Starker Auftritt der dezimierten WILD BOYS

Der TV Bittenfeld 1898 hat das Heimspiel gegen die TuS Ferndorf überraschend souverän mit 36:24 (17:10) gewonnen. Ohne den gesperrten Michael Schweikardt und dem an der Schulter operierten Dominik Weiß sowie den angeschlagenen Florian Schöbinger und Lars Friedrich schien die Aufgabe schwer zu werden. Doch die verbliebenen WILD BOYS haben eine starke Partie gezeigt.

Sehr engagiert begannen die Gäste aus Ferndorf, die ihre erste und zweite Angriffswelle konsequent verfolgten und demnach die Partie lange Zeit offen hielten. Der schnelle 0:2-Rückstand des in dieser Konstellation kaum aufeinander eingespielten TVB-Teams rief die Abwehrexperten der Bittenfelder auf den Plan. In der Folge stand die defensive 6:0-Abwehr besser, den Gästen unterliefen mit fortschreitender Spielzeit immer mehr technische Fehler. 7:7 stand es nach zwölf Minuten, danach gelang Ferndorf elf Minuten lang kein Treffer mehr. Nach 23 Minuten das 13:8, die WILD BOYS konnten über ihren starken Spielmacher Martin Kienzle bis auf 17:10 zur Halbzeit erhöhen.

Neben dem guten Kienzle agierten im Rückraum für den fehlenden Weiß das Bittenfelder Urgestein Adrian Wehner sowie Dennis Sczcesny und der angeschlagene Florian Schöbinger. Wehner trumpfte vor allem im zweiten Durchgang auf und besorgte die hohe Führung des TVB. Genauso gut und erfolgreich kämpfte sich Dennis Szczesny durch die Ferndorfer Abwehrreihen. Die zeigte sich immer wieder zu löchrig und hatte Probleme mit dem schnellen Bittenfelder Spiel. In der 40. Minute schlug Kienzles Rückraumwurf aus dem Stand im oberen langen Eck zum 22:15 ein, zehn Minuten später lag Simon Baumgarten quer in der Luft und erzielte nach dem passgenauen Zuspiel von Michael Seiz das 28:19.

Spielentscheidend für den souveränen Heimsieg der WILD BOYS wurden an diesem Pfingstsonntag vor 1.555 Zuschauern die schnellen Kontertreffer des TVB. Gute Paraden von Jürgen Müller und Daniel Sdunek sicherten den Hausherren unzählige Gegenstöße, die von Michael Seiz und Tobias Schimmelbauer genutzt wurden – die nachrückenden Dennis Szczesny und Lars Friedrich schlossen zumeist die zweite Welle ab. Neben den Paraden des TVB-Torhüterduos waren es aber auch die vielen technischen Fehler, die den Gästen aus Ferndorf unterliefen. Ungenaue Pässe, Schrittfehler, Stürmerfoul, Ferndorf stellte sich oftmals selbst ein Bein und wurde dafür vom Rems-Murr-Kreis-Vertreter bestraft.

„Wir waren vor dem Spiel etwas nervös aufgrund unserer Ausfälle, Flo Schöbinger ging zudem sehr angeschlagen in die Partie. Doch die Jungs haben unser Konzept, das wir unter der Woche erarbeitet haben, sehr gut umgesetzt“ sagte Interimstrainer Jürgen Schweikardt zu dem 36:24-Kantersieg gegen Ferndorf. „Wir haben bislang kaum in dieser Besetzung zusammengespielt“ so Schweikardt weiter über das ungewöhnliche Auftreten des TVB. „Adi Wehner, Michael Seiz und Martin Kienzle hatten bislang wenige Einsatzzeiten. Gerade sie haben heute ein sehr gutes Spiel gemacht“ lautete sein Fazit.

TV Bittenfeld 1898:
Sdunek, Müller – Schimmelbauer (3), Schöbinger (2), Kienzle (6/1), Friedrich (8/2), Jungwirth (1), Baumgarten (2), Wehner (5), Seiz (3/1), Sczcesny (6).
 
TuS Ferndorf:

Rottschaefer, Hamers – A. Sijaric, Prskalo, Basic (3), Aust(2), Breuer (1), Hilger (2), Thomas (2), Lange (10), Johnen (2), M. Sijaric (1), Barkow, Schneider (1).