 6:0-Deckung des Gegners, der mit dem Ex-Nettelstedter Torhüter Dennis Klockmann einen starken Rückhalt hat. Der TVB steht also wieder vor einem schwierigen – und wichtigen – Spiel. „Wir spüren schon einen gewissen Druck“, sagt Schweikardt. „Aber der gehört im Sport dazu.“ Personell sieht’s gut aus, alle Spieler sind fit.