Michael Schweikardt im Interview

Vor dem Auswärtsspiel beim Aufsteiger TuS Ferndorf hat sich Thomas Wagner vom ZVW mit TVB-Spielmacher Michael Schweikardt unterhalten.

Herr Schweikardt, der TVB hat die HG Saarlouis am Mittwoch klar beherrscht. Ist Saarlouis ohne Daniel Fontaine nur die Hälfte wert oder hat der TVB mittlerweile in der Scharrena eine große Portion Selbstvertrauen, die es jedem Gegner schwer macht?

Ich denke, beides hat eine Rolle gespielt. Sicherlich hat Saarlouis mit Fontaine eine andere Klasse und mehr Durchschlagskraft aus dem Rückraum. Auf der anderen Seite haben uns die vielen Siege in der Scharrena viel Selbstvertrauen gegeben. Wir fühlen uns stark, und ich glaube, wir hätten auch gewonnen, wenn Fontaine dabei gewesen wäre.

Der TVB ließ die große Gelegenheit aus, den Gegner deutlicher zu besiegen. Trübt das den Erfolg etwas?

Den Erfolg trübt das nicht, auch wenn man nach einem klareren Sieg mit einem anderen Gefühl aus dem Spiel herausgeht. Die beiden Gegentore in der letzten Minute hätten sicher nicht sein müssen. Aber wir haben die zwei Punkte, und die zählen.

Am Samstag geht’s nach Ferndorf. Der Aufsteiger kassierte am Mittwoch in Rostock eine 29:45-Schlappe und rutschte an Tabellenende. Die Chance auf zwei weitere Punkte sollte sich Bittenfeld nicht entgehen lassen.

Es sind ähnliche Voraussetzungen wie vor unserem Spiel in Henstedt. Wir fahren als Favorit nach Ferndorf und möchten dieser Rolle auch gerecht werden. Wir wollen einen guten Dezember spielen, und da gehört ein Sieg in Ferndorf dazu.

Sollte Hüttenberg in Leutershausen Federn lassen, stünde der TVB im Erfolgsfall auf einem Aufstiegsplatz. Gibt das zusätzliche Motivation?

Ob wir auf einem Aufstiegsplatz stehen oder nicht, ist erst mal außen vor. Wir schauen nicht, was die Gegner machen. Für unser Spiel in der Porsche-Arena wär’s natürlich günstig, wenn wir möglichst weit vorne stünden in der Tabelle.