Perspektivteam unterliegt knapp im Stadtderby

Mit einer knappen, aber letztendlich verdienten 30:32 (13:14) Heimniederlage, endete das Stadtderby gegen die Gäste vom VfL Waiblingen, welche sich dadurch gleichzeitig für die empfindliche Hinspielniederlage revanchierten. Trotz der Niederlage konnte man auf Seiten der Hausherren mit der gezeigten Leistung sehr zufrieden sein. Denn anders als wie im Hinspiel hatte man dieses Mal große personelle Probleme. Neben den U21-Bundesligaspielern musste man neben Lucas Volz und Jay Gantner auch noch kurzfristig auf Abwehrspezialist Wolfgang Federhofer verzichten. So wurde der Kader mit Marc Wissmann und Torben Schröder von der Dritten Mannschaft und Fabian Tschirley aus der A-Jugend aufgefüllt. Umso erstaunlicher war es dann, dass man trotzdem dem Favoriten Paroli bieten konnte und letztendlich nur am knappen Personal und an einem starken Gästetorhüter Stefan Doll scheiterte.

Das Spiel begann auf beiden Seiten mit vielen technischen Fehlern. Während die Gäste sichtlich Probleme mit der offensiven Deckung der Wild Boys hatten, waren diese sehr nervös und so fabrizierten beide Mannschaften Fehlwürfe und technische Fehler zuhauf. So dauerte es fast fünf Spielminuten, bis Jens Baumbach das erste Tor erzielen konnte. Jetzt nahm das Spiel langsam Fahrt auf und die Hausherren konnten über ein 2:0 und 5:3 erstmals in Führung gehen, was die Waiblinger Gäste mit drei Toren in Folge zur ersten Gästeführung ummünzten. Darauf ließen sich die Wild Boys nicht lange bitten und erzielten selbst drei Tore in Folge um dann wieder eine zwei Tore-Führung herauszuarbeiten. Dann folgte wohl die Schlüsselszene des Spiels. Beim Treffer zum 9:7 in der 20.Spielminute, viel Jens Baumbach so unglücklich auf den Rücken, dass er mit einer schweren Rückenverletzung ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. Trotz Überzahl war man auf Seiten der Hausherren so geschockt, dass man dadurch sogar zwei Tore hinnehmen und keines erzielen konnte. Des Weiteren musste man durch den Ausfall, das taktische Konzept der offensiven Deckung zurückziehen, da man nur noch einen Rückraumspieler auf der Auswechselbank zur Verfügung hatte und so dass Tempo nicht über die restliche Spielzeit durchhalten konnte. Dies sollte sich dann für die Gäste vor allem Mitte der Zweiten Spielhälfte auszahlen. Nach dem 9:9 blieb die Partie dann bis zur Halbzeit weiter ausgeglichen, wobei die Waiblinger kurz vor dem Halbzeitpfiff, noch die 13:14 Halbzeitführung erzielen konnte. Hierbei war jetzt aber schon klar zu erkennen, dass man jetzt mit der defensiven Abwehrformation große Probleme gegen die Waiblinger Rückraumspieler Axel Steffens und Johannes Felden bekommen würde.

Nach dem Wechsel war man auf Seiten der Wild Boys gespannt, ob man wie in den letzten Spielen gegen die Top-Mannschaften aus Schwäbisch Gmünd und Oppenweiler, wieder nur eine Halbzeit lang mithalten konnte.  Doch dieses Mal hatte das Perspektivteam wohl aus den vorigen Fehlern gelernt. So begann man hochkonzentriert und konnte sofort den Ausgleich erzielen. Doch leider konnte man, wie schon zum Ende der ersten Spielhälfte, das Abwehrniveau in der defensiven Abwehrformation nicht halten. So erzielten die Gäste ihre Tore wesentlich leichter, als das junge Perspektivteam. So gelangen den Gästen, beim 16:18,zum ersten male eine Zwei-Tore-Führung, welche bis zum 20:21 ständig von den Wild Boys verkürzt wurde. Hierbei zeigten vor allem die beiden A-Jugendlichen Julian Linsenmaier und Kai Wissmann im Rückraum, mit tollen Würfen, ihre Klasse für die Zukunft. 

Leider scheiterte man dann mit einem Lattenschuss am möglichen Ausgleich und dies nutzten die erfahrenen Gäste in Form von Axel Steffens und Kreisläufer Marc Kallenberg, um seinerseits mit 23:26 in Führung zu gehen. Als man dann auch noch in der 50.Spielminute in Doppelter Unterzahl agieren musste, erzielten die Waiblinger drei Tore in Folge zum vorentscheidenden 23:29. Für viele in der gut besetzten Gemeindehalle schien das Spiel nun gelaufen. Anders für das kämpferisch überzeugende Bittenfelder Perspektivteam. Mit einer 4/2-Deckung setzte man nun alles auf eine Karte und wie schon gegen die 3/2/1-Deckung im ersten Spielabschnitt, bereitete dies den Gästen große Probleme. Des Weiteren konnte der nun ins Tor befördere A-Jugendtorwart Tobias Klemm mehrere Bälle parieren. Über Rechtsaußen Torben Schröder und den starken Kreisläufer Alexander Bischoff konnte man Tor um Tor verkürzen. Leider bekam man dann beim Stande von 29:31, zwei Minuten vor Spielende, eine empfindliche Zeitstrafe aufgebrummt, was die erfahrenen Gäste dann zum entscheidenden 29:32 nutzten. Das Spiel war entschieden und so endete die Partie dann verdient mit 30:32 für die Waiblinger Gäste.

Baldreich, B.Gantner, Klemm im Tor – Randi, Linsenmaier (7/2), Gille (1), Luithardt (2/1), K.Wissmann (3), M.Wissmann (1), Baumbach (3), Schröder (6), Bischoff (7), Tschirley.