WILD BOYS feiern eine 6:0-Punkte-Woche

Der TV Bittenfeld 1898 hat die englische Woche in der 2. Handball-Bundesliga optimal genutzt. Nach dem Auswärtserfolg beim SV Henstedt-Ulzburg und dem Heimsieg gegen die HG Saarlouis konnte sich das Team am Samstagabend auch beim Aufsteiger TuS Ferndorf erwartungsgemäß durchsetzen. Erfolgreichste Werfer beim 28:24 (13:11)-Punktgewinn waren Lars Friedrich mit sieben und Michael Schweikardt, Dominik Weiß und Peter Jungwirth mit jeweils fünf Treffern.

Bereits im Vorfeld war allen TVB-Verantwortlichen samt Team klar, dass die englische Woche im Dezember eine große Gelegenheit für den TV Bittenfeld 1898 sein könnte an die vorderen Tabellenplätze in der 2. Bundesliga heranzurücken. Nach dem Auswärtserfolg gegen Ferndorf steht fest: Die WILD BOYS haben diese Woche optimal ausgenutzt und 6:0-Punkte eingefahren. In der Tabelle schlägt sich das im vierten Tabellenplatz nieder, punktgleich mit dem Dritten und ebenfalls am Wochenende siegreichen TV Hüttenberg.

Als Favorit war der TVB nach Ferndorf angereist, um in der Sporthalle Kreuztal seinen dritten Auswärtssieg einzufahren. Einfach sollte es jedoch für den TVB nicht werden. Die Hausherren legten munter los, führten mit 3:1 (6.). Bittenfeld wirkte anfangs nervös und fand gegen die flinke Abwehr zunächst kein probates Mittel. Nach einer ersten Eingewöhnungsphase und einigen schlecht vorbereiteten Würfen aus dem Rückraum lief es plötzlich wieder für den TVB. Den Rückstand verwandelte die komplett angetretene Mannschaft durch zwei Lars Friedrich-Treffer in eine 8:4-Führung (16.). Doch so schnell wie sich Bittenfeld den Vorsprung erkämpft hatte, so schnell vergab das Team durch eigene technische Fehler die verdiente Führung. Drei Tore im Minutentakt machten aus dem 9:5 ein 9:9 (24.).

Vier Minuten vor dem Halbzeitpfiff trübte sich die Stimmung der angereisten TVB-Fans auf der Tribüne. Zuerst flog Tobias Schimmelbauer vom Feld, kurz darauf stellten die Unparteiischen Simon Baumgarten wegen einer Fußabwehr hinaus. In doppelter Unterzahl beim Spiel 4 gegen 6 zogen die verbliebenen WILD BOYS kurz vor der Pause auf 13:11 davon. Großen Anteil daran hatte einmal mehr Bittenfelds Keeper Jürgen „Krake“ Müller, der sich über die gesamte Spielzeit als zuverlässiger Rückhalt erwies und starke Paraden zeigte. Nach dem Wiederanpfiff lief es zunächst ganz gut für den TVB, allerdings nur für zehn Minuten.

Ferndorfs Carsten Lange war es, der in der 41. Minute den Anschlusstreffer zum 17:18 erzielte und das Publikum hoffen ließ. Der TVB legte jedoch erneut den Schalter um – zweimal Friedrich, einmal Weiß und der sehenswerte Heber von Peter Jungwirth löschten das kurze Strohfeuer des Gastgebers. Von da an ließ sich Bittenfeld den Auswärtssieg nicht mehr nehmen und sorgte mit dem schönen Tor von Tobias Schimmelbauer (26:20) und dem Siebenmetertreffer durch Michael Schweikardt (27:20) fünf Minuten vor dem Ende für die Entscheidung. Der Aufsteiger aus Ferndorf konnte im Schlussspurt ein wenig Ergebniskosmetik gegen überlegene Bittenfelder betreiben.

„Unsere gute Vorbereitung auf den Gegner war der Grundstein für den heutigen Erfolg“ sagte Günter Schweikardt nach Spielende. Er zeigte sich zufrieden mit der konzentrierten Leistung seiner Mannschaft, die sich nur zwei Tage lang auf Ferndorf vorbereiten konnte. Mit breiter Brust kann der TV Bittenfeld 1898 jetzt die kommenden Aufgaben in Angriff nehmen. Am kommenden Freitag gastiert Eintracht Hildesheim in der SCHARRena und will die bisherige Unbesiegbarkeit der WILD BOYS in eigener Halle brechen. Danach folgt das schwere Auswärtsspiel beim heimstarken HC Erlangen, bevor es in der Porsche Arena vor über 5.000 Zuschauer gegen den DHfK Leipzig gehen wird.


TV Bittenfeld 1898:

Müller, Sdunek – Schimmelbauer (3), Schöbinger, Kienzle, Weiß (5), M. Schweikardt (5/2), Friedrich (7), Jungwirth (5), Baumgarten (2), Wehner (1), J. Schweikardt, Seiz, Szczesny.

TuS Ferndorf:
Rottschaefer, Hamers – A. Sijaric (4), Aust (1), Breuer (4), Hilger (2), L. Schneider, Thomas (5/1), Lange (4), Johnen (2), M. Sijaric (1), Bettig, Barkow (1), J. Schneider.