Starke Reaktion der Bittenfelder

Nach zwei Niederlagen in Folge und enttäuschenden Leistungen hat sich der Handball-Zweitligist TV Bittenfeld gestern Abend eindruckvoll zurückgemeldet. Bei der TSG Ludwigshafen-Friesenheim siegte der TVB vor 1140 Zuschauern überraschend deutlich mit 34:25. Nach zwei Niederlagen in Folge und enttäuschenden Leistungen hat sich der Handball-Zweitligist TV Bittenfeld gestern Abend eindruckvoll zurückgemeldet. Bei der TSG Ludwigshafen-Friesenheim siegte der TVB vor 1140 Zuschauern überraschend deutlich mit 34:25 (17:11). Torhüter Jürgen Müller präsentierte sich in prächtiger Form.

Bei den Friesenheimern meldete sich nach Felix Kossler mit dem ehemaligen Nationalspieler Stephan Just auch der zweite Langzeitverletzte zurück. Das machte die Aufgabe für die nach den jüngsten Pleiten etwas verunsicherten Bittenfelder nicht gerade leichter. Für die Eulen war Justs Rückkehr auch deshalb wichtig, weil der Erstligist TV Großwallstadt den mit Zweifachspielrecht ausgestatteten Cornelius Maas nicht freigab.

Bittenfeld reiste in Bestbesetzung an – und machte vom Anpfiff weg einen konzentrierten Eindruck. Offensichtlich wollte der zuletzt etwas gebeutelte TVB die Steilvorlage nutzen, die ihm die Konkurrenz tags zuvor gegeben hatte: Mit dem ThSV Eisenach, dem TV Hüttenberg und der SG BBM Bietigheim hatten gleich drei Aufstiegskandidaten überraschende Heimniederlagen einstecken müssen. Bei einem Sieg wären die Bittenfelder also wieder dick im Geschäft gewesen.

Bei den Friesenheimern saßen Kossler und Just zu Beginn auf der Bank. Es entwickelte sich zunächst eine ausgeglichene Partie, in der der TVB meist knapp die Nase vorne hatte (4:2/5:5/7:7/8:7). Ein Tempogegenstoß des in der vorgezogenen Abwehrformation und im Angriff starken Tobias Schimmelbauer – er erzielte in den ersten 30 Minuten fünf Tore – brachte den TVB mit 10:8 in Vorteil (15.). Der gute Michael Schweikardt sorgte mit seinem dritten Siebenmeter für das 11:8 (17.).

Bittenfeld gewann immer mehr an Sicherheit, Torhüter Jürgen Müller avancierte zum großen Rückhalt. TSG-Trainer Thomas König brachte Kossler und Just, doch vor allem Letzterer erwischte keinen guten Tag. Friesenheim leistete sich, wie schon unter der Woche bei der Niederlage gegen Bietigheim, zu viele Fehler im Angriff. Und die nutzte der TVB mit der ersten und zweiten Welle clever aus. Die 5:1-Abwehr stand sicher, was nur zwei Gegentreffer in zwölf Minuten belegen. In die Pause gingen die Bittenfelder mit der deutlichen 17:11-Führung.

Entschlossen startete der TVB auch in den zweiten Spielabschnitt. Müller hielt sein Niveau aus der ersten Hälfte und stach den ansonsten so starken Friesenheimer Keeper Kevin Klier aus. Der Gast ließ sich auch von der kurzen Deckung gegen Lars Friedrich und der frühen zweiten Zeitstrafe gegen Michael Schweikardt nicht aus der Ruhe bringen, der Vorsprung pendelte sich zwischen fünf und sechs Toren ein.

Nach Kosslers 19:24 (44.) hatte die TSG die Chance, in Überzahl auf vier Tore zu verkürzen. Doch Florian Schöbinger verwandelte eiskalt zum 25:19. Im Anschluss leistete sich Friesenheim ein Stürmerfoul, zwei Zeitstrafen und zwei Ballverluste, der TVB hielt den Gegner beim 26:20 (50.) auf Distanz. Die Eulen versuchten es noch einmal mit einer Umstellung in der Defensive, doch auch die 4:2-Deckung hielt den TVB nicht auf. Der offensichtlich entnervte Klier machte Platz für Max Bender, doch auch der zweite Torhüter brachte die Wende nicht mehr. Nach einem weiteren Kontertreffer von Peter Jungwirth war die Partie beim 29:20 sieben Minuten vor dem Ende gelaufen. Der TVB siegte sicher mit 34:25 – und kann sich am kommenden Freitag (20 Uhr) in der Scharrena gegen Eisenach den dritten Rang zurückholen.

TSG Ludwigshafen-Friesenheim: Klier, Bender; Grimm (7/3), Klee, Kraushaar (3), Fritsch, Sigtryggsson (4), Just (1), Hauk (3), Claussen (2), Schwenzer, Kossler (4), Klimek (1).

TV Bittenfeld: Müller, Sdunek; Schimmelbauer (7), Schöbinger (2), Kienzle, Weiß (2), Michael Schweikardt (7/4), Friedrich (4/1), Jürgen Schweikardt, Jungwirth (5), Baumgarten (6), Wehner, Seiz (1), Szczesny.