Der TVB kämpft um den Anschluss

Nächster dicker Brocken für den TV Bittenfeld: Im Duell beim punktgleichen TV Hüttenberg will der TVB heute Abend die verlorenen Zähler gegen Eisenach wieder zurückholen. Es ist das Duell der Ambitionierten – und Enttäuschten: Die Rückrunden-Bilanzen des TVB (3:5 Punkte) und TVB (2:6) sind nicht gerade berauschend.

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Lennert Brinkhoff kommentiert das Spiel von 19.50 Uhr an bei uns im Live-Radio.

Zum dritten Mal bereits in dieser Saison treffen heute der TV Hüttenberg und der TVB aufeinander. In der zweiten Runde um den Pokal des Deutschen Handball-Bundes hatten sich die Bittenfelder Ende September vergangenen Jahres beim Erstliga-Absteiger klar mir 32:39 geschlagen geben müssen. Dabei führte der TVB kurz nach der Halbzeit noch mit 23:21 und brach dann ein. Eine Woche später drehten die Bittenfelder den Spieß um. Die Auseinandersetzung am fünften Spieltag in der Scharrena war jedoch eine deutlich knappere, ja dramatische Angelegenheit. Der TVB-Keeper Jürgen Müller rettete beim Stand für 28:27 für den TVB mit einem in der Schlusssekunde gehaltenen Siebenmeter die Punkte.

Mit diesem Sieg und 8:2 Zählern untermauerte der TVB seine Ambitionen, während die Hüttenberger mit 5:5 Punkten im Mittelfeld steckten. Im Laufe der Runde indes fing sich die Mannschaft von Trainer Heiko Karrer und stand am Ende der Hinrunde dort, wo sie von vielen erwartet worden war: mit 23:13 Punkten auf Rang fünf, nur einen Zähler hinter dem Dritten Bittenfeld. „Hüttenberg hat in der 1. Liga viel Erfahrung gesammelt“, sagt der TVB-Trainer Günter Schweikardt. „Es war von Anfang an einer der Aufstiegsfavoriten.“

Wie der TVB, so schwächelten jedoch auch die Hüttenberger in den ersten vier Spielen der Rückrunde. Mit 3:5 Punkten fällt die Bilanz zwar ein bisschen freundlicher aus als die des TVB (2:6). Es lief aber plötzlich nicht mehr so rund bei den Mittelhessen. Das fing bereits mit der bösen Überraschung am zweiten Weihnachtsfeiertag an, der 27:30-Heimniederlage gegen den Aufsteiger TuS Ferndorf, und fand im neuen Jahr mit dem 25:25 gegen SV Henstedt-Ulzburg, einem weiteren Neuling, seine Fortsetzung. In Hildesheim (23:29) gab’s ebenso wenig zu holen wie zu Hause gegen die HG Erlangen (23:27). Zuletzt indes setzte sich der TVH locker und souverän mit 29:24 bei der HG Saarlouis durch und scheint die kleine Schwächephase ausgerechnet vor dem Spiel gegen den TVB überwunden zu haben.

Überragende Spieler des TVH in Saarlouis waren der Spielmacher Florian Laudt und der linke Rückraumspieler Jonas Faulenbach, der acht Treffer erzielte. Auf dieser Position sind die Hüttenberger gleich dreifach besetzt: Im Pokal machte Marc Pechstein dem TVB große Schwierigkeiten, zudem hat Trainer Karrer mit dem Polen Tomasz Jezewski eine gute Alternative. Im rechten Rückraum spielt der künftige Friesenheimer Stefan Lex, sein Pendant Andreas Scholz fehlt derzeit wegen eines Daumenbruchs. Starker Rückhalt der TVH ist das Torhüterduo Jan-Steffen Redwitz/Matthias Ritschel. Der Kreisläufer Sebastian Weber, der zur nächsten Saison zum Erstligisten HSG Wetzlar wechselt, fehlte in Saarlouis noch wegen den Folgen eines Autounfalls. Heute dürfte er jedoch sein Comeback feiern.

Schweikardt hofft, dass seine Spieler die Enttäuschung nach der Niederlage gegen Eisenach weggesteckt haben. „Wir dürfen uns nicht allzu lange damit aufhalten“, sagt er. „Und wir werden alles daransetzen, die Punkte aus Hüttenberg mitzunehmen.“ Dazu indes sei eine deutlich besser Angriffs- wie Abwehrleistung nötig. „Wir müssen auch wieder zu Gegenstößen kommen.“