Bittenfeld holt Talent aus Schwäbisch Gmünd

Der Handball-Zweitligist TV Bittenfeld meldet den ersten neuen Spieler für die nächste Saison: Vom Württembergligisten TSB Schwäbisch Gmünd kommt Djibril M’Bengue. „Wir freuen uns, dass wir ein hoffnungsvolles Talent aus der Region bekommen haben“, sagt der Trainer Schweikardt.

Großartig informieren musste sich der Bittenfelder Coach über seinen Neuzugang nicht: Djibril M’Bengue spielte in der Jugend in Plüderhausen. Natürlich blieb der wurfgewaltige Linkshänder auch nach dem Wechsel zu dem Württembergligisten TSB Schwäbisch Gmünd im Blick der Bittenfelder. „Unter Trainer Michael Hieber hat sich Djibril sehr gut entwickelt“, sagt Günter Schweikardt. Mit 1,96 Metern und 102 Kilogramm bringe M’Bengue die körperlichen Voraussetzungen für die 2. Liga mit. Im Training habe er gute Ansätze gezeigt. „Außerdem haben wir mit Lars Friedrich nur einen Linkshänder im rechten Rückraum.“

Was der Neue drauf hat, bewies er unter anderem im November vergangenen Jahres im Rems-Derby: Beim 35:33-Sieg des TSB Schwäbisch Gmünd gegen den VfL Waiblingen trug er sich gleich elfmal in die Torschützenliste ein und war der überragende Spieler auf dem Spielfeld.

In den nächsten Tagen wird der Plüderhäuser beim TVB einen Zweijahresvertrag unterzeichnen. Sicherlich sei der Sprung von der Württembergliga in die 2. Bundesliga gewaltig, sagt Schweikardt. M’Bengue werde aber nicht unter Druck gesetzt. „Wir warten ab, wie er sich macht.“ Eine Option sei, das Talent mit einem Zweifachspielrecht bei einem Baden-Württemberg-Oberligisten oder Drittligisten auszustatten.

An Heiligabend vorigen Jahres, zwei Tage vor dem Spiel der Bittenfelder gegen Leipzig in der Porsche-Arena, absolvierte M’Bengue ein Probetraining an Ort und Stelle. „Das war schon sehr aufregend“, sagt der 20-Jährige. Die Kollegen hätten es ihm aber sehr leichtgemacht. „Die waren alle super nett.“ Seither trainiert M’Bengue bei den Bittenfelder regelmäßig mit – und freut sich, dass ihm der TVB einen Vertrag für die nächsten beiden Spielzeiten anbietet. Er ist sich bewusst, dass es nicht ganz einfach werden wird. „Aber irgendwann muss ich den Schritt ja wagen, und mit 20 bin ich fast schon ein bisschen spät dran“, sagt er. „Ich brauche sicherlich noch Zeit, doch ich denke, ich kann es schaffen.“

Derzeit absolviert Djibril M’Bengue ein Freiwilliges Soziales Jahr in Schwäbisch Gmünd. Detaillierte Berufspläne hat er noch nicht. „Vielleicht werde ich studieren, was, weiß ich noch nicht.“

Bevor M’Bengue beim TV Bittenfeld voll einsteigt, konzentriert er sich auf seinen aktuellen Verein. Der TSB Schwäbisch Gmünd hat als Tabellenvierter, mit einem Punkt Rückstand auf Rang zwei, noch beste Chancen auf den Aufstieg in die Baden-Württemberg-Oberliga. Sollte es der TSB tatsächlich schaffen, könnte M’Bengue seinem Heimatverein per Zweifachspielrecht treu bleiben.