Magdeburg Sieger, WILD BOYS starker Vierter

Im Finale des INTERSPORT Masters um den Kempa Cup setzte sich der SC Magdeburg mit 26:22 (12:13) gegen FRISCH AUF! Göppingen durch. Der Titelverteidiger Rhein-Neckar Löwen gewann zuvor das Spiel um Platz 3 gegen Zweitligisten TV Bittenfeld mit 25:18 (11:12).

Spielplan Sonntag

Spiel Platz 7:
 TV 1893 Neuhausen – HBW Balingen-W. 21:30 (6:12)
Spiel Platz 5:
 RK Zagreb – RK Celje 20:18 (12:11)

Finale Handball-RegioCup SportRegion Stuttgart (männl. A-Jugend)
JSG Echaz-Erms – TV Bittenfeld 19:24 (11:8)

Spiel Platz 3: Rhein-Neckar Löwen – TV Bittenfeld 25:18 (11:12)
Finale: FA Göppingen – SC Magdeburg 22:26 (12:13)

Spiel um Platz 3:
 Rhein-Neckar Löwen – TV Bittenfeld 25:18 (11:12)

Von Beginn an war zu sehen, dass der Underdog aus Bittenfeld seine Rolle nicht annehmen wollte. Der TVB spielte ohne Respekt auf und stellte eine sichere Deckung, die den Angriff der Rhein- Neckar Löwen immer wieder vor Probleme stellte. Andy Schmid erzielte in der 11. Minute zwar die 6:4-Führung für den Bundesligisten, aber diese war nach dem sehenswerten Kempatrick, den Lars Friedrich zum 8:8 vollendete, wieder egalisiert. Kurz zuvor gab es jedoch eine Schrecksekunde für die Rhein-Neckar Löwen: Im Gegenstoß wurde Oliver Roggisch gefoult, der Abwehrchef fiel unglücklich auf den Arm und musste anschließend zur Behandlung in die Kabine, wo der Ellbogen bandagiert wurde.
Auch für seine Teamkollegen lief es in der Folge nicht optimal. Kurz vor dem Seitenwechsel kam Bittenfeld wieder zum 10:10-Ausgleich und dann durch Simon Baumgarten sogar zur ersten Führung seit der 3. Minute. Diese Führung nahm der Zweitligist dann auch mit in die Pause. Mit neuem Elan kamen die Löwen zurück auf das Feld, innerhalb von drei Minuten war die Partie zum 14:12 gedreht. Bittenfeld steckte nicht auf, leistete sich aber in einer hitzigen Partie mit 22 Strafminuten und zwei roten Karten vermeidbare Fehler im entscheidenden Moment.
Beim Stand von 17:15 für die Mannheimer kam es statt zum Anschlusstreffer zu zwei Fehlwürfen und einem Gegenstoßtreffer durch Patrick Groetzki. Der TVB tat sich schwer mit der jetzt offensiven Löwen-Deckung mit Stefan Sigurmansson in der Spitze und musste durch einen Doppelschlag von Kim Ekdahl du Rietz gar das 15:20 hinnehmen. Nun war der Widerstand gebrochen und der Favorit trumpfte mit seiner personellen Überlegenheit auf.
Der letztlich deutliche 25:18-Sieg geriet nicht mehr in Gefahr. So sicherten sich die Rhein-Neckar Löwen, die womöglich verletzungsbedingt erst einmal auf OIiver Roggisch verzichten müssen, den dritten Platz.

Rhein-Neckar Löwen:
Stojanovic (1.-25.), Landin (26.-50.); Schmid (3), Gensheimer (5/2), Roggisch, I. Guardiola, Sigurmansson (4), Gorbok (3), Myrhol (2), Groetzki (3), Karason, Abt (1), G. Guardiola (1), Ekdahl du Rietz (3)

TV Bittenfeld:
Sdunek (1.-25.), Müller (26.-50.); Schimmelbauer (4), Schöbinger (1), Kienzle, Weiß, Schweikardt (5/2), Friedrich (4), M ́Bengue (1), Jungwirth, Baumgarten (1), Seiz (1/1), Szczesny (1), Heib

Finale: FRISCH AUF! Göppingen – SC Magdeburg 22:26 (12:13)

Mit einem stabilen Deckungsverbund und einem schnellen Spiel nach vorne gelang dem von Frank Carstens trainierten SC Magdeburg im Finale schnell eine knappe Führung, die die Göppinger jedoch zunächst egalisieren konnten. Nach 13 Minuten setzten sich die spritziger aufspielenden Sachsen-Anhaltiner dann aber doch ab, da Göppingen häufig an SCM-Torhüter Dario Quenstedt scheiterte. Jure Natek sorgte in der ersten Welle für das 7:5. Das schwache Rückzugsverhalten schmerzte FAG-Trainer Velimir Petkovic, er verlangte nach einer Auszeit um sein Team neu einzustellen.
Doch die Schwaben entwickelten weiterhin keine guten Ideen gegen die starke Magdeburger Abwehr, die von Michael Haaß und Fabian van Olphen organisiert wurde. Die 9:6-Führung (19.) nutzte Magdeburg, um mit Marko Bezjak und Andreas Rojewski frische Rückraumspieler im Angriff zu bringen. Danach kam etwas Sand ins Getriebe der Bördeländer. Göppingen holte auf und per Siebenmeter setzte Marcel Schiller nach der Sirene den 12:13-Anschlusstreffer.
Nach Wiederanpfiff geriet Göppingen, bedingt durch eine schwache Abwehrleistung, zunächst weiter in Rückstand. Jure Natek sorgte nach 30 Minuten für die Magdeburger 17:14-Führung. Mit Tim Kneule am Regiepult war es zwar ein deutlich schnelleres Spiel als zuvor mit Michael Kraus, die Würfe waren aber nicht immer geschickt gewählt. Ein eleganter Spielzug für Christian Schöne brachte dann aber das 17:19, und im folgenden Gegenstoß setzte Marcel Schiller den Anschlusstreffer.
Doch Tim Kneule als Alleinunterhalter im Angriff war insgesamt zu wenig, um den Führung der variabler aufspielenden Magdeburger zu egalisieren. Da half auch die starke Leistung von Torhüter Primoz Prost nichts. Beim Stand von 18:22 wies neun Minuten vor Abpfiff alles in Richtung SCM-Turniersieg. Velimir Petkovic wechselte, Tim Kneule, Daniel Fontaine und Michael Thiede verließen zugunsten von Michael Kraus, Felix Lobedank und Momir Rnic das Feld. Doch es blieb dabei: Göppingen fehlte zu oft eine Spielidee, der Sieg beim INTERSPORT Masters um den Kempa Cup 2013 ging mit 26:22 recht deutlich an den SC Magdeburg.

FRISCH AUF! Göppingen:
Marinovic 1.-20., Prost 20.-50., Rutschmann (ne); Kraus, Kneule (3), Oprea, Schöne (2), Späth (5), Beljanski, Lobedank, Pevnov (1), Fontaine, Thiede, Rnic (7), Schiller (4/3)

SC Magdeburg:
Quenstedt (1.-25.), Eijlers (26.-50.); Kneer (4), Rojewski (2), Musche (4), Geballa, van Olphen (1), Hornke (1), Natek (3), Grafenhorst (2), Haaß (3), Bezjak (1), Weber (4/1), Jurecki (1)

Zahlen zum Turnier:

> 8 Mannschaften, insgesamt rund 120 eingesetzte Spieler
> 4 Schiedsrichtergespanne
> 16 Spiele, insgesamt 840 Spielminuten
> davon 4 Freitagspiele in Lenningen, Wolfschlugen, Schwaikheim, Neckarsulm
> 824 Tore
> rund 2.000 Zuschauer an den Freitagspielorten
> ca. 2.100 Zuschauer am Samstag im Glaspalast Sindelfingen
> ca. 2.500 Zuschauer am Sonntag im Glaspalast Sindelfingen


Ehrengäste unter anderem

Martin Heuberger, Bundestrainer / Hans Artschwager, Präsident Handballverband Württemberg / Bernhard Bauer, designierter DHB-Präsident

Bester Torschütze:

Momir Rnic, FRISCH AUF! Göppingen, 25/1 Tore

Bester Torhüter: Primoz Prost, FRISCH AUF! Göppingen

Abschlusstabelle:1) SC Magdeburg2) FRISCH AUF! Göppingen3) Rhein-Neckar Löwen4) TVBittenfeld5) RK Zagreb6) RK Celje7) HBW Balingen-Weilstetten8) TV Neuhausen